1080° Avalanche - Erste echte Snowboard Game

Von TageLöhner · 30. Oktober 2019 ·
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    Die Rennen in 1080 Avalanche sind in verschiedene Spielmodi aufgesplittet. In "Match Race" gibt es One-on-One Rennen, bei welchen man als erster die Finish-Line überqueren muss, um ein nächstes Set von Rennen freischalten zu können. Ein unverständliches Feature stellen die Liftkarten dar: Für jedes Challenge hat man drei Lift-Tickets. Verliert man ein Rennen, verliert man ein Lift-Ticket, oder bricht man ein Rennen vorzeitig ab, verliert man ebenfalls eines und sollten einem irgendwann einmal alle drei Lift-Tickets ausgehen in einer Challenge-Runde heißt es Game-Over und man muss nochmal von Beginn des Levels beginnen - und ich dachte wir wären aus diesen Game-Over Zeiten der 80er und 90er schon lange herausgewachsen.

    Wichtig bei diesem "Match Race" ist, dass man so viele Tricks wie möglich performt. Je mehr Tricks, desto mehr nimmt das Power-Meter zu und wenn es voll angelaufen ist, beginnt der Snowboarder zu glühen - und man kann seine Gegner niederstoßen bzw. sich schneller von Stürzen recovern.

    In "Time Trial" ist wieder einmal die Zeit der einzige Feind des Spielers. Versuche die Piste so schnell wie möglich runterzubrettern und schalte versteckte Features frei. Auf jeder Time Trial Strecke gibt es fünf verstecke Gold-Münzen, welche bei vollständiger Einsammlung dieser Münzen spezielle Boards freischalten - dabei steht man unter Druck und das Auffinden dieser versteckten Münzen sollte schnell durchgezogen werden.

    Weiteres gibt es noch "Gate Challenge", bei welchen man so schnell wie möglich die Checkpoints durchqueren muss und "Trick Attack", wo man so viele Tricks wie nur möglich in einem bestimmten Zeitrahmen performen muss.

    Das verrückteste an dem ganzen Spiel steckt eigentlich bereits im Namen - Avalanche. Es ist schier unvorstellbar, welch einen hohen Fun-Faktor die Redmonder (damit ist dieses Mal Nintendo USA gemeint, welches ebenfalls seinen Sitz in Redmond hat) mit dem Einbringen von Lawinen und diversen anderen Katastrophen eingebaut hat. Die Lawinen sind einfach groß, sehen gut aus, jagen dem Spieler Angst ein und sind extrem fordernd - was den Spielspaß steigert und den Spieler nochmehr ins Spiel hineinzieht - wie es eigentlich jedes Game tun sollte.

    Bei solchen Lawinen rollt einem eigentlich so gut wie alles entgegen oder hinterher, von einer flutwellenartigen Lawine über auf die Pisten stürzende Bäume, das ist echte Hollywood-Action. Die Enttäuschung wird jedoch groß sein, wenn man herausfindet, dass diese Lawinen-Rennen nur in der Minderheit sind - denn der Hauptteil des Spiels besteht aus leider aus Standardrennen, welche nicht einmal bruchteilhaft mit dem Spaßfaktor der Avalanche-Levels mithalten können.

    Leider ist diese Tatsache nicht der einzige spielspaßschmälernde Aspekt: Auch das Trick-System ist nicht so ausgereift wie in SSX 3. Um Tricks oder Combos zu performen ist nun nicht mehr so viel nötig wie beim Vorgänger – sogar ein 1080 ist nun mit einem einzigen Button-Druck kinderleicht ausübbar. Nicht dass ich nicht froh wäre, endlich mal so etwas mehrmals pro Rennen zustande zu bringen, aber irgendwie verliert sich in der Leichtigkeit auch oft der Spielspaß.

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