Schon seit Jahren ist es ein umstrittener Punkt in der PS5-Community: Das Gefühl, dass es schlicht zu wenige große Blockbuster-Exclusives gibt. Ein paar Titel sind natürlich trotzdem dabei, denken wir einmal an Marvel's Spider-Man 2, Astro Bot oder Ghost of Yotei.
Die Liste wirkt aber noch ganz schön kurz dafür, dass die Konsole inzwischen schon näher an ihrem sechsten als ihrem fünften Geburtstag ist.
Besonders, wenn wir sie mit der PS4-Ära vergleichen, die von Titeln wie The Last of Us Part 2, Bloodborne, God of War, Uncharted 4 oder Horizon Zero Dawn geprägt war, um nur einige wenige zu nennen.
Und apropos Horizon: Die jüngste Meldung zum Franchise zeigt mal wieder, dass das Problem dahinter uns auch noch jahrelang begleiten dürfte.
GaaS will nicht laufen und Singleplayer-Titel sind noch Jahre weg
Erst vor ein paar Tagen flatterte nämlich die Meldung rein, dass das nächste Spiel von Guerrilla komplett umgekrempelt werden muss. Konkret geht’s dabei um Horizon Hunters Gathering, das eigentlich ein Live-Service-Spiel werden sollte.
Die Reaktionen von Playtestern waren aber anscheinend so negativ, dass eben dieser Live-Service-Aspekt komplett gestrichen und das Spiel grundlegend überarbeitet wird.
Was vermutlich auch bedeutet, dass die Entwicklungszeit noch länger ausfallen wird – zumindest falls der Titel nicht ganz eingestampft wird.
Besonders bitter für Fans wie mich, die Horizon Zero Dawn lieben, aber an einem Multiplayer-Titel zur Reihe von vornherein kaum Interesse hatten.
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Horizon Hunter's Gathering ist das erste Multiplayer-Spiel im Horizon-Universum
Denn wie Jason Schreier ebenfalls verraten hat, soll ein Großteil von Guerrilla Games die letzten Jahre am GaaS-Titel gearbeitet haben, wodurch der nächste Hauptableger der Reihe noch “weit, weit weg” ist.
Sollte Hunters Gathering eventuell wirklich eingestellt werden und der nächste Singleplayer-Teil dann erst in vielen Jahren kommen, dann war all die Zeit gefühlt für die Katz.
Und ich sitze mit meiner PS5 und ohne Horizon-Spiele da.
Horizon ist kein Einzelfall
Damit aber noch nicht genug, denn Horizon scheint bei Weitem keine Ausnahme zu sein. Wie Schreier nämlich weiter in einem kürzlichen Video erklärt hat, sah die Situation bei Naughty Dog ähnlich aus.
Auch hier wanderten ein Großteil der Ressourcen des Studios in die Entwicklung von The Last of Us Online, bevor es 2023 den Stecker zog und den Fokus stattdessen auf Intergalactic gelegt hat.
All das steht exemplarisch für die nun schon seit einigen Jahren laufende Live-Service-Strategie von Sony, die einfach keine Erfolge (Helldivers 2 einmal ausgenommen!) hervorbringen will. Ich kann mich selbst fast schon nicht mehr darüber seufzen hören.
Das Desaster von Concord, die schmerzhafte Schließung von Bluepoint, die mäßigen Spielerzahlen von Marathon und jetzt auch Horizon Hunters Gathering – hier haben Studios einen Haufen Ressourcen reingesteckt oder gar verschwendet. Und andere Projekte lagen auf der langen Bank.
Am Ende ist niemand glücklich damit und ich drehe Däumchen und warte darauf, dass ein neues Singleplayer-Spiel von Naughty Dog oder Guerrilla Games endlich mal irgendwann erscheint. Immerhin: Wenigstens ein neuer God of War-Ableger erwartet uns im nächsten Jahr. Und der darf dann sogar Singleplayer sein.
Wie ist euer Gefühl dabei? Kommt die PS5 vor ihrem Ende noch etwas mehr ins Rollen oder können wir gleich bis zur PS6 warten?
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