In The Blood of Dawnwalker hätte ich fast bei einem Boss einen großen Fehler gemacht – und bin jetzt froh, dass ich mich anders entschieden habe

Das Rollenspiel von Ex-Witcher Entwicklern lässt uns bei Quests viele Freiheiten. Samara ist froh, dass sie beim ersten Durchlauf eine Handlung wieder rückgängig gemacht hat.

Die Freiheit im Rollenspiel wäre Samara fast zum Verhängnis geworden. Die Freiheit im Rollenspiel wäre Samara fast zum Verhängnis geworden.

The Blood of Dawnwalker wirft mich nach dem Prolog einfach in die offene Welt raus und lässt mich in Sachen Quests machen, was ich will. Ich kann mich erst mal kleinen Geschichten im Startgebiet annehmen, einen Ausflug in die große Stadt Svartrau machen oder auch einfach auf alles pfeifen und den Obervampir herausfordern, wenn ich frech genug bin.

Aber auch den anderen großen Bosse, also Brencis' "Vrakhiri"-Untergebenen (so heißen die Blutsauger im Spiel), kann ich an unterschiedlichen Punkten angehen. Einen dieser Obermoppel hätte ich fast schon zu früh besiegt und dadurch eine grandiose Quest verpasst.

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Tötet diese Blutsaugerin auf keinen Fall in Svartrau – Das Warten lohnt sich!

Mit Brencis' drei Untergebenen funktioniert das folgendermaßen: Ambrus, Bakir und Xanthe haben jeweils eine eigene Wut-Leiste. Je mehr Quests und Aufgaben ich annehme, die ihnen gegen den Strich gehen, desto mehr füllt sie sich. Wenn sie schließlich komplett angepisst sind, treten sie oder Menschen, die mit ihnen zu tun haben, mit Coen in Kontakt.

Es folgen Storymissionen, die in der finalen Gegenüberstellung gipfeln. Xanthe habe ich allerdings schon in Svartrau getroffen, als sie noch ganz entspannt war. Während ich nachts im Gebälk der Kathedrale rumgeturnt bin, um für eine andere Aufgabe Fresken anzuschauen, hat sie den Altarraum unter mir besucht.

Samara Summer
Samara Summer

Samara zockt seit über 20 Jahren Rollenspiele und hat auch für GamePro schon viele Genre-Titel genauestens unter die Lupe genommen. Zuletzt hat sie The Blood of Dawnwalker getestet, im letzten Jahr Kingdom Come: Deliverance 2. Auch über Clair Obscur hat sie ausgiebig berichtet.

Es kam, wie es kommen musste: Ich habe mich beim Umschauen etwas dumm angestellt und bin der unheimlichen Vampir-Lady direkt vor die Füße gefallen. Bei der Gelegenheit hat sie mich einfach direkt zum Kampf gefordert.

In dem Moment wollte ich natürlich wissen, ob ich sie schon derart verfrüht bezwingen kann. Das Duell war ziemlich happig, am Ende konnte ich sie aber besiegen und war erst mal zufrieden mit mir.

Dann kamen mir aber doch Zweifel, weil ich ja eigentlich sehen wollte, was passiert, wenn ich Xanthe weiter reize. Also habe ich einen alten Spielstand geladen und mich diesmal nicht in der Kirche erwischen lassen. Es war tatsächlich das einzige Mal, dass ich beim ersten Playthrough eine Entscheidung revidiert habe.

Und ich kann euch nur sagen: Das hat sich ausgezahlt! Die Quest von Xanthe – und übrigens auch die von ihrem Kollegen Ambrus – gehören zu meinen liebsten im ganzen Spiel. Gerade falls ihr auf Grusel-Villen und moralische Konflikte steht, solltet ihr euch Xanthes Boss-Mission nicht entgehen lassen. Lasst sie in der Kathedrale also lieber in Ruhe.

Dass mir das Spiel derlei Freiheiten lässt, finde ich aber trotzdem großartig, gerade für weitere Spieldurchläufe. Wenn ich keine Lust habe, die Vampir-Quests noch mal zu spielen, weil ich sie bereits kenne, kann ich sie auch einfach auslassen und ins Finale ziehen, sobald ich mich stark genug fühle. Bei meinem ersten Durchlauf war ich aber sehr froh, noch mal neu geladen und Xanthes Geschichte erfahren zu haben.

Habt ihr Brencis' drei Untergebene schon herausgefordert? Und wie haben euch ihre Quests gefallen?


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