Wir fühlen den Wert der Dinge erst, wenn wir sie verlieren. – Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit dem berühmten Philosophiezitat mal einen Artikel über ein Stück Junkfood einleiten würde, aber hier passt es ganz gut. Jahrzehntelang habe ich nämlich den McRib komplett ignoriert, nur um ihn jetzt zum ersten Mal zu probieren. Jetzt denke ich mir: Hätte ich mal lieber nicht so lang gewartet …
Offenbar habe ich die ganze Zeit den besten McDonalds-Burger verpasst
Eigentlich hätte mir das McRib-Aus am heutigen 27. Oktober kaum egaler sein können, da ich prinzipiell nur noch zu McDonalds gehe, wenn keine andere Alternative mehr geöffnet hat. Da mich die innige McRib-Liebe von GameStar-Kollege Felix Rick und eine kurze Unterhaltung mit unserem redaktionseigenen Burger-Connaisseur Tobi neugierig gemacht haben, hat dann doch die FOMO (Fear of Missing Out; Angst etwas zu verpassen) gekickt, weshalb ich zur lokalen Filiale gestiefelt bin.
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Und es hat sich tatsächlich gelohnt! Barbecue-Sauce ist zwar sonst so gar nicht mein Fall, dadurch, dass McDonalds sie aber wenig geschmacksintensiv ohne dieses zu deftige Raucharoma erstellen lässt, hat sie mich auf dem McRib dann doch überzeugt. Klar, die Kette orientiert sich damit eher nur grob am kulinarischen Konzept eines BBQs, auf der Zunge ist aber dennoch deutlich mehr los als bei den typischen Ketchup- und Burger-Saucen, die auf BigMac, Royal TS und Co. verteilt werden.
Hinzu kommen noch ein paar leckere Gurkenscheiben sowie knackige Zwiebeln – und damit kriegt man mich eigentlich immer. Zur Wahrheit gehört zwar auch, dass das fettige Schweine-Patty die Kalorienanzahl für den vergleichsweise kleinen 205-Gramm-Burger ganz schön in die Höhe treibt, aber gut, der Burger gehört auch nicht auf den täglichen Speiseplan.
Der McRib bleibt nicht einem großen McDonalds-Problem verschont
Geschmacklich finde ich den McRib innerhalb des Mäcces-Kosmos hervorragend, allerdings kam die Spaßbremse dann für mich mit Blick auf die Rechnung: 6,69 Euro ist für die kleine Burger-Portion mit Extra-(Mini)-Bacon schon eine Hausnummer. Das ist nichts Ungewöhnliches, wenn man bedenkt, dass ein Cheeseburger mittlerweile fast drei Euro kostet, während er sich immer mehr dem Durchmesser eines Oreo-Kekses annähert, aber es schmerzt beim Blick ins Portemonnaie dann doch gewaltig.
Ich habe gelesen, dass sich McRib-Fans in ihrem Froster einen kleinen Vorrat mit dem liebgewonnenen Burger angelegt haben, aber das wäre er mir bei solchen Preisen auf keinen Fall wert. Eher ärgere ich mich, dass ich ihn nicht schon in der Vergangenheit entdeckt habe, also in Zeiten, in denen das Preis-Leistungs-Verhältnis wahrscheinlich noch eine ganze Nummer besser war.
Außerdem wird er ja nur aus dem regulären Sortiment genommen. Wie auch sein zeitlich limitierter "Sweet Heat"-Nachfolger könnte er als Aktions-Burger wieder ins Angebot zurückfinden. So handhabt es McDonalds auch seit vielen Jahren in den USA, die Strategie würde also einfach nur auf Deutschland übertragen werden. Kultig ist er hierzulande auf jeden Fall geworden – und das aus meiner Sicht sogar zurecht!
Würdet ihr bei einer Aktionswoche auch wieder zugreifenn? Oder ist der McRib gar nichts für euch?
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