5 Spiele im Game Pass, die euch dabei helfen, Mental Health besser zu verstehen [Anzeige]

Im Rahmen unserer Themenwoche für Mental Health stellen wir euch 5 Games vor, in denen psychische Gesundheit eine Rolle spielt.

von Sponsored Story ,
01.04.2022 10:00 Uhr

Viele Spiele wollen einfach nur unterhalten und keine großen psychischen Themen anreisen. Doch dann sind da wiederum Games, die sich tief mit psychologischen Themen und psychischer Gesundheit befassen. 5 bemerkenswerte Game-Pass-Titel mit diesem Thema lernt ihr hier kennen.

Wie wurde ausgewählt? Die folgenden Spiele haben unter anderem einen starken Fokus auf das Thema Psyche und geistige Gesundheit. Außerdem sind alle hier genannten Titel im Microsoft Game Pass enthalten und ohne weitere Kosten spielbar. Wer ein Abo hat, kann hier also bedenkenlos hereinschauen und die Games ausprobieren. Die Reihenfolge der hier genannten Spiele ist rein zufällig und stellt keine Wertung der Titel dar.

Holt euch den Xbox Game Pass

Psychonauts 2

Genre: Action | Entwickler: Double Fine | Plattform: PC, PS4, Xbox One | Release: 25. August 2021 | Mental-Health-Thema: Psychische Probleme und deren Lösung

Was ist das für ein Spiel? Psychonauts 2 ist der via Crowdfunding finanzierte Nachfolger des viel gelobten Psychonauts aus den 2000ern. Es handelt sich nach wie vor um eine kuriose Mischung aus einem Plattformer und einem Action-RPG. Ihr schlüpft in die Rolle eines jungen „Psychonauten“ namens Raz (kurz für Razputin).

Psychonauten sind in der abgedrehten Spielwelt Mitglieder einer Spezialeinheit, die sich mit Psi-Kräften Zugang zu der Psyche von anderen Menschen verschaffen. Dort sollen sie dann dafür sorgen, dass psychische Einschränkungen und Probleme behoben werden.

Doch schon am ersten Arbeitstag als neuer Psychonaut bekommt es Raz mit zahlreichen Schwierigkeiten zu tun, die ihr im Spiel dann auflösen müsst.

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Was sind die besonderen Features? Psychonauts 2 setzt darauf, dass ihr euch im wahrsten Sinne des Wortes in die Psyche von andere Personen hineinwühlt und versucht, deren verworrene geistige Welt wieder in Ordnung zu bringen.

Daher erwarten euch entsprechend wilde und chaotische Szenerien. Beispielsweise kämpft ihr euch im Hirn eines Zahnarztes durch eine gruselige Welt voller Zähne und Mundhöhlen. In einem anderen Fall werdet ihr von personifizierten Panikattacken tatsächlich „attackiert“ und müsst erst besondere Taktiken aushecken, um dieses „Monster“ zu besiegen.

Die Mischung aus Rätseln und fordernden Kämpfen sowie einer witzigen, aber auch irgendwie ernsten Story machen Psychonauts 2 aus.

Wo liegt der Mental-Health-Fokus? Wie der Name schon sagt, geht es in Psychonauts 2 wortwörtlich um das Erkunden der Psyche und all den Problemen, die so etwas mit sich bringt. In den verworrenen Hirnen, die ihr im Spiel aufsucht, läuft stets einiges schief und psychische Störungen werden bildlich und (an)greifbar dargestellt.

Dabei schafft das Spiel meistens die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit. Außerdem treten die Psychonauten nicht als radikale „Hirn-Säuberer“ auf, sondern gehen behutsam und empathisch vor. Hilfe zur Selbsthilfe ist hier die Devise, nicht ein herablassendes herummurksen in fremden Psychen nach eigener Willkür.

Im Spiel werden sogar die Folgen solcher Überschreitungen drastisch dargestellt. Beispielsweise, indem Raz aus Versehen einer anderen Person eine ausgeprägte Spielsucht verpasst und so ihre komplette psychische Welt in ein albtraumhaftes Casino verwandelt.

Wer also ein lustiges, aber auch ernstes Action-Jump&Run mit starkem Bezug zu geistiger Gesundheit sucht, ist hier goldrichtig.

Hellblade: Senua’s Sacrifice

Genre: Action-Adventure | Entwickler: Ninja Theory | Plattform: PC, PS4, Xbox One, Switch | Release: 08. August 2017 | Mental-Health-Thema: Schizophrene Wahnvorstellungen und deren Überwindung

Was ist das für ein Spiel? Hellbalde: Senua’s Sacrifice ist ein düsteres Action-Adventure. Ihr verkörpert hier die namensgebende Kriegerin Senua, die zum keltischen Stamme der Pikten gehört. Ihre Familie und ihr Liebhaber wurden von marodierenden Wikingern getötet. Senua entschließt sich daraufhin, in die düstere, nordische Totenwelt Helheim zu reisen und der grimmigen Totengöttin Hel ihren Geliebten wieder abzujagen.

Was hier auf den ersten Blick wie eine Wikinger-Version der Orpheus-Sage klingt, entwickelt sich aber im Laufe des Spiels in ungeahnte Richtungen. Denn Senua leidet unter Schizophrenie. Sie hört Stimmen und hat beängstigende Halluzinationen. Oft ist nicht klar, was gerade wirklich passiert und was Senuas Wahn entspringt.

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Was sind die besonderen Features? Hellblade führt euch etwa 8 Stunden lang auf einen Trip durch Senuas Psyche und ihre Reise in die Unterwelt. Dabei verzichtet das Spiel auf störende UI-Elemente und andere Hilfsmittel, die euch aber aus der Immersion und der Atmosphäre des Spiels reißen.

Ganz ohne Lebensbalken, Map und Kompass müsst ihr euch im wahrsten Sinne des Wortes durch eine düstere Welt schlagen. Wenn ihr im Spiel sterbt, gleitet Senua immer weiter in den Wahn, was im Spiel durch ein stetiges Verrotten des Körpers dargestellt wird.

Erreicht die Fäulnis ihren Kopf, ist das Spiel aus. Wortwörtlich! Wer zu oft stirbt, kann den ganzen Psycho-Trip von vorne beginnen.

Im Spiel begegnen euch neben bizarren Albtraumwesen auch Rätsel-Passagen, bei denen ihr bestimmte Hinweise finden müsst, bevor es weitergeht.

Wo liegt der Mental-Health-Fokus? Das ganze Spiel wurde unter der Prämisse entwickelt, die zerrüttete Psyche einer jungen Kriegerin darzustellen. Zu diesem Zweck haben die Entwickler auch extra Experten, darunter Dr. Paul Fletcher, Psychiater und Professor an der Universität Cambridge, zu Rate gezogen.

So wurde sichergestellt, dass die Psychosen der Heldin sie nicht als klischeehafte Irre dastehen lassen. Vielmehr entfaltet Senua nicht trotz, sondern gerade durch ihre psychische Erkrankung ihr wahres Potenzial als starke Protagonistin.

Ihr erlebt also eine spannende und mitunter verstörende Reise in die Psyche einer starken, jungen Frau, die durch ihre Erlebnisse ihre Traumata aufarbeitet und womöglich am Ende überwindet.

Wenn ihr also ein in Stil und Präsentation einzigartiges Action-Adventure mit starkem Bezug zu Psychosen sucht, dann schaut unbedingt in Hellblade rein.

Sea of Solitude

Genre: Action-Adventure | Entwickler: Jo-Mei-Games | Plattform: PC, PS4, Xbox One, Switch | Release: 05. Juli 2019 | Mental-Health-Thema: Überwindung von psychischen Traumata

Was ist das für ein Spiel? Sea of Solitude ist ein Action-Adventure, das die emotionale Reise der jungen Frau namens Kay behandelt, die versucht, ihre Einsamkeit und psychischen Traumata zu bekämpfen. Dabei ist Kay aber kein Mensch, sondern ein pechschwarzes Monster mit Fell.

Mit dem Boot erkundet ihr hier eine überschwemmte Stadt. Auf eurem Weg erscheinen furchterregende Monster und knifflige Rätsel, die euch aufhalten. Mit Hilfe von Lichtfunken könnt ihr aber den Überblick behalten und euren Weg durch die faszinierende und schreckliche Welt von Kay bahnen.

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Was sind die besonderen Features? Als Action-Adventure geht es in Sea of Solitude vor allem um die Erkundung der Welt und das Überwinden von Hindernissen. Das können Rätsel-Episoden sein, wie bei der Stelle, an der eine dicke, schwarze Auster den Weg versperrt und ihr eine Lösung finden müsst, das Ding wegzuschaffen.

An anderen Stellen gilt es, eine große Wasserfläche mit dem Boot zu durchqueren, ohne dass euch ein monströses Fisch-Wesen aus der Tiefe schnappt. Wieder woanders müsst ihr vor einer Horde düsterer Kreaturen fliehen und euer Licht einsetzen, um sie zu vertreiben.

Die exzellente Atmosphäre von Sea of Solitude wird durch den speziellen Grafikstil noch untermauert. Die Welt wirkt sowohl düster und unheimlich, als auch schön und verträumt.

Wo liegt der Mental-Health-Fokus? Sea of Solitude stammt vom deutschen Studio Jo-Mei und stellt zum Teil die persönlichen psychischen Erlebnisse der Projektleiterin Cornelia Geppert wieder. So kommen im Spiel Szenen vor, welche vergangene Traumata bildlich darstellen.

Ein traumatischer Ehestreit der Eltern aus der Kindheit der Heldin wird beispielsweise durch den epischen Kampf zweier kolossaler Monster dargestellt, die rücksichtslos alles um sich herum zertrampeln. An anderen Stellen versinkt die Heldin buchstäblich in Dunkelheit. Ihr seht erst einmal gar nichts mehr und müsst euch aus dieser inneren Düsternis wieder heraus tasten.

Besondere interessant ist die Darstellung von Kay selbst. Die junge Frau wird von ihren Gefühlen von Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit, Wut und Selbstzweifeln derart geplagt, dass sie sich ebenfalls in ein Monster verwandelt, das aber trotz allem liebenswert und weiterhin verletzlich wirkt.

Sea of Solitude sucht also gezielt nach inneren Dämonen und macht sie als greifbare Wesen und Hindernisse in einer teils düsteren, aber auch faszinierenden Welt sicht- und überwindbar.

Spiritfarer

Genre: Manager-Sim | Entwickler: Thunder Lotus Games | Plattform: PC, PS4, Xbox One, Switch, Stadia | Release: 18. August 2020 | Mental-Health-Thema: Umgang mit Sterben und Tod

Was ist das für ein Spiel? In Spiritfarer spielt ihr die Fährfrau Stella, welche die Rolle des grimmigen Seelen-Fährmanns Charon übernommen hat. Ihr Job ist es jetzt, die Seelen der Verstorbenen (in der Form von Tiergeistern) zu finden und ihnen ihre letzten Wünsche zu erfüllen. Danach gilt es, die Seelen, welche endlich Frieden gefunden haben, auf ihrer letzten Reise zu dem Tor in das Jenseits zu begleiten.

Doch bis ihr die Seelen alle erlöst habt, müsst ihr in einem Mix aus Management-Simulation und Jump&Run euer Schiff ausbauen und für jedes Tier die Bedürfnisse stillen. Dazu gilt es Rohstoffe, wie Erz, Holz und Karotten zu finden und frischen Fisch zu angeln.

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Was sind die besonderen Features? Spiritfarer beeindruckt mit einer wunderschönen, liebevoll gestalteten Comic-Grafik. Alles darin strahlt Freude und Niedlichkeit aus, von Stella selbst mit ihrem übergroßen Hut über ihrer treuen Katze „Daffodil“ bis zu den liebenswerten Tiergeistern, denen man gerne auf ihrer letzten Reise behilflich ist.

Die Komplexität des Spiels hält sich in Grenzen, wer Spiele wie Animal Crossing oder Stardew Valley kennt, wird hier keine große Herausforderung vorfinden, doch angesichts der Story fällt das alles nicht groß ins Gewicht.

Denn man will einfach all die niedlichen Tierwesen sammeln und ihnen weiterhelfen, egal ob das nun spielerisch anspruchsvoll ist oder nicht.

Optional ist das Spiel auch im Koop spielbar, dann übernimmt ein Spieler den Part der niedlichen Katze Daffodil.

Wo liegt der Mental-Health-Fokus? Trotz der putzigen und liebevoll gestalteten Umgebung ist das Thema hinter Spiritfarer äußerst ernst. Denn die putzigen Tiere sind allesamt die Seelen Verstorbener, die aufgrund von unerledigten Dingen noch nicht ihren Frieden finden können.

Indem ihr die Seelen findet, ihnen eine Heimat gebt und ihre ungelösten Probleme behebt, leistet ihr einen wertvollen Beitrag für deren buchstäbliches Seelenheil.

Damit das Thema aber nicht deprimiert, setzt das Spiel euch mit der herzensguten Hauptfigur Stella eine Frohnatur vor, die erst einmal für jeden eine herzliche Umarmung bereithält. Und genau so stellt sich Spiritfarer auch dar: Eine spiel-gewordene, warme Umarmung, nach der man sich einfach besser fühlt (Link führt zu GameStar Plus).

Wer also ein durchweg positives und dennoch tiefgründiges Spiel zu dem schwierigen Thema von Tod, Sterben und Trauerbewältigung sucht, wird hier garantiert fündig.

What Remains of Edith Finch

Genre: Adventure | Entwickler: Giant Sparrow | Plattform: PC, PS4, Xbox One, Switch, iOS | Release: 24. April 2017 | Mental-Health-Thema: Umgang mit Tod und Vergänglichkeit

Was ist das für ein Spiel? What Remains of Edith Finch ist ein ungewöhnliches Spiel, das fast ohne nennenswerten Gameplay-Elemente auskommt. Ihr erkundet aus der Perspektive der 17-jährigen Edith die Geschichte ihrer Familie.

Die Finches leiden nämlich scheinbar unter einem Fluch, der in jeder Generation alle Familienmitglieder bis auf eines dahinrafft. Edith ist die letzte Überlebende der Sippe, die erst nichts von den Verhängnissen ihrer Angehörigen wusste.

Als letzte Erbin erkundet sie das verlassene Anwesen der Familie und geht den tragischen Schicksalen ihrer Anverwandten nach.

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Was sind die besonderen Features? Das Spiel selbst bietet wenig Gameplay-Elemente. Vielmehr erkundet ihr in diesem „Walking Simulator“ die Räume des Finch-Anwesens und erlebt jeden Raum eines Verstorbenen als eine Art Zeitkapsel.

Ihr spielt dann die letzten Momente der entsprechenden Figur nach, lernt sie und ihren Charakter kennen und begleitet sie dann bis zum abrupten Ende durch einen tragischen Zwischenfall.

Wer hier also spannende Rätsel oder alternative Lösungen für das Schicksal der Figuren im Spiel sucht, wird nicht fündig. Das Spiel beschränkt sich auf das Nacherleben der letzten Momente der Finch-Familienmitglieder.

Wo liegt der Mental-Health-Fokus? Auf den ersten Blick wirkt What Remains of Edith Finch düster und bedrückend. Immerhin stirbt jede Spielfigur, die ihr findet. Tatsächlich sind zum Spielbeginn schon alle tot und man kann daran nichts mehr ändern.

Und genau das ist das Besondere an diesem Spiel. Denn durch das hautnahe Miterleben der jeweiligen letzten Momente im Leben lernt man die einzelnen Finches umso besser kennen und wird sich auch der Vergänglichkeit des Lebens bewusst.

Anstatt aber um die ohnehin längst verstorbenen Personen zu trauern, lernt man das Leben und seine Vergänglichkeit sowie Zerbrechlichkeit umso mehr zu schätzen.

What Remains of Edith Finch ist dadurch ein emotional wertvolles Spiel, das trotz der düsteren Thematik nie in Horror- und Splatter-Gefilde abrutscht oder sich in übertriebenem Pathos verliert.

Wer also ein sowohl spannendes, als auch tröstendes Spiel mit dem Thema Tod, Sterben und Lebensfreude sucht, der sollte hier unbedingt etwas Zeit investieren.

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