Angry Birds Epic im Test - Wutgeladene Federbälle

Angry Birds als Rollenspiel - kann das gutgehen? An sich ja. In-App-Purchases machen aber auch Angry Birds Epic zum Ärgernis.

von Jan Knoop,
02.07.2014 13:20 Uhr

Es war nur eine Frage der Zeit, bis selbst die zornigen Vögel feststellen mussten: Es reicht nicht, ohne Waffengewalt die Häuser und Bauten der Schweine zu zerstören. Etliche Vögel sind unter Einsatz ihres eigenen Lebens in die Luft gegangen, massenhaft Grünlinge verpufft - und dennoch geben die Grunzer den Eierdiebstahl nicht auf.

In Angry Birds Epic rüsten die Vögel jetzt auf: Bis an die Zähne bewaffnet stellen sie sich in Runden-Duellen den Schweinen entgegen - und schnetzeln, schocken oder sprengen sich so den Weg zu ihren ungeborenen Nachkommen frei.

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Angry Birds Epic
Genre: Rollenspiel
Release: 2. Quartal 2014

Mit Schirm, Charme und Magierhut

Die Hintergrundgeschichte von Angry Birds Epic ist kaum eine Erwähnung wert: Die Schweine klauen die Vogeleier, die Angry Birds wollen sie zurück. Allerdings finden die Konfrontationen nicht mehr im Luftraum, sondern vollständig am Boden statt: Dafür klemmen sich die Vögel Schwert oder Schild in ihre Schwingen und dreschen in kleinen Gruppen rundenweise auf Schweineschwarten ein, die ihrerseits auf unsere nun flugunfähigen Helden losgehen.

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Angry Birds Epic spielt sich dabei erwartungsgemäß simpel: Unsere Recken beherrschen eine Angriffsfertigkeit, die je nach Charakter von einfachen Schlägen auf die Schweinefontanelle bis zu Blitzangriffen auf das gesamte Grunzerteam reicht. Dazu kommt eine Unterstützungsfähigkeit - so heilt der weiße Vogel unsere angeschlagenen Kämpfer, während der Bombenvogel für mehr Angriffskraft sorgen kann. Dazu kommt eine Spezialfertigkeit, die sich in Form eines Wutbalkens durch Schaden im Kampf langsam auffüllt - ist das Maximum erreicht, können wir die Schote ernten und einem unserer Vögel zum Wutausbruch verhelfen.

Die genauen Fähigkeiten hängen jedoch nicht nur vom Kämpfer, sondern auch seiner Klasse ab: Rot bleibt zwar ein Nahkämpfer, kann aber statt Krieger zu bleiben auch seine Berufung zum Paladin entdecken. Die Klassen können wir, genügend Münzen vorausgesetzt, an bestimmten Punkten im Spiel kaufen und dann nach Belieben zwischen den Kämpfen wechseln.

Muschelfächer und andere Massenvernichtungswaffen

Das Spiel ist, anders als aus der Serie gewohnt, nicht strikt linear aufgebaut: Wir bewegen uns auf einer großen Inselkarte von Mission zu Mission, können jedoch auch Abstecher zu absolvierten Levels oder in andere Gebiete vornehmen. Die Wahlfreiheit ist jedoch oft nur vorgegaukelt, denn Abzweigungen sind selten und meist nur wenige Levels kurz. Dennoch springen wir oft hin- und her - denn am Ende eines jeden Levels dürfen wir am Glücksrad drehen: Als Belohnung winken - abhängig vom nach Ort - unterschiedliche Beute, die wir meist zur Herstellung von Gegenständen nutzen dürfen.

Das Zusammenbauen von Gegenständen erfordert nicht nur Ressourcen, sondern auch noch Würfelglück – wer Pech hat, bekommt so nutzlose Items und muss erneut Materialien farmen.Das Zusammenbauen von Gegenständen erfordert nicht nur Ressourcen, sondern auch noch Würfelglück – wer Pech hat, bekommt so nutzlose Items und muss erneut Materialien farmen.

Unsere Helden wollen nämlich vernünftig ausgerüstet werden, um mit den immer stärker werdenden Schweinen mitzuhalten. Haben wir die Materialien und etwas Kleingeld zusammen, stellen wir so bessere Waffen, Schilde oder Tränke her - die Qualität der Ausrüstung oder die Menge der erfrischenden Flüssigkeiten hängt aber vom Zufall ab. Gefällt uns das Resultat nicht, können wir unter Einsatz der Echtgeldwährung den Prozess neu auswürfeln lassen - wer auf die Ausgabe von Geld verzichten möchte, rennt im Schnitt also mit schlechterer Ausrüstung über das Eiland.


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