GRID: Autosport - Xbox 360
Rennspiel  |  Release: 27. Juni 2014  |  Publisher: Codemasters  |  auch für: PlayStation 3 PC
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Fazit

Wertung

GRID Autosport Test PS-Monster mit Downgrade

In GRID Autosport haben wir wieder die Wahl, ob wir das Rennspiel lieber als Simulation oder Arcade-Racer spielen wollen. Doch unser Test für Xbox 360 und PlayStation 3 zeigt: Codemasters hat beim Karrieremodus den Rotstift angesetzt.

Von Thomas Wittulski |

Datum: 24.06.2014


Zum Thema » GRID 2 im Test So fährt sich das Vorgänger-Modell » Trailer zu GRID Autosport So funktioniert das Drifting GRID: Autosport ab 16,99 € bei Amazon.de Vom Simulationsschwergewicht zum Arcade-Raser: Die GRID-Reihe hat innerhalb der ersten beiden Teile einen U-Turn hingelegt, wie ihn Rennfahrer Ken Block nicht besser fertiggebracht hätte. Die verärgerten Fans möchte Codemasters nun wieder zurückgewinnen - nur ein Jahr nach Teil zwei.

Wie so oft ist von der Besinnung auf alte Stärken die Rede. Und in der Tat: Wir finden in GRID Autosport wieder deutlich mehr Simulation. Und sogar eine Cockpitperspektive. An anderer Stelle spart Codemasters dafür aber kräftig ein. Ob der Hersteller damit nicht mehr Fans vergrault als zurückgewinnt?

Fisch und Fleisch

GRID Autosport : Über die Einstellungen können wir selbst festlegen, ob wir Autosport lieber arcadig oder als Simulation spielen. Über die Einstellungen können wir selbst festlegen, ob wir Autosport lieber arcadig oder als Simulation spielen. Spiele wie Need for Speed oder Burnout sind zwar optisch nah an der Realität, spielerisch dafür aber so weit davon entfernt wie ein VW Polo in Sachen Pferdestärken und Preis von einem Porsche 911. Wer es auch in Sachen Fahrverhalten realistisch mag, der greift zu Gran Turismo oder Forza Motorsport.

Man weiß, was man kriegt. Bei GRID hingegen nicht: Die Reihe steckte erst in der Forza-Schublade, dann in der von Need for Speed. Und jetzt siedelt sich das Spiel irgendwo dazwischen an. Allerdings mit einer gewissen Flexibilität in beide Richtungen. Denn die Entwickler erlauben uns in GRID Autosport nun wieder, einzelne Einstellungen über den Schwierigkeitsgrad zu ändern.

Das bedeutet für uns: Sind wir mehr die NfS-Typen, schalten wir den Schaden auf »Optisch« und vertrauen auf Fahrhilfen wie die Traktionskontrolle und das ABS - Letzteres schließt Stabilitätskontrolle sowie Lenk- und Kurvenhilfe ein. Wer in Sachen Authentizität dagegen alles aus GRID Autosport herausholen will, schaltet die genannten Fahrhilfen ab und stellt auf manuelles Getriebe um. Und schon kommen wir sehr nah an das heran, was Race Driver GRID seinerzeit simulationstechnisch geleistet hat: intensive Rennen und verbissene Positionskämpfe mit der guten KI - dazu aber später mehr.

Fehler verzeiht Autosport im Simulationsmodus nicht. Eine Unachtsamkeit, schon landen wir im Kiesbett. Oder noch schlimmer: an der Betonwand. Wenn es blöd läuft, verdreht sich dann auch noch was an der Achse und wir fahren dank des gewohnt realistischen Schadensmodells den Rest des Rennens mit einem Linksdrall. Ausbügeln können wir solche folgenschweren Fahrfehler nur mit der Rückspulfunktion - über die Schwierigkeitseinstellungen bauen wir pro Rennen bis zu fünf Rewinds ein.

GRID: Autosport - The Drag Pack

Auch Tuning ist wieder möglich: Wir stellen die Bremskraftverteilung, das Differenzial, den Abtrieb, die Übersetzung und die Front- und Heckaufhängung in bis zu 20 Stufen ein. Auch ein paar Upgrades können wir im Spielverlauf in unsere Autos einbauen. Eine optische Anpassung der Karren erfolgt nur durch vorgegebene Lackierungen. Einen Editor für eigene Designs oder Detailveränderungen am Auto gibt es nur im Onlinemodus.

Wo ist die Multiplayer-Wertung?
Weil wir GRID Autosport vor dem offiziellen Release getestet haben, konnten wir den Multiplayer-Modus bislang nicht unter Realbedingungen testen. Online verdienen wir uns Geld in Form einer Ingame-Währung, mit der wir neue Fahrzeuge erwerben und diese dann per optischem Tuning individuell gestalten können. Ein Nachtest der Onlinefunktionen folgt nach Release des Spiels.

Verbockte Rückkehr

Ein großer Kritikpunkt an GRID 2 war die fehlende Cockpitperspektive. Die gute Nachricht: Die ist nun wieder da. Die schlechte: Kaum einem werden die beiden neuen Innenansichten gefallen. Die Macher haben nämlich einen Unschärfefilter über die Armaturen gelegt. Lenkrad, Tachometer, Rückspiegel und Co werden dadurch so weit unkenntlich gemacht, dass keiner etwas davon hat.

GRID Autosport : Die neue Cockpitperspektive mag zwar bei hoher Geschwindigkeit ganz schick aussehen. Wer sich die Innenansicht zurückgewünscht hat, vermisst allerdings schön ausgearbeitete Details auf Armaturen usw. Die neue Cockpitperspektive mag zwar bei hoher Geschwindigkeit ganz schick aussehen. Wer sich die Innenansicht zurückgewünscht hat, vermisst allerdings schön ausgearbeitete Details auf Armaturen usw.

Außer einer verkleinerten Sicht auf die Strecke bringt die Wiedereinführung der Cockpitperspektive also gar nichts. Dabei trägt doch gerade die viel zum Realismus bei: ein Blick auf die originalgetreuen Anzeigen, aufs Tachometer, in die Außenspiegel. Nun wird aus der fehlenden eine misslungene Cockpitperspektive. Keine Verbesserung.

Große Auswahl

Eine klassische Stärke der GRID-Reihe ist die Vielseitigkeit, und Autosport bildet da keine Ausnahme: Fünf Rennklassen plus Unterkategorien stehen zur Auswahl. Da wären zum Beispiel die Straßenrennen, in denen es auf schön gestalteten Stadtstrecken etwa durch Barcelona, San Francisco oder Washington geht. Unsere Favoritenklasse, denn die Fantasiestrecken strotzen nur so von herausfordernden Kurven und fiesen Verengungen - da ist fahrerisches Können gefragt!

GRID Autosport : Die KI baut Unfälle und verwickelt darin teilweise auch andere KI-Fahrer. Toll! Die KI baut Unfälle und verwickelt darin teilweise auch andere KI-Fahrer. Toll!

Und die Fahrzeuge in dieser Klasse sind schön durchgemischt, sodass wir uns je nach Automarke und Pferdestärken auf ein anderes Fahrverhalten einstellen müssen. Klar, ein Pagani Huayra braucht um eine enge Kurve deutlich mehr Fingerspitzengefühl als ein Golf oder Ford Focus. Dafür zieht er auf langen Geraden aber auch mal locker an ihnen vorbei.

Spannend sind zudem die Open Wheel-Rennen, in denen F1-Stimmung aufkommt: Wir heizen etwa mit Fahrzeugen wie dem Dallara Indycar oder dem F312 (Formel 3) desselben Herstellers über bekannte Strecken wie den Hockenheimring, den Yas Marina Circuit oder den neuen Red Bull Ring in Österreich.

GRID Autosport : Unser Favorit: Bei den Straßenrennen sind viele unterschiedliche Fahrzeugklassen unterwegs und die Fantasiestrecken sind herausfordernd.

Rennklassen: Straßenrennen
Unser Favorit: Bei den Straßenrennen sind viele unterschiedliche Fahrzeugklassen unterwegs und die Fantasiestrecken sind herausfordernd.

In der Endurance-Klasse zählt das Durchhaltevermögen: Bis zu 40 Minuten dauert hier ein Rennen, je nach Einstellung. Die entsprechenden Fahrzeuge, wie der edle Flitzer 12C GT3 von McLaren, werden hier genauso an ihre Grenzen getrieben wie unsere Konzentrationsfähigkeit hinter dem Steuer. Schade jedoch, dass wir eine Session nicht wie im ebenfalls von Codemasters stammenden F1 2013 während eines Rennens zwischenspeichern können. Wer eine Pause machen möchte, muss die Konsole derweil weiterlaufen lassen. Ein 40-Minuten-Rennen am nächsten Tag weiterzuspielen, dürfte für die meisten also nicht in Frage kommen.

Die beiden verbleibenden Klassen sind Touring und Tune, in Letzterem geht's beispielsweise ums Driften. Wir sammeln Punkte, indem wir möglichst stilvoll um die Kurve schlittern. Die Handhabung der Driftkarren, etwa des Dodge Challenger SRT8 392, ist allerdings gewöhnungsbedürftig und dementsprechend anspruchsvoll.

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Leberle
#1 | 24. Jun 2014, 15:24
GRID 2 - Autosport DLC für >50€ edition
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paulDS
#2 | 24. Jun 2014, 15:31
Wann kommt der Test zur MotoGP? Das Spiel ist schon lange erhältlich, hätte mich persönlich mehr interessiert. Vor allem die PS4 Version.
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ThomasS1986
#3 | 24. Jun 2014, 15:44
Schade das es nicht für die neuen Konsolen erscheint.
Grafisch ist es schon ein Leckerbissen, wenn man bedenkt
wie alt die Konsolen schon sind.
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paulDS
#4 | 24. Jun 2014, 16:09
Zitat von ThomasS1986:
Schade das es nicht für die neuen Konsolen erscheint.
Grafisch ist es schon ein Leckerbissen, wenn man bedenkt
wie alt die Konsolen schon sind.

Das stimmt, hätte es für die PS4 sofort gekauft. Mal schauen.
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AMess
#5 | 24. Jun 2014, 16:26
"Downgrade" - das Wort des Spielejahres 2014
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Darkhawk
#6 | 24. Jun 2014, 16:27
is doch ein Witz das Spiel, ganz ehrlich...

prahlen groß mit Teamkollegen usw und dann kommt so ne scheiße bei rum.

Kein Eigenes Team, Keine eigene Lackierung im SP und nichtmal frei wählbare Fahrzeuge für Events... WTF!
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ThomasS1986
#7 | 24. Jun 2014, 16:28
Zitat von AMess:
"Downgrade" - das Wort des Spielejahres 2014


Dichtgefolgt von Auflösung!!
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jackass999
#8 | 24. Jun 2014, 20:19
Bei mir ruckts auf der 360 teilweise wie die Hölle.

Die KI fährt einem ständig rein in den Kurven, ist man zu schnell fliegt man raus, ist man zu lahm putzt ein die KI von hinten weg.

Die Außenperspektiven sind unbrauchbar, die Kamera eiert ständig hin und her und man kann nicht vernünftig fahren, wie besoffen!
Man lenkt nach rechts und die Cam wackelt irgendwie nach links und nach der Kurve wieder nach rechts. Das gibt nur geeier.

Die Ideallinie ist keine Hilfe, kann man nix mit anfangen wenn man bremsen soll etc. Die ist schon lange rot da kann man noch Vollgas fahren an der Stelle ?

Und entweder ist es zufall das ich in Grid, Grid 2, allen Forzas zurande komme aber in dem Spiel fast nie auf den ersten Platz fahre, selbst bei leichtestem Schwierigkeitsgrad ???

Schlechtes Spiel, schlechtes Grid!
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juleztb
#9 | 25. Jun 2014, 06:47
Es wäre sicher auch schön gewesen, wenn das Video nicht nur aus 10sec Abschnitten bestanden hätte in denen jedes Mal um eine Kurve gefahren wurde, in der der Spieler einen Crash verursacht hat...
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Stang
#10 | 25. Jun 2014, 18:24
Sieht grafisch bestimmt fast so aus wie Forza 5. :P
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Details zu GRID: Autosport - Xbox 360

Cover zu GRID: Autosport - Xbox 360
Plattformen: Xbox 360 PlayStation 3 PC
Genre Sport
Untergenre: Rennspiel
Release D: 27. Juni 2014
Publisher: Codemasters
Entwickler: Codemasters
Webseite: http://www.gridgame.com
USK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Spiele-Logo: Download
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