Zelda: Ocarina of Time ist laut Metacritic das beste Spiel des Jahres, aber das Original hat weiterhin die Nase vorn

Das Original hat es sich seit langer Zeit auf Platz 1 gemütlich gemacht. Das Remake kratzt ein wenig am Thron, aber mehr auch nicht.

Link hats mal wieder geschafft. Link hat's mal wieder geschafft.

Das Remake von Zelda: Ocarina of Time ist erschienen und bringt damit einen der beliebtesten Klassiker aller Zeiten zurück und auf die Switch 2. Insgesamt kommt die Neuauflage extrem gut an und sammelt weltweit Topwertungen, aber das Original ist trotzdem noch ein gutes Stück entfernt.

Aktuell (5. November) hat Ocarina of Time Remake einen Metascore von beeindruckenden 96 Prozent, basierend auf 84 Wertungen. Auf der Website Open Critic sieht es mit durchschnittlich 95 Prozent ähnlich aus.

Die absolute Krone des "Besten Spiels aller Zeiten" behält die N64-Version mit fast unschlagbaren 99 Punkten damit erstmal für sich. Aber trotzdem hat sich Nintendos Exklusivtitel die Bezeichnung als “Bestes Spiel des Jahres” redlich verdient – zumindest vorerst (via Metacritic).

Video starten 18:54 The Legend of Zelda: Ocarina of Time - Kann man ein Meisterwerk noch besser machen?

Normalerweise wäre die Sache jetzt wohl auch geritzt, aber in diesem Herbst erscheint zusätzlich auch noch GTA 6. Gemessen an den bisherigen Vorschusslorbeeren hat Rockstars Open World-Epos vermutlich ebenfalls gute Chancen auf eine ähnliche hohe Durchschnittswertung, wenn nicht sogar etwas mehr.

Internationale Wertungen im Überblick

MagazinWertung
GamePro (zu unserem Test)92 / 100
GameStar92 / 100
4Players10 / 10
IGN9 / 10
Eurogamer5 / 5
COGconnected90 / 100
GameSpot9 / 10
Game Informer9,25 / 10
Forbes9 / 10
Nintendo Life9 / 10
The Guardian5 / 5

Was wird gelobt?

Bei so starken Wertungen stehen die positiven Seiten des Remakes natürlich klar im Vordergrund. Im Wesentlichen scheinen sich alle einig zu sein, dass Nintendo die Magie des Originals treffend eingefangen und in moderne Zeiten übersetzt hat.

Neben dem neuen Grafikstil, der weitestgehend als sehr schön empfunden wird, sorgt auch der neu aufgenommene Soundtrack für viele nostalgische Gefühle in etlichen Reviews.

Darüber hinaus sind die Stärken der Vorlage eben nach wie vor wichtige Pluspunkte: Das kreative Dungeon-Design, abwechslungsreiches Gameplay und die märchenhafte Stimmung bleiben selbst 28 Jahre später bemerkenswert.

Es wird auch deutlich, dass der Nostalgie-Faktor in vielen Reviews die Wertungen spürbar nach oben treibt. Kyle Hilliard von Game Informer schreibt etwa im Fazit:

“Dieses Spiel 28 Jahre später wieder zu erleben und wertschätzen zu können, wie viel Mühe hineingeflossen ist, um die originale Vision zu erhalten und zu verbessern, war die ultimative Überraschung: Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es mich so sehr bewegt.”

Auch Keza MacDonald schreibt bei The Guardian:

“Ich kann hier keinerlei Objektivität vorgaukeln. Es war eines der wichtigsten Spiele meiner Kindheit und auch meines Lebens. (...) Ich kann es nicht spielen, ohne von Nostalgie beeinflusst zu sein und, genau wie Link, habe ich mich beim Spielen oft wie ein Kind gefühlt.”

Überraschend ist das nicht, immerhin dürften viele Tester*innen bei den einschlägigen Webseiten mittlerweile im idealen Alter sein, um das Original auf dem N64 im Kindesalter kennengelernt zu haben. Und da kickt die Nostalgie natürlich nochmal extra!

Was wird kritisiert?

Ganz ohne Kritik kommt Ocarina of Time auf der Switch 2 natürlich trotzdem nicht aus. Der offenbar größte davon betrifft ausgerechnet die vielleicht wichtigste Neuerung: die Grafik.

Die macht Hyrule nicht nur deutlich detailreicher, sondern verändert teilweise auch den optischen Stil. Vor allem bei den Gesichtern des jungen Link und anderen NPCs wirkt das Ergebnis für einige Augen befremdlich – allerdings konnten sich die meisten im Laufe der Zeit daran gewöhnen.

Gerrit Mank von 4Players kritisiert zudem, dass es zwar eine gelungene Vertonung in vielen Dialogen und Cutscenes gibt, aber eben nicht in allen. Keine Sorge übrigens, Link bleibt natürlich stumm.

Und auch, wenn das Remake im Wesentlichen sehr nah am Original bleibt, gibt es doch immer wieder kleine Änderungen, die nicht immer zum Besseren beitragen.

So kritisiert Logan Plan von IGN etwa, dass die Positionierung von wichtigen Schlüssel-Items in Dungeons teilweise so verändert wurden, dass sie leichter zu finden sind – was den Erkundungsdrang innerhalb der Level einschränken könne.

Es ist eben niemand perfekt, aber letztlich bleibt das grundsätzliche Fazit bestehen: Ocarina of Time kommt auch 28 Jahre später auf der Switch 2 verdammt gut an.

Was denkt ihr: Werdet ihr Ocarina of Time Remake spielen? Auf was freut ihr euch besonders – und welche Änderungen besorgen euch eher?


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