Mittlerweile ist schon der neunte Gameplay-Clip aus GTA 6 geleakt – und Rockstar Games sowie Take-Two wissen wohl immer noch nicht, wer dahintersteckt. Das soll sich aber ändern, weshalb der Publisher nun per Gericht versucht, Userdaten von Discord und Cloud-Inhalte von Microsoft zu bekommen.
GTA 6-Leaker könnte mit Hilfe von Microsoft und Discord gefunden werden
Der GTA 6-Publisher Take-Two soll sich laut eines Kotaku-Berichtes mit mehreren sogenannten Subpoena-Aufforderungen an ein Gericht gewendet haben, das wiederum Microsoft und Discord zur Herausgabe bestimmter Daten bewegen soll. Dabei geht es um eine ganze Reihe an Discord-Servern, auch berühmte.
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Rockstar Games kündigt GTA 6-Gameplay an - AUF NETFLIX!
Die beiden Unternehmen sollen, wenn es nach Take-Two geht, sämtliche Daten bestimmter User herausgeben, die möglicherweise mit dem Verbreiten der "Cyberleek"-Leaks zu tun gehabt haben könnten. Das umfasst zum Beispiel auch deren OneDrive-Inhalte und verlinkte Xbox-Accounts. Alles, um die Identität des Leakers oder der Leaker zu ermitteln.
Alle Nutzerkonten, die Mitglieder bestimmter Discord-Server waren, sollen identifiziert werden. Außerdem will Take-Two auch sämtliche Daten haben, die Microsoft in ihren eigenen, internen Untersuchungen gewonnen haben. Besonders im Visier sind natürlich sämtliche Inhalte, die irgendwie mit GTA, Rockstar oder Cyberleek im Zusammenhang stehen.
Das dürfte also bedeuten, dass mit den Discord-Daten erst einmal die Zahl der infrage kommenden Nutzer*innen eingegrenzt werden soll. Finden sich dann zum Beispiel auf deren OneDrive-Konten geleakte oder natürlich auch noch nicht geleakte GTA 6-Gameplay-Clips, könnte das über kurz oder lang zur Identitätsfeststellung der Verantwortlichen führen.
Selbstverständlich beteuert Take-Two, dass die so gewonnenen Daten nur dazu genutzt werden sollen, die eigenen Rechte zu schützen. Es gehe einzig und allein darum, herauszufinden, wer gegen geltendes Recht verstoßen und das Copyright von Take-Two durch die Veröffentlichung der Leaks verletzt hat.
Microsoft zeigt sich zumindest schon einmal kooperativ. In einem Tweet des Xbox-CTOs Scott Van Vliet wird zwar nicht der GTA 6-Leak erwähnt, aber zumindest erklärt, dass man eng mit Rockstar und Take-Two zusammenarbeite, um deren kreative Arbeit und IP zu beschützen:
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Discord-Server von prominentem GTA-YouTuber betroffen
Einer der in den Subpoena-Anfragen erwähnten Discord-Servern ist der des australischen Content Creators Matthew "Matt" Judge aka DarkViperAU. Auch er hat sich natürlich mit den Leaks auseinandergesetzt, reagiert aber sehr überrascht und einigermaßen irritiert darauf, in dieser Gerichts-Anfrage aufzutauchen:
"Sie fragen nach meinen Discord-Infos, ich werde namentlich erwähnt. Ich weiß nichts. Das ist nicht der Discord meines Editors. Da waren nicht einmal irgendwelche Clips der Leaks auf einem meiner Discords.
Ich bin verwirrt. Ich habe mehrfach gesagt, dass er nicht fahren kann, also vielleicht habe ich damit ausgelöst, dass er 'Cyberleek kann nicht fahren' in seinen neueren Clips geschrieben hat? Vielleicht hat er meinen Discord besucht, ich weiß es nicht.
Rockstar hat mir keine E-Mail geschrieben, ich nehme an, dass sie das tun würden, wenn sie glauben würden, dass ich persönlich irgendwas wüsste.
Alle sprechen über diese Leaks, ich bin nichts Besonderes, hoffentlich."
Link zum Twitter-Inhalt
Alle Infos zu GTA 6, den Leaks und dem ganzen Drumherum findet ihr hier in diesen GamePro-Beiträgen:
Auch wenn der bekannte Journalist, Branchen-Insider und Buch-Autor Jason Schreier erklärt, laut seinen internen Rockstar-Quellen ändere der Leak nichts am geplanten Release von GTA 6, dürfte sich zumindest Netflix ordentlich darüber geärgert haben.
Donnerstagabend findet zeitexklusiv auf der Streaming-Plattform der große Gameplay-Reveal von GTA 6 statt. Wer nicht für ein Abo zahlen will, muss sechs Stunden länger warten, dann kommt das Video auch zu YouTube.
Was haltet ihr von den Leaks und der Suche nach den Verantwortlichen? Glaubt ihr, die Person wird gefunden?
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