Bethesda hat angeblich aus Angst um Skyrim einen Spiele-Launch sabotiert

Rune 2 soll von Bethesda absichtlich sabotiert worden sein, weil das Spiel wohl als mögliche Konkurrenz für Skyrim gehandelt wurde. Jetzt wird Bethesda verklagt.

von David Molke,
23.10.2020 11:24 Uhr

Rune 2 hätte Skyrim womöglich Konkurrenz machen können, darum soll Bethesda den Launch des Spiels sabotiert haben, heißt es in einer Klage. Rune 2 hätte Skyrim womöglich Konkurrenz machen können, darum soll Bethesda den Launch des Spiels sabotiert haben, heißt es in einer Klage.

Rune 2 wurde von seinem Entwickler direkt nach dem Launch fallen gelassen. Schlimmer noch: Die Human Head Studios wurden am selben Tag geschlossen und die Verantwortlichen sollen dem Publisher Steine in den Weg gelegt haben, damit der das Spiel nicht weiter supporten kann. Möglicherweise steckt dahinter Bethesda beziehungsweise ZeniMax, unter deren Banner das Studio kurze Zeit später mit neuem Namen wieder aufgemacht hat. In einer Klage heißt es jetzt, der Launch von Rune 2 sei absichtlich von Bethesda sabotiert worden, weil das Spiel mit Skyrim konkurriert haben könnte.

Rune 2-Entwickler wird wegen missglücktem Launch des Spiels verklagt

Darum geht's: Das Wikinger-Open World-Spiel Rune 2 ist Ende 2019 erschienen. Der Titel an sich stellt die Fortsetzung von Rune dar und wirkte auf den ersten Blick vielversprechend. Es gibt brachialen Nahkampf, eine Open World, Bootsfahrten und vieles mehr. Dummerweise ereilte das Spiel ein düsteres Schicksal.

Direkt zum Launch hat das Entwicklerstudio dicht gemacht und das Spiel einfach fallen gelassen. Publisher Ragnarok wollte den Titel trotzdem weiter unterstützen. Nur ging das nicht besonders gut bis gar nicht, weil Entwickler Human Head den Quellcode nicht rausrücken wollte. Darum klagt der Publisher gegen das Studio.

Rune: Ragnarok - Ankündigungs-Trailer zu Rune 2 mit erster Ingame-Grafik 0:56 Rune: Ragnarok - Ankündigungs-Trailer zu Rune 2 mit erster Ingame-Grafik

Bethesda soll wegen Skyrim dabei geholfen haben, Rune 2 zu sabotieren

Kurioses Detail: Offenbar haben sich die Mitarbeiter*innen der Human Head Studios wenig später neu formiert und bei Bethesda beziehungsweise ZeniMax ein neues Zuhause gefunden. Dort sollen sie als Roundhouse Studios untergekommen beziehungsweise von dem zwei Wochen vorher geöffneten Studio übernommen worden sein.

Bethesda wird auch verklagt: Bethesda wurde von Publisher Ragnarok jetzt in die Klage gegen Human Head aufgenommen, schreibt PCGamer. Dem Publisher wird vorgeworfen, noch vor dem Launch von Rune 2 mit den Machern abgesprochen zu haben, den Launch zu sabotieren. Dazu passt natürlich gut, dass die ganze Truppe angeheuert wurde und direkt nach dem Launch gewechselt hat.

Angst um Skyrim? Angeblich haben ZeniMax und Bethesda diesen Coup von langer Hand vorbereitet, weil Rune 2 als Skyrim-Konkurrent gehandelt wurde. In einer Preview wurde es als "Skyrim auf Steroiden" bezeichnet. De Entwickler*innen sollen Bethesda und ZeniMax das Spiel sogar schon vor Launch gezeigt haben. Was zu der Übernahme beigetragen haben dürfte, wenn das alles so stimmt.

Gute Nachricht für Fans: Rune 2 erscheint trotz allem nochmal in einer Neuauflage. Publisher Ragnarok hat mit Studio 369 einen neuen Entwickler gefunden, der das Kampfsystem, die Dungeons, Fähigkeiten, NPCs und vieles mehr verbessert haben soll. Rune 2: Decapitation Edition erscheint am 13. November, aber wohl erstmal nur via Steam auf dem PC.

Was sagt ihr zu der kuriosen Story und der Klage? Glaubt ihr, Rune 2 hätte Skyrim wirklich Konkurrenz machen können?

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