Viele Game of Thrones-Fans kennen auch die Buchvorlage, das Lied von Eis und Feuer. Dann warten sie wahrscheinlich schon seit 2011 sehnsüchtig auf das nächste und letzte Buch Winds of Winter. Viele Fans fragen sich, ob es jemals fertig wird und was passiert, falls George R.R. Martin nicht schafft, es zu beenden. Jetzt gibt der Autor selbst ein Update.
George R.R. Martin will Winds of Winter eigentlich unbedingt beenden
Die Lage scheint sich nicht groß verbessert oder verändert zu haben. Laut G.R.R. Martin hat er immer noch bereits um die 1.100 Seiten seines nächsten Buchs geschrieben. Das ist genau dieselbe Anzahl an Seiten, die er 2022 schon hatte. Das liegt ihm zufolge aber nicht daran, dass er nichts schreibt, im Gegenteil. Er schreibe auch viel des bisher bereits verfassten noch einmal um.
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Es komme regelmäßig vor, dass der Autor sich an sein Werk setzt, das letzte bereits geschriebene Kapitel noch einmal liest und damit unzufrieden ist. Also schreibe er es noch einmal so um, dass es jetzt seinen Ansprüchen genügt. Kein Wunder also, dass die Arbeit so schleppend vorangeht.
Allerdings scheint sich G.R.R. Martin auch immer wieder ein bisschen zu verzetteln und nicht unbedingt einen genauen Plan zu haben, an den er sich hält. In einem neuen, großen Interview mit dem Hollywood Reporter gibt er beispielsweise Folgendes zu Protokoll:
"Ich habe gerade ein Tyrion-Kapitel geschrieben, dass ich wirklich einfach liebe. Dann sehe ich es mir an und sage: 'Ich kann das nicht machen, es ändert das ganze Buch. Ich mache eine Reihe an Träumen daraus. Nein, das funktioniert auch nicht ...'"
Aber der Erfinder der Game of Thrones-Welt will sein Werk eigentlich auf jeden Fall beenden und würde es hassen, einfach aufzugeben, wie er in dem Interview erklärt:
"Es würde sich wie ein totales Versagen für mich anfühlen. Ich will es beenden."
Es gibt aber keinen Notfallplan für den Worst Case, falls Winds of Winter nie fertig wird
Auch wenn er laut eigenen Angaben wenig für die Aussagen von Fans übrig hat, die behaupten, er wäre ja wahrscheinlich nicht mehr lange am Leben, macht er sich durchaus Gedanken über das Worst Case-Szenario. Was ist, wenn er es einfach nicht schafft, Winds of Winter zu beenden, bevor er stirbt? Immerhin könnte es sein bisher längstes Buch werden – zumindest, wenn er alles niederschreibt, was er schon im Kopf hat.
Im Fall der Fälle wäre die monumentale Buch-Reihe dann eben einfach unvollendet. Es gebe keine Pläne, dass irgendwer anders das Ganze zu einem Ende und Abschluss führt.
Das Lied von Eis und Feuer werde dann einfach "nicht fertig". "Es wird wie das Geheimnis des Edwin Drood", erklärt Martin. Die Geschichte von Charles Dickens wurde nie fertig und hat im Lauf der Jahre unterschiedlichste Enden verschiedenster Autor*innen bekommen.
Auf die Frage hin, ob er sich ähnlich wie der Dune-Autor Frank Herbert fühle, der sich verpflichtet und gefangen gefühlt habe, bis an sein Lebensende weitere Bücher der Reihe zu schreiben, obwohl er eigentlich gar nicht wollte, antwortet der Game of Thrones-Autor Folgendes:
"Ich bin die Welt [von Eis und Feuer] nicht unbedingt leid. Ich liebe die Welt und das World-Building. Aber ja, tue ich."
Im THR-Interview mit George R.R. Martin stecken noch sehr viel mehr spannende Aussagen. Zum Beispiel scheint die Jon Snow-Sequelserie zu Game of Thrones eventuell doch noch nicht ganz begraben worden zu sein – und könnte mit Arya Stark als einer der Hauptfiguren fortgesetzt werden.
Außerdem scheint die Beziehung zwischen dem House of the Dragon-Showrunner Ryan Condal und dem Autor extrem vorbelastet zu sein, wie G.R.R. Martin erklärt.
Was würdet ihr euch für das nächste und letzte Eis und Feuer-Buch wünschen?
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