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Adventskalender 2019

Retrokonsolen 2019 - SNES Mini, PS Classic, Mega Drive Mini und mehr im Vergleich

Vom NES Classic Mini über den Mega Drive Mini bis zur PS Classic: Welche Retrokonsolen machen Spaß und welche taugen nur als Staubfänger?

von Benjamin Herbst,
28.09.2019 20:00 Uhr

Der Retrokonsolenmarkt ist bereits recht voll, aber es kommen noch mehr. Der Retrokonsolenmarkt ist bereits recht voll, aber es kommen noch mehr.

Schon jetzt gibt es von den meisten Spieleplattformen, mit denen Spieler nostalgische Kindheitserinnerungen verknüpfen, Neuauflagen im Miniaturformat. Dennoch vermehren die Retrokonsolen sich stetig weiter. Höchste Zeit, dass wir die Wichtigsten in einem Artikel zusammenfassen und erklären, welche etwas taugen und von welchen man besser die Finger lässt.

* Diese Kaufberatung ist nicht von einem Werbepartner in Auftrag gegeben, sondern eine Liste mit Empfehlungen. Die hier aufgeführten Angebote sind aber mit sogenannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr GamePro: Ohne Auswirkung auf den Preis erhalten wir vom Anbieter eine kleine Provision. Habt ihr Vorschläge für Artikel, die wir aufnehmen sollten? Schreibt sie gerne in die Kommentare.

Neu: Sega Mega Drive Mini

Sega Mega Drive Mini Zweiter Versuch, diesmal von Sega selbst: Der Sega Mega Drive Mini.

Erscheinungstermin: 4. Oktober 2019

Pro:

  • 42 Spiele
  • gute, vielfältige Auswahl an Titeln
  • originalgetreues Design
  • verschiedene Displayoptionen und Filter

Contra:

  • nur 3-Button-Controller mitgeliefert

Spiele-Highlights: Sonic, Castlevania Bloodlines, Altered Beast, Street Fighter 2, Earthworm Jim

Preis: ca. 73€

Sega Mega Drive Mini bei Amazon*

Er hat sich ein wenig verspätet, aber am 4. Oktober wird es der Sega Mega Drive Mini endlich in die deutschen Händlerregale schaffen. Im Gegensatz zum Mega Drive Flashback, der vom Dritthersteller ATGames stammt, ist Sega selbst für den Mini verantwortlich.

Klasse statt Masse: Der Sega Mega Drive Mini kommt mit 42 vorinstallierten Spielen, immerhin doppelt so viele wie der SNES Classic bietet, aber eben nur rund halb so viele wie beim Mega Drive Flashback. Allerdings handelt es sich nur bei der Hälfte der Spiele auf dem Flashback tatsächlich um Sega-Klassiker, der Rest ist billig produziertes Füllmaterial.

Große Vielfalt: Vergleicht man nur die Klassiker, fällt auf, dass auf dem Mini meist nur ein einziger Teil einer Reihe enthalten ist. So repräsentieren beispielsweise Streets of Rage 2 und Phantasy Star 4 die gesamte Serie. Beim Flashback hingegen findet man oft mehrere Teile, was schön für Fans der betreffenden Serie ist. Der Mini bietet dafür aber eine deutlich vielfältigere Auswahl und enthält Titel wie Earthworm Jim oder Castlevania Bloodlines, die beim Flashback fehlen.

Halbe Portion: Während es sich beim Flashback um eine Nachbildung in Originalgröße mit funktionierendem Modulschacht handelt, ist der Mini nur etwa halb so groß wie das Original. Der Modulschacht ist hier nur Zierde. Das mag auf den ersten Blick ein Minuspunkt sein, allerdings haben Originalmodule auch beim Flashback häufig nicht richtig funktioniert. Der Nachteil hält sich also in Grenzen.

Sega Mega Drive Mini im Test

Solide Emulation: Während man beim Flashback je nach Version auf größere und kleinere Schwierigkeiten stoßen kann, sind die Spiele beim Mini solide emuliert und laufen stabil. Es existiert zwar ein kleiner Input Lag, dieser dürfte aber nur Enthusiasten auffallen. Dasselbe Problem existiert übrigens auch beim SNES Classic und anderen Retro-Konsolen. Wen es dort nicht gestört hat, der wird auch hier damit leben können.

2 Controller, 3 Buttons: Der Sega Mega Drive Mini wird mit zwei Controllern ausgeliefert. Dabei handelt es sich aber um Nachbildungen der zum Release des Mega Drive erschienenen Controller mit nur drei Buttons. Wer ein Modell mit sechs Buttons will, wovon einige der Spiele enorm profitieren, muss es sich für ca. 20€ nachkaufen*. Eine schwache Leistung.

Das Übliche: Ansonsten verfügt der Mega Drive Mini über die üblichen Kleinigkeiten, die man auch bei der Konkurrenz findet, wie die Speicherfunktion, verschiedene Displayoptionen und Filter, die mal mehr, mal weniger gut aussehen. Die Menüs sind übersichtlich und funktionieren gut, gewinnen aber keinen Schönheitspreis. Auch das hat der Mega Drive Mini mit den meisten anderen Retrokonsolen gemein.

Fazit: Der Sega Mega Drive Mini bewegt sich technisch mindestens auf dem Niveau des SNES Classic und bietet die größere Spieleauswahl. Dem Mega Drive Flashback ist er trotz des nicht funktionierenden Modulschachts schon aufgrund der zuverlässigeren Emulation überlegen und noch dazu günstiger. Dass man sich Controller mit sechs Buttons separat kaufen muss, ist allerdings ein dicker Minuspunkt.

Sega Mega Drive Mini bei Amazon*

NES Classic Mini

NES Classic Mini Macht viel Spaß, sobald man sich ein Verlängerungskabel besorgt hat: Der NES Classic Mini.

Pro:

  • viele Klassiker
  • Speicherfunktion
  • präziser Controller
  • originalgetreues Design
  • verschiedene Displayoptionen

Contra:

  • viel zu kurzes Controllerkabel
  • nur ein Controller mitgeliefert

Spiele-Highlights: Super Mario Bros. 1-3, The Legend of Zelda, Castlevania, Metroid

Preis: ca. 70€

NES Classic Mini bei Amazon*

Originalgetreue Miniatur: Optisch ist der NES Classic Mini genau das, was Nostalgiker sich erhoffen. Er sieht oberflächlich dem ursprünglichen Nintendo Entertainment System zum Verwechseln ähnlich, ist aber viel kleiner und leichter und wirkt daher geradezu winzig neben dem Controller, der Originalgröße hat.

Unter Kontrolle: Das eckige Design des NES-Controllers entspricht natürlich nicht den heutigen Vorstellungen von Ergonomie, aber abgesehen davon gibt es wenig zu meckern. Die Steuerung funktioniert mindestens so präzise wie beim Original. Anders als beim SNES Classic liegt aber nur ein Controller bei. Wer lokalen Multiplayer will, muss sich den zweiten dazukaufen.

An der kurzen Leine: Eine Frechheit ist zudem das nicht mal 80 Zentimeter lange Kabel des Controllers. Zum Vergleich: Beim Original war dieses über zwei Meter lang! Wer gemütlich auf der Couch spielen will, kommt um den Einsatz eines Verlängerungskabels kaum herum.

NES Classic Mini im Test

Gute Auswahl mit kleinen Lücken: Die Auswahl der Spiele ist mit 30 Titeln nicht riesig, aber hochkarätig. Ein paar Klassiker wie Battletoads fehlen zwar, aber Spiele wie Super Mario Bros., Castlevania oder Metroid entschädigen dafür reichlich und machen auch heute noch Spaß. Trotzdem ist das Line-up des SNES insgesamt etwas besser, auch wenn dieser nur 21 Titel bietet.

Fehlerfrei: Technisch werden sämtliche Spiele fehlerfrei emuliert. Man kann sogar zwischen verschiedenen Displaymodi wählen und das Flimmern damaliger Röhrenbildschirme simulieren lassen. Eine wertvolle Verbesserung sind die vier Speicherstände, die nun für jeden der Titel zur Verfügung stehen.

Fazit: Bei der Kabellänge und dem fehlenden zweiten Controller war Nintendo zu geizig, aber davon abgesehen bekommt man hier eine sehr gute Retro-Konsole und viele Klassiker, mit denen nicht nur Nostalgiker, sondern auch Neulinge ihre Freude haben können.

NES Classic Mini bei Amazon*

Fehlende Stromstecker: Die meisten Retrokonsolen werden nur mit einem HDMI- und einem USB-Kabel geliefert, verfügen aber nicht über einen Adapter für die Steckdose. Falls ihr noch keinen solchen Adapter für USB-Kabel habt, raten wir euch, euch einen zuzulegen, denn die Stromversorgung per USB-Port funktioniert zumeist eher schlecht als recht.

SNES Classic Mini

SNES Classic Mini Die vielleicht beste Retrokonsole, derzeit aber unverschämt teuer: Der SNES Classic Mini.

Pro:

  • viele noch heute großartige Spiele
  • gute Controller
  • originalgetreues Design
  • Rückspul- und Speicherfunktion
  • verschiedene Displayoptionen

Contra:

  • vergleichsweise kleine Spieleauswahl (21 Titel)
  • hoher Preis und schlechte Verfügbarkeit

Spiele-Highlights: Super Mario World, Earthbound, Street Fighter 2 Turbo, Star Fox 2

Preis: aktuell ca. 130€

SNES Classic Mini bei Amazon*

Gutes Design: Wie der NES Classic Mini ist auch sein Nachfolger eine getreue Miniatur des Originals, wobei sich die europäische Version auch am europäischen Vorbild orientiert. Nordamerika bekommt sein eigenes Modell. Angenehm im Vergleich zu vielen anderen Retro-Konsolen fällt das Design der Controller auf, die auch heute noch gut in der Hand liegen.

Fehler ausgebügelt: Bei zwei Schwachpunkten des NES Classic Mini hat Nintendo nachgebessert. Erstens werden nun gleich zwei Controller mitgeliefert, sodass man ohne Umstände im lokalen Multiplayer zocken kann. Außerdem ist das Kabel mit 140 cm jetzt etwas großzügiger. Ein bisschen kurz für die Entfernung zwischen Couch und TV ist das aber noch immer.

Kleine Auswahl, große Spiele: Die Auswahl fällt mit 21 Spielen kleiner aus als bei vielen anderen Retro-Konsolen, aber dafür ist die Qualität desto höher. Hier finden sich viele zeitlose Klassiker, die man auch heute noch jedem wärmstens empfehlen kann. Noch dazu ist das Verhältnis der Genres recht ausgewogen: Von Jump&Runs über Fighting Games und Shooter bishin zu RPGs ist alles vertreten. Außerdem gibt es mit Star Fox 2 ein bisher unveröffentlichtes Spiel.

SNES Classic Mini im Test

Komfortfunktionen: Wie schon beim NES Classic Mini gibt es eine Speicherfunktion sowie verschiedene Displayoptionen und Filter. Neu hinzugekommen und sehr praktisch ist die Rückspulfunktion, die uns bis zu 45 Sekunden zurückreisen lässt, wenn wir etwas verbockt haben.

Explodierende Preise: Die ca. 80€, die der SNES Classic Mini zeitweise gekostet hat, sind ohnehin schon nicht gerade günstig, aber vertretbar angesichts der Qualität. Inzwischen sind die Preise jedoch in die Höhe geschossen. Händler verlangen aktuell zwischen 110 und 140 Euro für die Retro-Konsole. Für die nicht sehr kostspielige Hardware und 21 sehr alte Spiele ist das eine Menge Geld.

Fazit: Ein paar Spiele mehr hätte Nintendo schon mitliefern dürfen, aber die enthaltenen Titel, deren technische Umsetzung und die Verarbeitung der Hardware sind von hoher Qualität. Der SNES Classic Mini ist damit vermutlich die beste Retrokonsole auf dem Markt. Wäre schön, wenn Nintendo genug davon produzieren würde, damit man sie zu einem akzeptablen Preis bekommen kann.

SNES Classic Mini bei Amazon*

PlayStation Classic

PS Classic Äußerlich hübsch, innerlich verkorkst: Die PlayStation Classic.

Pro:

  • sieht oberflächlich gut aus
  • in Sales manchmal sehr günstig

Contra:

  • fragwürdige Spieleauswahl
  • schwache Emulation
  • fehlende Features wie Vibration

Spiele-Highlights: Resident Evil, Metal Gear Solid, Final Fantasy 7

Preis: ca. 40€

PlayStation Classic bei Amazon*

Hübsch anzusehen: Rein optisch ist die PlayStation Classic ein voller Erfolg. Sie sieht genauso aus wie das Original, nur eben kleiner. Sammler, die sie sich ohnehin nur in den Schrank stellen wollen, können deshalb beruhigt zugreifen. Alle anderen sollten sich das nochmal überlegen.

Mäßige Auswahl: Die PlayStation Classic hat durchaus ein paar Klassiker zu bieten, z.B. Metal Gear Solid, Resident Evil, Final Fantasy 7 oder Tekken 3. In der mit 20 Titeln nicht gerade riesigen Auswahl finden sich aber auch schwache Spiele wie Cool Boarders 2, während Hits wie Tomb Raider fehlen. Sony war offenbar nicht gewillt, die nötigen Lizenzen zu besorgen.

Schlecht umgesetzt: Das Problem sind aber weniger die Spiele an sich, als vielmehr ihre Umsetzung für die Retro-Konsole. Sony verwendet hierzu nämlich einen nur leicht angepassten Open-Source-Emulator. Der funktioniert zwar im Wesentlichen, bietet aber keinerlei zusätzliche Features, Grafikoptionen oder Ähnliches. Man hätte schon erwarten können, dass ein kommerzielles Produkt sich etwas mehr Mühe gibt.

PlayStation Classic im Test

Fehlende Analogsticks: Die Controller der PS Classic sind den ursprünglichen Controllern der PS1 nachempfunden und verfügen dementsprechend weder über Analogsticks noch über eine Vibrationsfunktion. Das Problem: Einige der vorinstallierten Spiele haben Features, für die man den ein paar Jahre später veröffentlichten DualShock bräuchte. Somit hat man auf der PS Classic oft ein schlechteres Spielerlebnis als mit dem Original.

Preisachterbahn: Dass die PlayStation Classic die Erwartungen nicht erfüllen kann und der ursprüngliche Preis von 100€ eine Frechheit ist, hat sich schnell herumgesprochen. Sie verkaufte sich schlecht, die Preise halbierten sich. Derzeit gibt es die Retrokonsole sogar schon für ca. 40€. Ob man zu diesem Preis mit den zahlreichen Mängeln leben kann, muss jeder selbst entscheiden.

Fazit: Einige Spiele der ersten PlayStation sind ohnehin schon schlecht gealtert, aber die PlayStation Classic zeichnet durch die fragwürdige Auswahl, den schwachen Emulator und die fehlenden Features ein viel schlechteres Bild dieser Generation, als sie verdient hat. Ob die PS Classic die schlechteste Retrokonsole ist, darüber kann man streiten, aber sie ist zumindest die enttäuschendste.

PlayStation Classic bei Amazon*

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