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Batman: Arkham Origins im Test - Fledermaus im Prügelfieber

Vorgeschichte light: Die Mobilfassung von Batman: Arkham Origins ist ein reines Prügelspiel. Kann der Free2Play-Ableger mit schlagkräftigen Argumenten aufwarten?

von Jan Knoop,
28.11.2013 13:58 Uhr

Den QR-Code links benutzen, um das Spiel direkt mit dem Smartphone herunterzuladen.Den QR-Code links benutzen, um das Spiel direkt mit dem Smartphone herunterzuladen.

Ein Schatten gleitet durch die nacht. Ungesehen und geräuschlos nähert er sich. Es ist - natürlich - Batman! Mit High-Tech-Werkzeug und scharfem Verstand erledigt er Schurken und Verbrecher, die die Stadt Gotham im Würgegriff halten. Doch Moment, Gadgets und Hirn spielen im mobilen Arkham: Origins kaum eine Rolle, vielmehr geht es lediglich um die Kämpfe gegen allerlei Gesindel, kurz um Geprügel. Geht da gegenüber den »großen« Konsolen-Vorlagen mit ihren Rätseln und der großen Spielwelt nicht zu viel verloren?

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Zwölf Fäuste auf Fledermausfang

Zumindest beim Szenario orientiert sich Arkham: Origins am gleichnamigen PC- & Konsolenspiel: Fünf Jahre vor den Ereignissen aus Arkham: Asylum setzt der Bösewicht Black Mask ein Kopfgeld auf Batman aus; sechs Schurken stellen auf der Suche nach ihm ganz Gotham auf den Kopf. Nach dem Intro verliert die Geschichte jedoch fast vollständig ihre Bedeutung, einziger roter Faden bleiben die Kopfgeldjäger, die nach und nach als Bosse auftauchen.

Doch zunächst stehen uns nur zufallsgenerierte Missionen zur Verfügung: Verbrecher überfallen ganz Gotham und gehen dabei den Tätigkeiten nach, die von ihnen erwartet werden: Waffenlieferungen, Raubüberfälle oder der Diebstahl der Weihnachtsgeschenke für das örtliche Waisenhaus. Bevor wir uns jedoch den Kopf darüber zerbrechen, ob wir mehr Mitleid mit Batman oder den armseligen Dieben haben sollen, stürzen wir uns lieber in die Schlacht.

Kaufhausdetektiv & Gesundheitsdialoge

Zum Zielareal gelangen wir über die Missionskarte vollautomatisch, mehr als eine dürre Auftragsbeschreibung gibt es nicht. So überrascht es auch kaum, dass Batman die umfangreichen und tiefgründigen Dialoge, die entflohene Gefangene oder Schergen des Pinguins mit uns führen möchten, stets mit der wenig Macht seiner Fäuste unterbricht.

Die Ganoven fallen direkt nach Batmans Ankunft über ihn her, warten jedoch brav in Reihe, bis der maskierte Bruce Wayne sich in einer Einzelsitzung um ihre aggressiven Bedürfnisse kümmet. Die Kämpfe laufen daher auch sehr übersichtlich ab: Einfaches Tippen lässt Batman zuschlagen, mehrfaches verknüpft die Hiebe zu Kombos. Feindliche Schläge blocken wir per Tastendruck.

Die Spezialfähigkeiten lockern den Kampf nur wenig auf: Fußtritte richten größeren Schaden an, Fledermausschwärme sorgen für kurzzeitige Verwirrung.

Sterbender Schwan: Die tödlichen Pirouetten Banes beenden wir nur durch Traktieren des Spielgeräts.Sterbender Schwan: Die tödlichen Pirouetten Banes beenden wir nur durch Traktieren des Spielgeräts.

Gymnastik der zerbrochenen Wirbelsäulen

Es kommt vor, dass uns in den regulären Einsätzen besondere Bedingungen das Leben schwer machen: So regenerieren etwa Banes Handlanger unter dem Einfluss einer neuen Droge beständig Lebenspunkte, oder wir müssen vergiftet einen Kampf überstehen. Auch durch diese Modifikatoren können sich diese Kämpfe nicht vom Einerlei der Schlägereien abheben - dies gelingt nicht einmal den Bosskämpfen, die uns auch mal in Form von Überfällen nach einer erledigten Mission erwarten können.

Feinde wie Copperhead, Deadshot oder Bane erweisen sich als wenig mehr als reguläre Schurken mit besonderem Bewegungsrepertoire, das sich vor allem im Würgen und Prügeln Batmans und dem Versuch erschöpft, ihm möglichst elegant das Rückgrat zu brechen. Dynamik dürfen wir jedoch nicht erwarten: Die Bosskämpfe sind von wenig fordernden Quick-Time-Events durchzogen. Deadshot feuert beispielsweise regelmäßig blaue Bohnen in Richtung des dunklen Ritters, denen wir in Slow-Motion ausweichen, nachdem wir grüne Zielmarkierungen angetippt haben - öde.

Börsennotierter Lebemann im Pyjama

Trotzkopf: Manchmal wirken die Textfenster in Batman: Arkham Origins arg befremdlich. Trotzkopf: Manchmal wirken die Textfenster in Batman: Arkham Origins arg befremdlich.

Während in der PC- und Konsolenfassung Butler Alfred und sein Bitten und Flehen, doch ins familiäre Anwesen zurückzukehren, von Batman mit zynischen Kommentaren ignoriert werden und keinerlei Auswirkungen haben, finden wir uns in der Mobilfassung schnell erschöpft auf der Missionskarte wieder - ohne die Kraft, einen weiteren Einsatz zu starten. Batmans Ausdauer lässt sich jedoch mit Münzen wieder auffüllen. Die findet man (selten) im Spiel oder kauft sie (teuer) als In-App-Purchase - ärgerlich.

Ungeduldige können auch die Verbesserung der Fähigkeiten Batmans oder seine Garderobe mit echten Geld schneller ausbauen: Abgesehen von Attributsverbesserungen, die die Kämpfe für uns einfacher gestalten, können wir so Bruce Waynes fragwürdigen Kleidungsstil in Aktion erleben.

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