PlayStation 3 - Kopierschutz - DRM-Check und Seriennummern geplant?

Werden in Zukunft PlayStation 3-Spiel per Online-Aktivierung auf ihre Echtheit geprüft? Hacker wollen Hintertür in neuester Firmware entdeckt haben.

von Daniel Feith,
08.02.2011 11:19 Uhr

PlayStation 3PlayStation 3

Mit dem PSN-Spiel Bionic Commando Rearmed 2 hat Sony die Tür zu einem zukünftigen digitalen Kopierschutz wieder ein Stück weit geöffnet. Um den Download-Titel spielen zu können, müssen die Spieler im PlayStation Network eingeloggt sein - und das obwohl BC: Rearmed 2 keinen Online-Modus enthält.

Wie Heise berichtet, hat der Hacker Mathieulh in der neuen Firmware 3.56 der PlayStation 3 eine Hintertür aufgespürt, mit der Sony für die User unbemerkt Codes aus dem PlayStation Network ausführen kann. Dass die neue Firmware Piraterie eindämmen soll, ist kein Geheimnis. Möglich also, dass Sony mittelfristig DRM-Systeme, wie auf dem PC inzwischen üblich (z.B. der berüchtigte Ubisoft Game Launcher), nutzen will um Raubkopien zu verhindern.

Die holländische Seite PS3-Sense will von einer Quelle erfahren haben, Sony plane außerdem ein Seriennummern-System, mit dem Spiele nach dem Kauf freigeschaltet werden müssen.

So oder so: Seit die PlayStation 3-Software geknackt ist, ist es nur logisch, dass Sony Mittel und Wege auslotet, dem drohenden Piraterie-Fiasko Herr zu werden. Das ist ihr gutes Recht. Den ehrlichen Kunden dürfte dies natürlich nicht gefallen.

Wir haben bei Sony um eine Stellungnahme gebeten. Der Konzern möchte aber Themen, die die Systemsicherheit der Konsole betreffen nicht kommentieren.

» Mehr zum Thema PlayStation-Hack in unserem Report


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