Ihr seid in Assassin's Creed Black Flag: Resynced mit Edward Kenway einmal kreuz und quer durch die Karibik geschippert, habt eine malerische Insel nach der anderen abgeklappert und sucht jetzt nach dem nächsten großen Abenteuer? Dann kommt ihr an Assassin's Creed: Odyssey nicht vorbei.
Das 2018 veröffentlichte Griechenland-Abenteuer gehört bis heute zu meinen absoluten Lieblingsteilen im Meuchelmörder-Universum und ist das perfekte Spiel nach Black Flag Resynced. Insbesondere, wenn ihr auf Inselhopping und Schiffskämpfe in strahlend blauen Gewässern steht. Aber auch darüber hinaus hat Odyssey einiges zu bieten.
Malerisches Inselhopping im antiken Griechenland
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Assassin's Creed Odyssey - Krieg zwischen Sparta und Athen im Ankündigungs-Trailer - Krieg zwischen Sparta und Athen im Ankündigungs-Trailer
Die Geschichte von Odyssey setzt rund 400 Jahre vor der Gründung des Assassinen-Ordens an und schickt euch ins antike Griechenland. Mit meuchelmordenden Kapuzenträgern hat der Titel zunächst also nur wenig zu tun.
Ihr schlüpft stattdessen in die Rolle von Kassandra oder Alexios. Direkt zu Beginn des Abenteuers müsst ihr euch nämlich für einen der beiden Hauptcharaktere entscheiden.
Ich selbst wähle in so gut wie jedem Spieldurchlauf Kassandra, die es mir mit ihrer schrullig-sympathischen Art einfach angetan hat. Die englische Sprecherin und Mocap-Darstellerin Melissanthi Mahut macht einen so verdammt guten Job, dass ich ihr kultiges Maláka (griechisches Schimpfwort) immer noch im Ohr habe.
Aber genug mit dem Kassandra-Fandom, denn Odyssey hat nicht nur eine fantastische Protagonistin zu bieten, die mich vollends überzeugt hat, sondern auch spielerisch einiges auf dem Kasten.
This. Is. Sparta!
Odyssey schickt euch auf einen Open World-Trip quer durch die Ägäis. Als spartanische*r Mysthios (Söldner/Söldnerin) müsst ihr eure Familie wieder zusammenführen und euch an den mysteriösen Anhängern eines Kultes rächen. Die sind schließlich dafür verantwortlich, dass Kassandra (oder Alexios) schon als Kind von den eigenen Eltern getrennt wurde und als Waise auf einer verschlafenen Insel aufwuchs.
Eine Rache-Story also. Hier ist Odyssey eben noch ganz typisch Assassin's Creed. Anders als Black Flag Resynced oder frühere Serienteile verfolgt das Griechenland-Abenteuer allerdings keinen Action-Adventure-Ansatz.
Stattdessen setzt das Griechenland-Abenteuer auf Action-RPG-Elemente. Diese führte Ubisoft schon 2017 mit Origins ein. Mit dem ein Jahr später veröffentlichtem Odyssey baute Ubi schließlich darauf auf und verfeinerte die damals neue Formel – und die schlägt für mich heute noch so hart ein wie ein saftiger Spartakick von Kassandra.
Odyssey ist in meinen Augen der perfekte Mix aus Open World-Erkundung, Parkour/Klettern und wuchtigen Kämpfen mit spektakulären Spezialfähigkeiten wie den eben bereits angesprochenen Spartakick, den ihr in ähnlicher Form vielleicht aus Assassin's Creed Shadows kennt. Dabei rammt Kassandra ihrem Gegner einmal kräftig die Sandale in den Bauch und lässt ihn meterweit durch die Gegen fliegen. Jedes Mal, wenn ich einen Feind eine Klippe hinuntertrete, fühle ich mich wie eine Superheldin!
Wo kommen das Stichwort "RPG" dann her? In Odyssey wird nicht nur gekämpft und erkundet, sondern ihr treibt die Geschichte auch mit euren Entscheidungen voran, die ihr in Dialogen trefft. So entscheidet ihr beispielsweise zwischen Leben und Tod bestimmter Nebencharaktere oder geht sogar Romanzen ein.
Daneben sammelt ihr Erfahrungspunkte, levelt euren Charakter auf und stattet ihn mit neuer Ausrüstung aus, was zusätzlich zur Open World-Erkundung motiviert.
Beschäftigungstherapie, aber in gut
Klar, wenn ich von "Formel" spreche, meine ich gleichzeitig auch formelhaftes Gameplay. Das muss euch bewusst sein. Der Gameplay-Loop von Odyssey ist nämlich schnell durchschaut.
Die meisten Haupt- und Nebenaufgaben bestehen daraus, feindliche Lager, Ruinen oder Militärstützpunkte zu infiltrieren. Ihr erkundet, metzelt Gegner nieder und lootet alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Anschließend reist ihr auf die nächste griechische Insel, wo ihr genau das wieder tut.
Langweilig ist das aber nicht, wie ich finde. Ubisofts "griechische Beschäftigungstherapie" funktioniert, weil alle Elemente, insbesondere Kämpfe und Erkundung, so wunderbar ineinandergreifen.
Umso mehr Spaß macht all das, weil die Spielwelt so unfassbar schön ist und sich die Erkundung hier wirklich lohnt. Von einer Insel zur nächsten zu reisen und dabei über strahlend blaues Meer zu schippern, lässt direkt Urlaubsfeeling aufkommen. Und in nahezu jeder Höhle, jedem Lager und jedem Tempel findet ihr coole Waffen oder Rüstungen.
3:50
Assassin's Creed: Odyssey - Trailer erklärt, wie die großen Seeschlachten funktionieren - Trailer erklärt, wie die großen Seeschlachten funktionieren
Apropos schippern, die Schiffskämpfe habe ich noch gar nicht ausführlich erwähnt. Die dürften euch besonders interessieren, wenn ihr nach einem Assassin's Creed sucht, das ihr nach Black Flag Resynced zocken könnt.
Die spielen sich mit Ausnahme minimaler Anpassungen bei der Steuerung genauso brachial wie im Piratenabenteuer und bringen ordentlich Abwechslung in die herkömmliche Open World-Erkundung auf dem Land. Da fühlt man sich als Black Flag-Fan direkt wieder wie zu Hause.
Fazit also: Assassin's Creed Odyssey bietet eine malerische Open World, die Erkundung in nahezu jeder Ecke belohnt. Die Kämpfe machen dank teils völlig überzogener Spezialfähigkeiten ebenfalls ordentlich Laune und Kassandra ist eine der besten AC-Hauptcharaktere überhaupt, Punkt. Wer Odyssey nicht zockt, verpasst meiner Meinung nach einen Meilenstein der Assassin's Creed-Reihe.
Welches Assassin's Creed ist euer absoluter Liebling?
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