Deadlight - Xbox Live Arcade

Action-Adventure  |  Release: 01. August 2012  |  Publisher: -  |  auch für: PC
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Deadlight im Test

Leblos in Seattle

Zombies sind in, Indie-Spiele auch. Mit Deadlight ist nun ein Zombie-Indie-Spiel über Xbox Live Arcade erschienen. Wo die Stärken und Schwächen liegen, klären wir im Test.

Von Malte Witt |

Datum: 03.08.2012


Zum Thema » Let's Play Deadlight So spielt sich das Jump & Run » Deadlight - Die Optik Entwickler-Video zum Art Design Gleich zu Beginn lehrt Deadlight die Grundregel des Zombie-Apokalypse-Überlebens: Niemand darf alleine losziehen, nach draußen, sich außerhalb des sicheren Verstecks aufhalten. Aber Karla war das wohl egal. Jetzt liegt sie hier, mit Bisswunden übersäht. Nicht tot, aber auch nicht mehr menschlich. Randall Wayne zückt seine Pistole und schießt.

Die anderen kommen zurück, die waren wenigstens zusammen unterwegs. »Du hast sie getötet!« schreit Karlas große Schwester Stella, Sam und Ben sind ebenfalls fassungslos. Aber so ist Seattle im Jahr 1986, 145 Tage nachdem der erste Patient zum Schatten wurde. Das Seattle des Jahres 1986 ist kein vergebender Ort.

Der Schuss hat weitere Schatten angelockt, das Versteck ist nicht mehr sicher. Alle schaffen es rechtzeitig die Leiter hoch, außer Randy. Die rettenden Sprossen brechen, »Raus mit euch, wir treffen uns im Versteck!« sind die letzten Worte, die die Gruppe von Randall hört. Die Introsequenz endet, das Spiel startet, wir sehen Randall aus der Seitenperspektive und laufen los. Weg von den Schatten, hinein in den Test von Deadlight.

Achtung: Bildfehler
Auf einigen Screenshots in diesem Artikel können aufmerksame Augen Bildfehler ausmachen. Die sind auf technische Probleme beim Aufzeichnen zurückzuführen und sind auf der Konsole nicht aufgetreten.

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Deadlight
Um Medikamente für einen Freund zu besorgen, kraxeln wir die Fassade eines Krankenhauses nach oben.

Sterbefrust

Die Seitenperspektive verlassen wir das ganze Spiel über nicht, Deadlight ist im Kern ein klassisches, knapp fünf Stunden langes Jump&Run. Gerade dieser Kern des Spiels ist sein größter Schwachpunkt. Am ehesten vergleichen lässt sich das Prinzip wohl mit Limbo. Wir laufen von links nach rechts, lösen äußerst simple und aufgesetzt wirkende Rätsel und sterben oft alle paar Meter, gerne auch mehrfach.

In Limbo oder auch Super Meat Boy funktioniert das ohne große Frustmomente, weil wir stets ohne Ladepausen zurückgesetzt werden und das Sterben ganz offensichtlich zum Konzept gehört.

Deadlight : In Deadlight schlagen wir uns durch die unterschiedlichsten Umgebungen. Wir fliehen vor Zombies auf verlassenen Autobahnen,…

Die Umgebungen: Verlassene Autobahn
In Deadlight schlagen wir uns durch die unterschiedlichsten Umgebungen. Wir fliehen vor Zombies auf verlassenen Autobahnen,…

In Deadlight hatten wir dagegen eher das Gefühl, wegen der trägen und besonders in kniffligen Hüpfpassagen unpräzisen Steuerung das Zeitliche zu segnen. Nach jedem Tod erwartet uns obendrein noch eine mehrere Sekunden lange Ladezeit. Das hört sich nicht so schlimm an, fängt aber bald an zu nerven.

Zugpferd Story

Das große Aber: Die Geschichte. Schatten, Zombies, Untote – wie auch immer man sie nennen mag, diese Armee von Viechern, von infizierten Menschen, hat Seattle überrannt. Wer bislang verschont geblieben ist, kämpft ums Überleben. Angeblich gibt es beim Stadion einen sicheren Ort, den das Militär bewacht. Dahin machen wir uns mit Randall auf den Weg, allein und ohne jedwede Hilfe.

Deadlight : Die Geschichte wird in statischen, aber dennoch spannenden Zwischensequenzen vorangetrieben. Die Geschichte wird in statischen, aber dennoch spannenden Zwischensequenzen vorangetrieben.

Randall hofft auch, im Stadion seine Frau und seine Tochter wiederzusehen, von denen er getrennt wurde. Auf unserem Weg entdecken wir immer wieder medizinische Notizen, militärische Informationen und Tagebücher, die uns einen tieferen Einblick in die Entstehung der Krankheit geben. Wer die alle liest, bekommt nach und nach ein recht detailliertes Bild vom Hergang der Katastrophe.

Neben dem coolen Szenario und der besonders im letzten Drittel äußerst spannenden Geschichte ist es vor allem die dichte Atmosphäre, die uns bei Laune hält. Randall hält immer mal wieder Monologe, die in ihrer Melancholie und Bildsprache ein wenig an Max Payne erinnern. Dank der guten (englischen) Synchronstimme nehmen wir ihm das auch ab. Blöd, dass nicht alle Sprecher so einen guten Job machen.

Ein weiteres Atmosphäre-Plus ist unsere Verwundbarkeit. Gegen einen oder auch zwei Zombies kommen wir, bewaffnet mit einer Axt, noch gut klar. Mehr Zombies bedeuten aber automatisch unseren Tod, wenn wir ihnen nicht entkommen, trotz Revolver und Schrotgewehr. Die Munition für die beiden Schusswaffen finden wir nämlich nur selten. Die ständige Anspannung tut dem Spiel gut.

Der Soundtrack trägt zusätzlich zur dichten Stimmung bei. In ruhigen Passagen langsam und oft melancholisch, wenn wir vor etwas oder jemanden flüchten treibend, laut und schnell. Die Effekte sind dagegen nichts Besonderes, passen aber immer gut.

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Kantenflimmern
#1 | 06. Aug 2012, 02:03
Sehr guter Bericht. Dem hab ich nichts nehr hinzu zufügen.
1200 points sind mir zu viel. Die Demo hat mich nicht überzeugt da zu kurz.
Atmo fand ich sehr überzeugent aber ich vermute keine ansprechende Rätsel eines Limbos anzutreffen. schade.

ich denke ich warte auf eine spätere PC version und hols mit dann bei einer steam aktion.
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Details zu Deadlight - Xbox Live Arcade

Plattformen: XBLA PC
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 01. August 2012
Publisher: -
Entwickler: Tequila Works
Webseite: http://deadlightgame.com/
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
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