Ein Game mit Crowdfunding finanzieren - Einfacher als gedacht!

Von TageLöhner · 9. Januar 2020 ·
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    Der Begriff des Crowdfunding ist in vielen Bereichen des Lebens zu hören. Viele Wissenschaftler, Entwickler oder Start-ups nutzen die Möglichkeit der Finanzierung durch die breite Masse. Sie überzeugen andere Menschen von ihrem Produkt und erhalten dafür ein Startkapital, um ihre Idee zu verwirklichen. Seit einiger Zeit wird das Crowdfunding auch bei der Spieleentwicklung eingesetzt, sodass Spiele für Computer und andere Plattformen durch Spenden aus dem Internet finanziert werden.


    Wer ein Spiel entwickel und dieses über Crowdfunding finanzieren möchte, sollte allerdings in jeden Fall die professionelle Unterstützung einer Crowdfunding Agentur in Anspruch nehmen.

    Ist das Crowdfunding die einzige Möglichkeit für die Finanzierung einer Spieleentwicklung?

    Grundsätzlich erweist es sich für Entwickler von Spielen relativ schwer, eine andere Art der Finanzierung zu erhalten. Nur wenige Banken vergeben an solche Entwickler Kredite und auch die Unterstützung und Finanzierung durch den Staat bleibt meistens aus. Da die Kosten für die Entwicklung in vielen Fällen mehrere Millionen Euro betragen, sind viele Entwickler auf das Crowdfunding angewiesen. Jedoch sollte das Crowdfunding nur eine der vielen Möglichkeiten sein, die ein Entwicklerteam ausschöpft. Denn nicht immer führen die freiwilligen Spenden zu einem Erfolg, häufig werden die benötigen Geldsummen nicht erreicht und eine andere Finanzspritze ist notwendig.

    "Broken Age" und die 100 Millionen

    Niemand wollte zu Anfang an den Erfolg dieses Spiels glauben, die meisten Investoren hielten es für eine Nische, die nur von wenigen Menschen genutzt werden würde. Doch dann starteten die Entwickler einen Crowdfunding-Aufruf und die Fans folgten dem Versprechen, dass es bald ein Oldschool-Adventure Game geben würde. Schon nach einem Tag gab es rund eine Million Euro an Spenden. Das Spiel hatte insgesamt seit dem Release fast 100 Millionen Euro eingesammelt, eine sehr erstaunliche Zahl, wenn man bedenkt, dass es sich dabei um Spenden von Privatpersonen handelt.

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    Was sind die Voraussetzungen für das Crowdfunding in der Gaming-Welt?

    In der heutigen Zeit sind die Anforderungen der Menschen extrem hoch, die bereit sind, ihr Geld an Spieleentwickler zu spenden. In der Regel ist dabei eine sehr gut durchdachte und geplante Kampagne notwendig, um die Menschen von der eigenen Spieleidee zu überzeugen, denn zu groß ist die Konkurrenz durch andere Mitstreiter, die die Spenden ebenfalls nutzen möchten. Wo früher gewöhnliche Skizzen und Bilder ausgereicht haben, erwarten die Gamer heute schon erste Eindrücke vom Spiel selbst: kurze Videosequenzen, aufwendig designte Spielewelten oder Charaktere und natürlich Updates über die aktuelle Entwicklung. Für einige Entwickler sind solche Kampagnen mit so viel Aufwand verbunden, dass es sich gar nicht mehr lohne, diese zu starten.

    Wer sich jedoch an die Vorgaben hält und die Fans mit Updates versorgt, wird in der Regel belohnt. Denn das Spiel kann dann so entwickelt werden, dass es die Wünsche und Vorgaben der Community berücksichtigt. Die Summen, die die Entwickler einsacken klingen zwar im ersten Augenblick gewaltig – z.B. hatte das Spiel "Everspace" fast 700.000 Euro an Spenden durch das Crowdfunding eingenommen. Doch dies ist immer noch ein Bruchteil der Ausgaben, die in die Entwicklung des Spiels geflossen sind. Das spiegelt die Situation in Deutschland wieder.

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