Elder Scrolls Online - Markarth bringt endlich neues Solospieler-Futter

Unser Autor Stephan liebt es auch in MMOs schwierige Solo-Herausforderungen zu meistern. Daher freut er sich besonders auf die neue Arena in Markarth.

von Stephan Zielke,
09.11.2020 18:00 Uhr

Markarth hat neben vielen anderen Features auch eine neue Arena - voll mit neuen Belohnungen. Markarth hat neben vielen anderen Features auch eine neue Arena - voll mit neuen Belohnungen.

Die Orsinium-Erweiterung von Elder Scrolls Online wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Nicht nur ist das Gebiet der Orks das erste, das ich jemals zu 100% abgeschlossen habe, sondern es hat mich auch zu einem besseren Spieler gemacht. Denn als das Addon vor fast genau fünf Jahren erschien, brachte es neben einer interessanten Story, coolen Rüstungssets und einem wunderschönen Gebiet, auch eine knackige Herausforderung für Solospieler: Die Mahlstrom-Arena.

Bis heute eine lohnende Herausforderung

Die Mahlstrom-Arena wirft euch in neun Leveln Monster aus allen Regionen Tamriels entgegen. Überlebt ihr den Ansturm und die Fallen mehrere Runden lang, dann wartet ein Boss auf euch, der, falls ihr unvorbereitet seid, schnell den Boden mit eurem Charakter aufwischt.

Neun mal Nervenkitzel: Dabei ist jede der Stufen der Arena eine vollkommen neue Erfahrung. Mal müsst ihr Trolle davon abhalten, Eisschollen zu zerstören, die euren einzigen Schutz vor dem eisigen Wasser darstellen. Oder ihr weicht rotierenden Dwemer-Klingen aus, während euch eine Maschine in der Mitte mit Blitzen traktiert.

Als Belohnung erwarten euch exklusive Rüstungs-Sets und einige der mächtigsten Waffen des Spiels. Die Mahlstrom-Waffen verändern dabei sogar richtig euren Spielstil, da sie mit ihren Effekten eure Fähigkeiten verändern.

Am Scheitern wachsen

Kreissägen, Blitze und Gegner. Die Mahlstrom Arena fordert euch einiges ab. Kreissägen, Blitze und Gegner. Die Mahlstrom Arena fordert euch einiges ab.

Als ich die Arena zum ersten Mal betrat, hielt ich mich eigentlich für einen ganz passablen Spieler. Ich hatte nie Probleme in der offenen Welt, und die meisten Dungeons waren damals selbst auf Veteran nicht wirklich ein Problem. Doch hier wurden mir sehr schnell meine Grenzen aufgezeigt.

Schon die zweite Stufe mit ihren kreisenden Klingen, der tödlichen elektrischen Mitte, und den drei Bossen, die sich gegenseitig mit Schilden schützen, trieben mich fast in den Wahnsinn. Erst nach einigen Versuchen kam ich langsam voran, bis ich den dritten Level erreichte.

Übung macht den Meister: Heute ist die Mahlstrom-Arena, auch auf der Schwierigkeitsstufe Veteran, für mich kein Problem mehr. Insbesondere, weil sie mich mit dem hohen Schwierigkeitsgrad dazu gebracht hat, mich mehr mit dem Spiel und seinen Mechaniken zu beschäftigen. Welches Set könnte mir helfen, welche defensiven Fähigkeiten brauche ich auf meinen Leisten, welche Tränke könnten mich durch kritische Phasen bringen, und welche Vorteile hat meine gewählte Klasse? Alle diese Fragen haben mich nicht nur in der Arena, sondern im gesamten Spiel besser gemacht. Obwohl die zusätzlichen Champion-Punkte wohl auch etwas geholfen haben.

Nicht eine, sondern gleich drei neue Arenen

Ihr müsst diesmal drei Arenen abschließen, um den Endboss zu erreichen. Ihr müsst diesmal drei Arenen abschließen, um den Endboss zu erreichen.

Daher freue ich mich zur Zeit auch auf ein Feature der Markarth-Erweiterung besonders: Die neue Arena. Oder sollte ich vielleicht lieber Arenen sagen. Denn diesmal hat man die Auswahl, wie man seine Herausforderung begehen möchte.

Drei Portale in unterschiedliche Deadra-Reiche wollen erobert werden. Dabei spielt die Reihenfolge eine wichtige Rolle, denn egal welchen Teil der Arena ihr zuerst abschließt: die anderen werden danach schwerer. Zudem gibt es Geheimnisse in den einzelnen Reichen, die ihr nur erreichen könnt, wenn ihr zuvor in einem bestimmten Portal gewesen seid. So gibt euch das Reich von Hircine die Fähigkeit, euch mit einem Enterhaken über Abgründe zu ziehen. Diese könnt ihr dann auch in den anderen Reichen benutzen, um Verstärkungen oder geheime, zusätzliche Bosse zu erreichen. Habt ihr dann alle drei Portale beendet, öffnet sich der Weg zum Endboss.

Dass man sich nicht mehr einfach nur durch neun Level mit unterschiedlichen Themen kämpft, sondern drei kleine Maps hat, die eher an Dungeons erinnern, die man frei und ohne Zeitdruck erkunden kann, ist für mich ein großes Plus. Wahrscheinlich wird es auch nach Release noch ein paar Wochen dauern, bis ich wirklich jeden Winkel erforscht und die richtige Reihenfolge von Portalen für mich gefunden habe.

Solo-Herausforderungen sind wichtig

Die Bosse machen optisch so einiges her. Die Bosse machen optisch so einiges her.

Für manche MMO-Spieler ist das Wort "Solo" immer noch sehr negativ belastet. Kein Wunder, denn häufig fällt es im Zusammenhang mit trivialem Content, der darauf ausgelegt ist, dass ihn wirklich jeder schaffen kann.

Doch gerade harte Solo-Herausforderungen, wie die die Arenen in ESO, würde ich mir häufiger in MMOs wünschen. Nicht nur hat man die Möglichkeit, sich selbst zu fordern, sondern auch als Spieler besser zu werden, ohne den Stress, andere Spieler während seines eigenen Lernprozesses auszubremsen.

Aber auch wenn ihr lieber regelmäßig mit eurem Raid-Team unterwegs seid, so sind die Arenen ein toller Anlaufpunkt, falls mal wieder keiner eurer Freunde online ist. Wenn ihr wie ich morgens um fünf Uhr wach werdet, nicht mehr schlafen könnt, und dann die Konsole anwerft, um euch zu beschäftigen bis der Arbeitsalltag oder die Schule beginnt.

Mehr über die neue ESO-Erweiterung könnt ihr in unserem Artikel von Andreas nachlesen.

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Freut ihr euch auch schon auf die neue Arena in Markarth, oder interessieren euch solche Solo-Herausforderungen überhaupt nicht?

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