Ich habe mein bisher größtes Lumibricks-Set gebaut und bin begeistert: Was die LEGO-Alternative mit dem neuen Bahnhof abliefert, ist der absolute Knaller!

Auch wenn ich mittlerweile eine ganze Reihe von Lumibrick-Sets gebaut habe, schafft es die LEGO-Alternative immer wieder, mich zu überraschen.

Die Train Station von Lumibricks ist der Knaller! Die Train Station von Lumibricks ist der Knaller!

2026 ist nicht nur ein gutes Jahr für alle Zocker*innen, auch Klemmbaustein-Fans haben aktuell eine sehr gute Zeit. Zum einen, weil bereits viele tolle neue Sets erschienen sind, zum anderen aber auch, weil die LEGO-Konkurrenz alles andere als untätig ist.

Wer mich kennt oder bereits meinen letzten Artikel dazu gelesen hat, weiß: Lumibricks ist für mich der absolute Spitzenreiter unter den Alternativen zum dänischen Marktführer aus Billund. Warum das so ist, hat mir die neue Train Station (15017) in den letzten Tagen erneut gezeigt: 4.355 Teile, 75 (!) Drucke, eine Beleuchtung mit 20 LEDs und riesengroßer Bauspaß.

Hier im Text verrate ich euch, warum ich jede Minute beim Bau des Bahnhofs genossen habe.

Frustfreier Bau mit interessanten Bautechniken

Inspiriert wurde das Gebäude von viktorianischen Bahnhöfen im Großbritannien des 19. Jahrhunderts. Das sieht richtig schick aus und reiht sich bestens in die Town Life-Serie von Lumibricks ein.

Der Bahnhof besteht aus drei Teilen: der Eingangshalle, samt Ticketschalter und Klavier sowie einem Turmzimmer, einem Promenaden-Teil mit zwei Geschäften auf zwei Etagen und der eigentlichen Bahnhofshalle samt Bahnsteig und Schienenspur.

Video starten 0:47 Im Trailer stellt Lumibricks eins der größten Sets bisher vor – die Train Station

Vom ersten Stein bis zur letzten Fliese hat der Bau einfach nur richtig Laune gemacht. Als jemand, der besonders gerne Architektur hochzieht und auf das befriedigende ‚Das Gebäude wächst‘-Gefühl steht, kam ich hier voll auf meine Kosten.

Ein riesiges Lob gibt es insbesondere für die Bautechniken rund um die Elektrik: Lumibricks nutzt clever designte Sonderteile, um die Verkabelung perfekt im Modell zu verstecken. Auch die Kabellängen passen diesmal genau – nirgendwo hängen zu lange Kabel herum und an keiner Stelle sind sie überspannt.

Wer zuvor noch kein Set mit Beleuchtung gebaut hat, muss übrigens keine Sorge haben: Sonderteile und Kabel lassen sich superleicht verbauen. Und das gilt auch für das restliche Bauerlebnis.

Gleichzeitig sind die verwendeten Bautechniken keineswegs langweilig. Mit SNOT (Studs Not On Top = Noppen nicht oben) baue ich etwa zur Seite, um einen schönen, glatten Bahnsteig zu bekommen, und mit Scharnieren konstruiere ich Wände, die die Räume nicht einfach im 90-Grad-Winkel teilen. Nervige Wiederholungen gibt es zudem kaum.

Lumibricks - Train Station | Set 15017

  • Preis: 204,99 Euro (Stand 09.09.26)
  • Anzahl der Teile: 4355
  • Preis pro Stein: 0,047 Euro
  • Verwendete Steine: GoBricks
  • Anzahl Minifiguren: 8
  • Anzahl Drucke: 75
  • Aufbau: 439 Bauschritte in 20 Bau-Abschnitten
  • Besonderheit: Beleuchtung mit 20 Lichtern
  • Anleitung: Gedruckt und digital

Die gedruckte Anleitung führt mich dabei in 439 Schritten sehr kleinteilig durch die 20 Bauabschnitte. Für mich hätte sie an mancher Stelle sogar etwas straffer ausfallen können, besonders für Einsteiger*innen sind die Instruktionen aber perfekt, da so an keiner Stelle Frust aufkommt.

Lediglich die Darstellung ähnlicher, dunkler Farbtöne könnte noch besser sein. Meistens ergibt sich die richtige Farbe zwar aus den im Abschnitt genutzten Steinen – sobald aber schwarze Steine und die dunklen Varianten von Braun, Rot und/oder Grau zusammenkommen, muss ganz genau hingeschaut werden.

Nicht zu unterschätzen ist außerdem der Platz, den das Set braucht. Immerhin beträgt die Grundfläche des Modells 38,5 cm × 25,6 cm. Mit dem zusätzlichen Spielraum zum Drehen des Modells, sowie Platz für Anleitung und Steine, brauche ich meinen gesamten Schreibtisch, um das Modell wachsen zu lassen. Für den späteren Stellplatz im Regal braucht der Bahnhof mit einer finalen Höhe von 47 cm auch ordentlich Platz nach oben.

Details ohne Ende

Sowohl an der Fassade als auch im Inneren strotzt die Bahnhofshalle nur so vor Details. Das Modell wirkt dadurch schon fast mehr wie eine Miniatur als ein klassisches Klemmbaustein-Set.

Damit all die Details nach dem Bau nicht einfach im Inneren verschwinden, lassen sich die Räume über Klappen an der Rückseite bequem bespielen. Die beiden Läden im mittleren Gebäudeteil können sogar komplett herausgenommen und gedreht werden.

Turm und Halle Im Turm ist ein kleines Museum, in der Eingangshalle steht unter anderem ein Klavier.

Promenade Frontalansicht auf den Promenanden-Teil und Blick von hinten in die Läden.

Mein persönliches Highlight: Im Uhrturm versteckt sich ein kleines Museum mit einer niedlichen Modell-Lokomotive, bei der ich eine Eistüte als Rauch verbauen durfte.

Bei all der Liebe zum Detail ist es schon fast ein kleiner Frevel, dass die Designer*innen an einer Stelle etwas geschlafen haben: Das beiliegende Schienen-Wartungsfahrzeug verfügt zwar über einen Sitzplatz samt Lenkrad, eine Minifigur passt aber schlichtweg nicht hinein, weil das Dach zu tief sitzt. Ein kleiner, amüsanter Fauxpas im sonst so durchdachten Design.

Da passt es aber perfekt, dass ich im Bahnhof nun endlich genügend Spots habe, um die enthaltenen Minifiguren zu platzieren. In älteren Modellen von Lumibricks war nämlich häufig so viel gefliest, dass kaum eine freie Noppe für die Bewohnerinnen zu finden war.

Die Beleuchtung als Kirsche auf der Torte

Wie von Lumibricks gewohnt, ist das Licht-Set nicht nur eine nette Zugabe, sondern die sprichwörtliche Kirsche auf der Torte. Die insgesamt 20 LEDs veredeln Deckenlampen, einen prunkvollen Kronleuchter und sogar eine funktionierende Ampel, die sich per Schalter von Grün auf Rot knipsen lässt.

Das wertet das Modell nicht nur optisch enorm auf, sondern verwandelt den Bahnhof abends in die perfekte, unaufdringliche Regalbeleuchtung. Genau diese Licht-Integration setzt Lumibricks meilenweit von der Konkurrenz ab.

Ein kleines Manko ist mir dabei allerdings zum wiederholten Mal aufgefallen: Sind LEDs in kleinen 1er-Rundsteinen verbaut – wie hier bei der Ampel –, halten diese Steine manchmal nicht richtig fest. Die Noppe des darunterliegenden Steins hat schlicht nicht mehr genug Platz im Inneren. Das ist zwar kein Beinbruch, aber ein Punkt, an dem Lumibricks noch etwas feilen kann.

Tag Nacht Tag Nacht

Die Sets sehen bei Tag schon sehr hübsch aus, am Abend eigenen sie sich aber auch sehr gut als Raum-Beleuchtung.

Ein nahezu perfektes Gesamtpaket

Unterm Strich habe ich an der „Train Station“ wirklich kaum etwas auszusetzen. Die verbauten GoBricks-Steine bieten eine gewohnt hervorragende Klemmkraft und Farbgenauigkeit – Qualität auf Augenhöhe mit dem dänischen Marktführer. Einzige klitzekleine Ausnahme: Die Steine wirken etwas anfälliger für Mikrokratzer, was im fertigen Modell aber nicht auffällt.

Gemessen am gigantischen Gesamtpaket fallen die wenigen Kritikpunkte schlicht nicht ins Gewicht. Bei einem Preis von knapp 205 Euro bietet das Set mit seinen über 4.300 Teilen, satten 75 Drucken (keine Sticker!) und der fantastischen Beleuchtung ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ich freue mich jedenfalls schon wie Bolle auf das nächste Set und habe da bereits ein, zwei oder auch zehn Ideen.

Wie findet ihr das Set? Habt ihr auch schon Modelle von Lumibricks gebaut, und wenn ja: Wie haben sie euch gefallen? Schreibt es gerne in die Kommentare!


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