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Seite 2: Tom Clancy's EndWar im Test - Review für Xbox 360 und PlayStation 3

Stille Post?

EndWar hebt sich von der herkömmlichen Strategiekost in zwei Punkten ab: Inszenierung und Steuerung. Wo andere Genre-Vertreter auf eine »Von oben«-Ansicht und eine frei bewegbare Kamera setzen, führt euch Endwar deutlich näher ans Geschehen ran. Die Perspektive ist immer an eine bestimmte Einheit gebunden, ihr müsst aktiv zu einer anderen Truppe schalten, um den Blickwinkel zu ändern. Die Linse lässt sich drehen und leicht bewegen, ihr seid aber mehr oder weniger an die Sichtweise der Luft- oder Bodeneinheit gekettet. Das hat folgenden Vorteil: Zum einen erlebt ihr Kämpfe deutlich intensiver (weil näher), zum anderen fällt dadurch der altbackene Kriegsnebel weg, der bei anderen Spielen über unerforschte Teile der Karte gelegt wird. Was eure Einheiten sehen, seht auch ihr -- oder eben nicht. Denn hinter Hügeln und Häusern kann sich der Feind jederzeit auf einen Angriff vorbereiten. Das verleiht Tom Clancy’s Endwar mehr Spannung, kann aber auch recht hektisch werden, wenn ihr eure Augen nicht überall gleichzeitig habt. Zum Glück befindet sich im rechten oberen Eck eine Karte, die rot blinkt, wenn irgendwo ein Angriff stattfindet.

Strategiespiele auf Konsole leiden häufig unter einer überladenen, unübersichtlichen Steuerung. Endwar geht da einen komplett anderen Weg: Auch wenn sich das Taktik-Scharmützel mit Pad dirigieren lässt -- richtig cool wird es erst mit der Spracheingabe! Habt ihr ein Headset angeschlossen, »öffnet« ihr mit der rechten Schultertaste den Funkkanal. Dann könnt ihr über das Mikro die Befehle an die Einheiten bellen. Die Funksprüche folgen einer festen Logik: Wer, was, wo. Wenn zum Beispiel Einheit drei den Stützpunkt Bravo einnehmen soll, lautet der Spruch: »Einheit drei einnehmen Bravo«. Wollt ihr eure gesamten Einheiten auf einen Feind lenken, blast ihr mit »Alle Einheiten angreifen Feind zwei« zur Attacke. Nach dieser Reihenfolge könnt ihr zwar auch per Drop-down-Menü und Knopfdruck vorgehen, das braucht ihr aber nicht -- die Spracherkennung klappt hervorragend, nur selten beschwert sich eine Computerstimme, dass ihr Unsinn von euch gebt. Im Test hatte das Spiel nur mit dem Unterscheiden von »Zwei« und »Drei« manchmal Schwierigkeiten. Das bekommt ihr aber durch deutliche Aussprache in den Griff.

Dramatik und Krieg

Wenn man Tom Clancy’s EndWar einen Vorwurf machen will, dann die der relativ flachen taktischen Möglichkeiten. Bis auf Kampf und Aufrüstung gibt es nicht viel zu entdecken. Auf der anderen Seite liefert das Spiel dadurch einen schön eingängigen Einstieg in Konsolenstrategie. Wenn Einheiten aufeinander treffen, fliegen richtig die Fetzen -- ihr seid mit eurer Couch-Kommandozentrale mittendrin und gebt die Befehle. Und das wird im Verlauf des Spiels richtig anspruchsvoll: Ihr müsst wirklich die Karte lesen, eure Truppen im Griff haben und die richtigen Entscheidungen treffen, um nicht vom Feind blitzschnell in die Flucht geschlagen zu werden. So spielt sich Endwar fast schon wie ein indirektes Actionspiel, das ihr von leicht erhöhter Position aus beobachtet.

Durch die »nahe« Perspektive wird Spielgeschehen auch sehr gut in Szene gesetzt: Fußsoldaten werfen sich hinter jede erdenkliche Deckung, Panzer werden vom Beschuss spektakulär in Stücke gerissen. Bei dieser Detail- und Effektflut fällt es auch weniger ins Gewicht, dass sich mancher Baum ins Bild mogelt oder einzelne Texturen zu spät eingeladen werden. Auch beim Sound verdient Ubisoft Shanghai Lob: Angefangen von der fantastischen deutschen Sprachausgabe bis hin zur druckvollen Abmischung und der treibenden Musik gibt es nichts auszusetzen.

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