Awesomenauts im Test - League of Awesomes

Sechs Haudegen, drei Maps und jede Menge taktische Sidescroll-Gefechte. Ist Awesomenauts das League of Legends für Konsolen?

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Am PC ist das Genre der so genannten MOBAs (Multiplayer Online Battle Arena) wahnwitzig populär, vor allem dank dem Klassenprimus League of Legends. Kurz zur Erklärung, falls ihr MOBAs noch nicht kennt: Zwei Teams aus Helden stehen sich in einer Arena gegenüber, versuchen die feindliche (und meist schwer bewachte) Basis zu knacken, bauen im Laufe der Partie ihre Helden weiter aus und werden meist von KI-Schergen unterstützt.

Awesomenauts ist eine der ersten Konsolenableger dieses Subgenres und portiert das Spielprinzip passenderweise als Sidescroller. Wir schreiben das Jahr 3587 und zwei Roboterfraktionen balgen sich in einem schier endlosen Krieg. Als einer von sechs abgedrehten Söldnern (drei müsst ihr erst freispielen) werft ihr euch für eine Seite ins Getümmel, um den entscheidenden Sieg einzufahren. Die lustigen Gesellen könnten direkt einer wunderbar-schrägen Cartoon-Serie entsprungen sein.

Awesomenauts - So funktioniert die Taktik-Ballerei Video starten 1:17 Awesomenauts - So funktioniert die Taktik-Ballerei

Irre Typen im harten Kampf

Der dicke Roboter Clunk eignet sich bestens als Tank für die erste Reihe. Der dicke Roboter Clunk eignet sich bestens als Tank für die erste Reihe.

Sheriff Lonestar ist ein Cowboy-Haudegen, der gern mit Dynamit um sich wirft und Hologramm-Bullen auf die Feinde hetzt. Leon Chameleon ist der Meister-Kriminelle (also die Diebesklasse) im Team, schnalzt den Gegner seine Zunge ins Gesicht und ist berüchtigt für seinen versehentlichen Einbruch in das Schlafgemach der Gattin des Premierministers. Der kräftige Roboter Clunk hat nicht nur die Statur, sondern auch das aufbrausende Temperament von Comicheld Hulk. Kurz gesagt: Ihr habt es mit einer Melange an abgedrehten Typen zu tun und jeder entspricht einer typischen Charakterklasse, etwa Tank oder Heiler.

Im Gegensatz zu den (wie der Titel schon sagt) »awesomen« Figuren sind die Kampfhandlungen alles andere als alberner Kinderkram. Um an die feindliche Basis zu kommen, müsst ihr euch durch Horden feindlicher KI-Schergen und mörderische Selbstschussanlagen kämpfen. Nur eine wohlüberlegte Vorgangsweise führt zum Ziel. So gehört es zur Grundtaktik, dass ihr nicht wie ein hirnloser Rambo drauflosstürmt, sondern die eigenen Robo-Minions als Kugelfang benutzt und im richtigen Moment den Rückzug antretet.

Affe Yuri brutzelt sich gerade durch ein dickes Geschütz. Affe Yuri brutzelt sich gerade durch ein dickes Geschütz.

Geht ihr drauf, verschafft ihr der Gegenseite nämlich wertvolle Ressourcen (das so genannte Solar). Damit lassen sich mächtige, ja überlebenswichtige Extras für die jeweiligen Helden kaufen. Der durchgeknallte Soviet-Affe Yuri kann beispielsweise per Anomalie die Zeit in seinem Umkreis verlangsamen und per Upgrade darin sogar Kollegen heilen. Oder das wandelnde Gehirn Voltar, das fliegende Kampfdrohnen beschwört und die per Extra deutlich schneller einsetzen kann.

Taktik ist Trumpf

Um das feindliche Team in Stücke zu ballern kombiniert ihr die verschiedenen Charaktere/Klassen zu möglichst effektiven Kombinationen. Okay, mit einem Voltar den bulligen Clunk zu heilen, ist schon mal offensichtlich. Die sechs Haudegen sind aber so variantenreich, dass man gern mit verschiedenen Strategien experimentiert und auch nach der zigsten Partie noch neue Möglichkeiten entdeckt. Zum Glück, denn mit lediglich drei Karten/Arenen ist Awesomenauts nicht gerade umfangreich, weshalb eher die taktische Abwechslung bei der Stange hält. Zumindest sind die Maps entsprechend ausgefeilt und voll mit cleveren Alternativrouten, tödlichen Fallengruben oder praktischen Büschen, in denen ihr euch verstecken könnt.

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Ihr merkt sicher schon: Allein macht Awesomenauts kaum Sinn, dafür sind die Bots schlichtweg zu blöd. Natürlich sind die KI-Gegner und -Kollegen nicht komplett hilflos, eine funktionierende Strategie bringt ihr mit ihnen aber nicht zusammen. Awesomenauts ist als Multiplayer-Game konzipiert und sollte auch so gespielt werden. Jedoch könnt ihr euch auf viele und teils frustige Trainingsrunden einstellen, denn bis ihr die Feinheiten des Spiels raus habt, schießen euch erfahrene Spieler dutzendmal zu Klump – auch weil die drei freischaltbaren Charaktere einen Tick effektiver sind, als das Standardtrio.

Dafür erwartet euch eine schlaues, wenn auch nicht umwerfend umfangreiche Sidescroll-Ballerei, die ihr praktischerweise entweder Online mit bis zu fünf oder Offline mit bis zu zwei Mitspielern via Splitscreen zocken könnt. Wer auf ebenso taktische wie actionreiche Team-Gefechte steht, sollte Awesomenauts auf jeden Fall ausprobieren.

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