Ocarina of Time ist wieder da – und das ist gleich doppelt und dreifach was Besonderes. Denn das allererste 3D-Zelda gilt als eines der, laut Metacritic sogar als das beste Spiel aller Zeiten. Und das Remake will nun eben dieses Meisterwerk sogar noch toppen!
Gleichzeitig hat sich die The Legend of Zelda-Reihe mit Breath of the Wild und Tears of the Kingdom weit von der klassischen Formel entfernt. Statt linearer Welt und Dungeons gab’s zuletzt Open World und maximale Freiheit bei der Erkundung.
Hier prallen also so einige Welten aufeinander und ich kann euch direkt zu Beginn eines versprechen: Das hier ist ein fantastisches Remake mit großartigen kleinen Anpassungen! Warum ein im Kern 28 Jahre altes Spiel immer noch so gut funktioniert, wo die Neuauflage stolpert und für wen dieses Zelda etwas ist, das verrate ich euch im GamePro-Test!
Worum geht’s in Ocarina of Time?
In The Legend of Zelda: Ocarina of Time beginnt unsere Reise fast so wie im Original in Kokiri. Allerdings mit einem spürbaren Unterschied: Genau wie die jüngsten Ableger der Reihe ist das Remake in den Zwischensequenzen voll vertont. Deswegen kann ich Link beim Spielstart auch nicht mehr umbenennen, da ihn viele der hervorragend eingesprochenen Stimmen, wie die von Ganondorf, direkt ansprechen.
Doch an der Stelle gleich ein erster Kritikpunkt: Nintendo, lasst den Burschen doch endlich mal selbst reden. Gerade in den Cutscenes, in denen Figuren den Helden direkt ansprechen, wirkt es einfach nur noch merkwürdig, dass er gar nichts sagt. Gerade eine so eigene und mittlerweile so stark etablierte Figur gehört vertont.
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Copy: The Legend of Zelda: Ocarina of Time - Kann man ein Meisterwerk noch besser machen?
Die Vertonung gilt aber sowieso nur für große Sequenzen, ansonsten gibt’s Textboxen und Zelda-typische Laute.
Und auch die Geschichte selbst bleibt dem Original exakt treu. Nach wie vor soll Link nichts weniger als die Welt vor dem bösen Ganondorf retten. Euch erwartet hier eine lineare und märchenhafte Gut gegen Böse-Story. Das Remake inszeniert die nur deutlich schicker als das Original und erklärt hier und da die Lore auch ein bisschen besser, weil ausführlicher.
Und wo ich doch gerade schon bei der Handlung etwas mit dem Vergleichen angefangen habe, bleibe ich doch direkt mal beim Thema und beantworte euch die Frage:
Was genau für eine Art Remake ist das denn jetzt?
Also: Dieses Ocarina of Time ist schon wirklich extrem nahe am Original dran. Es inszeniert seine Geschichte etwas schicker, es kommt mit komplett neuer Optik und orchestralem Soundtrack daher, weswegen ich in den ersten Stunden ne Dauergänsehaut hatte.
Das Remake überarbeitet ein paar Kleinigkeiten, zu denen ich später noch komme. Aber unterm Strich ist das hier wirklich genau das gleiche Spiel wie 1998. Sogar so sehr, dass ihr die Unterschiede zum Original kaum bemerkt, wenn ihr nicht etwa wie ich vorher nochmal die N64-Version durchgespielt habt… und die 3DS-Version.
Links das Remake und auf der rechten Seite das mittlerweile 28 Jahre alte N64-Original.
Das Remake ist ein guter Startpunkt für wirklich alle Spieler. Egal, ob ihr Ocarina of Time noch von früher kennt, oder ob ihr nur davon gehört habt und den ollen Schinken aber jetzt nicht samt angestaubter Technik nachholen wollt. Das hier ist die perfekte Gelegenheit den Klassiker in neuem Gewand zu erleben!
So steht's um Optik und Technik auf der Switch 2
Stichwort Gewand: Die wohl größte Änderung ist wohl die Optik. Und da habe ich viele gute und ein paar, sagen wir mal, nicht ganz so gute Nachrichten. Zunächst einmal bleibt der Stil natürlich Geschmackssache und ich kann wirklich jeden verstehen, der mit manchen Designs nicht so zufrieden ist.
Ich muss aber ganz klar sagen, dass man sich super schnell an die neuen Modelle gewöhnt. Ja, manchmal habe ich immer noch das Gefühl, dass die super detaillierten Charaktere, wie beispielsweise die Kokiri, mit ihren extrem verspielten Klamotten und die Welt nicht einhundertprozentig zusammenpassen. Aber das ist tatsächlich eher die Ausnahme. Besonders cool: Nintendo ist auch vielen schrulligen Designs treu geblieben. Merkwürdige NPCs, wie etwa Boris der Friedhofswärter, und gruselige Monster sind nach wie vor mit an Bord.
Was mich bei der Technik viel mehr gestört hat, ist die fehlende Kantenglättung. Gerade an Haaren und Pflanzen scheitert die schicke Grafik immer wieder. Ist auch kein Beinbruch, hat mich aber wirklich mehrmals sehr abgelenkt. Und man kann auch nichts dagegen tun – irgendwelche Grafik-Einstellungen gibt’s nämlich leider nicht.
Dafür bleibt die Framerate konstant. Ich konnte es nicht exakt nachmessen, aber es sieht zumindest stark nach 60 Bildern pro Sekunde aus. Und hey: Wer will, kann sogar das HUD ausstellen und einfach so durch die hübsche Welt wandern
Ein unverwüstliches Spielprinzip
Die Grafik ist aber auch schon fast die größte Neuerung. Denn genau wie die Story bleibt auch beim eigentlichen Spielablauf alles beim Alten: Ich lande als Mini-Link in der Welt und los geht’s. Ich erkunde erst das Kokiri-Dorf, muss mich mal wieder von Mido ärgern lassen, sammele Schwert und Schild ein und stolpere in einen Dungeon. Da löse ich haufenweise Rätsel und baller am Ende einen Boss um!
Und das bleibt auch im Kern der Ablauf fürs gesamte restliche Spiel! Und das ist gut so. Das Spielprinzip hat nämlich auch im Jahr 2026 nichts von seiner Qualität und seinem Reiz verloren.
Denn im Kern kitzelt Ocarina of Time – genau so wie Breath of the Wild – meinen Entdeckerdrang. Überall ist jemand, überall glänzt etwas und ich kann mit allem interagieren. Nur verläuft das Remake dabei eben viel linearer. Ich hab immer ein ganz klares Ziel, später sogar mehrere gleichzeitig, und die muss ich dann erreichen. Wie genau, das muss ich selbst herausfinden.
Das ist etwas, was OoT bis heute unglaublich gut macht. Denn in diesem Spiel laufe ich nicht, wie es später in Twilight Princess und Co. zum Standard wurde, von Dungeon zu Dungeon und finde dort alles Nötige. In Ocarina of Time muss ich wirklich die Welt abseits der Rätselorte erkunden und erhalte viele notwendige Gegenstände auch über kleine Quests. Für den Wurfhaken muss ich etwa ein Wettrennen gegen einen Geis gewinnent. Sogar mein Pferd Epona gibt’s nur, wenn ich vorher eine entsprechende Missionsreihe absolviert habe.
Weil das Spiel seine Oberwelt viel stärker mit den Dungeons verbindet, habe ich hier auch nie das Gefühl, dass ich nur von einem Ort zum anderen renne. Nein, ich tauche richtig ein. Und weil ich nie lange an einem Ort bleibe, wird’s auch nie langweilig – vom Wald ins Gebirge zum See bis hin in die Wüste:
Ocarina of Time hat einfach einen unglaublich perfekten Abwechslungs-Rhtyhmus.
Es geht zwar auch immer wieder zurück zu alten Orten - aber dieses Backtracking fühlt sich wegen den beiden zentralen Mechaniken des Spiel nie repetitiv an.
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