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Das perfekte Spielezimmer - Teil 1 - Der optimale Fernseher

Die richtige technische Ausstattung kann den Spielspaß deutlich steigern. In der ersten Folge unserer neuen Ratgeberserie widmen wir uns dem für Gamer zweitwichtigsten Gerät nach der Konsole selbst: dem Fernseher. Wie sieht die optimale Glotze fürs Spielzimmer aus?

von Rüdiger Steidle,
14.12.2014 13:24 Uhr

Um die Grafikpracht aktueller Videospiele voll zu genießen, braucht es die passende Anzeige. In den meisten Fällen dient ein Fernseher als Display. Wie aber wählt man aus dem beinahe unüberschaubaren Angebot aktueller Modelle das richtige Gerät aus? Wie groß sollte die Bildschirmdiagonale ausfallen? Welche Ausstattungsmerkmale sind wichtig? Auf welche technischen Spielereien kann man getrost verzichten?

Wie richtet man das Gerät am besten ein? Stellen Projektoren und Computermonitore brauchbare Alternativen dar? Diese und andere wichtige Fragen wollen wir im ersten Teil unserer Artikelserie über das perfekte Spielzimmer beantworten; in den nächsten beiden Ausgaben widmen wir uns der Audioabteilung (Lautsprecher, Kopfhörer, Receiver) und dem optimalen Zubehör (Eingabegeräte, Vernetzung).

Fernseher, Monitor oder Projektor?

Die erste Frage, die sich jeder Spieler bei der Wahl des passenden Displays für seine Konsole stellen sollte, lautet: Fernseher, Monitor oder Projektor? Jedes Gerät hat seine Eigenheiten, charakteristische Vor- und Nachteile. Computerbildschirme empfehlen sich vor allem dann, wenn vergleichsweise wenig Platz zur Verfügung steht. Typische Modelle messen zwischen 22 und 27 Zoll (oft mit dem Einheitenzeichen »"« abgekürzt) in der Diagonalen, also rund 56 bis 69 Zentimeter (Umrechnungsfaktor: 2,54), und sind ab 150 Euro zu haben.

Finden statt suchen
Wer Internetsuchmaschinen und Preisvergleiche zurate zieht, hat oft das Problem, dass bestimmte Modellnamen kaum Treffer zu Tage fördern. Die Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen, mit denen die Macher ihre Produkte kennzeichnen, sind für Außenstehende nur schwer zu durchschauen. Oft umfassen sie vergleichsweise vernachlässigbare Angaben wie die Gehäusefarbe oder Kennungen für bestimmte EU-Märkte, die Händler je nach Lust und Laune übernehmen oder weglassen. Wer sich also über verdächtig wenige Google-Treffer wundert, sollte genauso verfahren und (von hinten) nach und nach Zeichen löschen.

Zwar gibt es durchaus auch Fernseher in diesen Größen, die oftmals sogar weniger kosten und als Bonus einen TV-Tuner für Antennen, Kabel- oder Satellitenempfang mitbringen. Gute Monitore zeichnen sich aber durch eine meist höhere Darstellungsqualität aus: bessere Ausleuchtung, schärferes Bild und flüssigere Bewegungen. Wer also ein kompaktes Display sucht - etwa als Zweitgerät oder bei beengten Verhältnissen -, sollte sich eher in der PC- als der TV-Abteilung umsehen. Aber Achtung: Der passende Kandidat sollte einen HDMI-Eingang mitbringen - das ist nicht immer der Fall.

Beam me up, Scotty!

Beamer stellen das genaue Gegenteil dar: Sie sind die richtige Wahl, wenn das Bild gar nicht groß genug ausfallen kann. Zwei, drei Meter Diagonale und mehr sind für sie kein Problem. Allerdings weisen die Lichtkanonen einige Eigenheiten auf, die es zu berücksichtigen gilt. Beispielsweise fühlen sich Beamer nur in abgedunkelten Räumen wirklich wohl; bei Tageslicht leidet die Abbildungsqualität sichtlich. Daneben brauchen sie viel Platz. Nicht die Geräte an sich - die messen oft kaum mehr als ein Schuhkarton. Aber für ein anständiges Bild sollte der Abstand zwischen Beamer und Projektionsfläche schon zwei, drei Meter oder mehr betragen.

Sonys Simulview-Technik ersetzt den Splitscreen. Dank Brille sieht jeder Spieler ein Full-HD-Bild. Sonys Simulview-Technik ersetzt den Splitscreen. Dank Brille sieht jeder Spieler ein Full-HD-Bild.

Es gibt zwar auch Modelle, die unmittelbar vor der Leinwand aufgestellt werden können, die sind aber in der Regel eher für Büros gedacht und zum Zocken nur bedingt zu gebrauchen. Ein weiterer Faktor sind die Kosten für Zubehör und Unterhalt: Zwar malen moderne Exemplare auch auf einer schlichten weißen Wand anständige Panoramen, die optimale Bildqualität erzielen sie allerdings erst auf einer richtigen Leinwand (ab 150 Euro) oder einem mit Spezialfarbe gestrichenen Untergrund.

Bis zu einmal im Jahr steht überdies der Wechsel der Projektionslampe an, der je nach Modell mit 150 bis 300 Euro zu Buche schlägt. Die Gaslampen verlieren mit zunehmender Laufzeit an Leuchtkraft; nach 2.000 bis 4.000 Stunden ist die Helligkeit auf die Hälfte der ursprünglichen Leistung gefallen und der Austausch fällig. Bei einer täglichen Nutzung von vier Stunden reicht die Lampe locker für etwas über einem Jahr.

Es gibt zwar seit geraumer Zeit Geräte, die stattdessen wesentlich langlebigere LED-Leuchtmittel einsetzen, die 20.000 Stunden und länger durchhalten. Allerdings taugen die bezahlbaren Exemplare nicht zum Spielen, und die tauglichen sind beinahe unbezahlbar. Ach ja, der Preis: 1.000 Euro sollte man für einen guten Beamer schon anlegen, richtige Heimkinomaschinen gehen auch mal für das Dreifache und mehr über den Ladentisch.

Auf die Größe kommt es an

Für 3.000 Euro bekommt man im TV-Lager freilich schon ein absolutes Spitzenmodell. Das zudem noch den Vorteil hat, dass man damit auch mal den Tatort genießen kann. Beamer brauchen wie Monitore dafür einen separaten Empfänger. In den meisten Fällen stellt deshalb ein Fernseher den vielseitigsten und praktischsten Spielpartner für die Konsole dar.

Fernseher: Panasonic TX-L50BLW6 Straßenpreis: ca. 800 Euro. Ein 50-Zoll-Gigant für vergleichsweise kleines Geld. Der Haken: Die Bildqualität ist nicht die beste und das Gerät kann kein 3D.

Grundig 40 VLE 5421 BG Straßenpreis: ca. 330 Euro. Der Grundig-Fernseher ist für den Preis ordentlich ausgestattet, bietet aber eher mäßige Bild- und Tonqualität.

Samsung UE40H6470 Straßenpreis: ca.500 Euro. Gute Bildqualität, auch in 3D, die allerdings in dunklen Bereichen mitunter etwas absumpft. Der Ton ist leider ziemlich schwach.

LG 55UB830V Straßenpreis: ca. 1.300 Euro. Wer es richtig krachen lassen will: LGs 55-Zöller bringt alles mit, was derzeit gut und teuer ist – inklusive UHD-Auflösung.

LG 50PB560V Straßenpreis: ca. 550 Euro. Plasmafernseher sterben aus. Wer schnell zuschlägt, kann sich eines der letzten Exemplare wie diesen 50-Zöller für kleines Geld krallen.

Orion CLB40B950S Straßenpreis: ca. 330 Euro. Das Einsteigermodell von Orion verzichtet auf Schnickschnack wie 3D und Smart-Funktionen, punktet dafür aber mit einem anständigen Bild.

Philips 48PFS8209 Straßenpreis: ca. 1.500 Euro. Philips' patentierte Ambilight-Ausleuchtung steigert die Atmosphäre bei Filmen und Spielen. Die Bildqualität sucht ihresgleichen, in 2D wie in 3D.

Toshiba 39L4363DG Straßenpreis: ca. 450 Euro. Für 450 Euro ist dieses Modell ein echtes Schnäppchen mit ordentlicher Bildqualität und vielen Smart-Funktionen. Kann kein 3D.

Sony KDL-42W705B Straßenpreis: ca. 550 Euro. Der 42-Zöller verzichtet auf 3D-Darstellung, zeichnet aber für den Preis sehr schöne 2D-Bilder. Nachteil ist die unübersichtliche Bedienung.

Die erste Frage ist die nach der passenden Größe: Sie hängt nicht unbedingt davon ab, wie viel Raum auf dem TV-Tisch oder an der Wand zur Verfügung steht. Vielmehr ist der Abstand zwischen Aufstellungsort und Sitzplatz entscheidend. Idealerweise sollte die Distanz in etwa zwei bis dreimal so groß sein wie die Bildschirmdiagonale. Bei einem 50-Zoll-Riesen (127 Zentimeter) wären das rund zweieinhalb bis fast vier Meter. Fällt der Abstand geringer aus, wirkt die Anzeige körnig und es fällt schwer, das komplette Bild auf einmal zu erfassen. Steht der Fernseher zu weit weg, sind Details kaum noch zu erkennen.

Also am besten den Meterstab hervorkramen und die Entfernung ausmessen. 32 Zoll (81 Zentimeter) waren bis vor wenigen Jahren noch das Standardmaß für Flachbildgeräte und diese Größenklasse bietet nach wie vor die größte Modellauswahl. Allerdings fällt der Aufpreis für 37- und 40-Zoll-Displays inzwischen so gering aus, dass im Zweifel gilt: Lieber etwas zu groß als zu klein. Erst jenseits von 42 Zoll verlangen die Hersteller deftige Aufschläge.

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