Bridge Constructor: Mittelalter im Test - Ritter und Statiker

In Bridge Constructor: Mittelalter müssen unsere Brücken nicht nur Truppen über Flüsse bringen, sondern auch Geschosshageln standhalten. Kann die Flussüberquerung überzeugen? Das finden wir im Test heraus.

von Jan Knoop,
12.05.2014 17:47 Uhr

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Niemand mag Brücken: Aufbauspieler sehen sie meist als teurere Straßen, Rollenspieler fürchten Brückentrolle oder erwarten am anderen Ende Portale in fremde Welten. Selbst wenn die Brücken einfach nur in der Gegend herumstehen, sind sie im besten Falle nur ein Werkzeug, um unbeschadet über Schluchten, Lavaströme usw. zu kommen.

Ganz anders im Bridge Constructor: Dessen Spielkonzept ist nicht neu, schon in unzähligen Brückensimulationen mussten wir segmentweise eine tragfähige Konstruktion entwerfen, ohne dabei ein gesetztes Budget zu überschreiten. In der Mittelalter-Variante kommen jetzt aber nicht nur ein ungewöhnliches Szenario, sondern auch Herausforderungen wie Angriffe hinzu. Können die neuen Spielelemente Bridge Constructor: Mittelalter von der Masse der Ingenieurs-Simulationen abheben?

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Bridge Constructor
Genre: Strategie
Release: 01.05.2014

Royale Kantinendialoge

Etwas unerwartet für eine Brückenbausimulation: Der Bridge Constructor: Mittelalter reiht die Baumissionen in Form einer kriegsumspannenden Kampagne aneinander. Unser Königreich wird von einem recht klischeehaften Banditen bedroht. Und um diesen Krieg zu gewinnen, müssen wir Brücken bauen und Ressourcen sowie Truppen den Weg ebnen.

Zwischen den Einsätzen sehen wir immer wieder recht platte Dialoge der Kontrahenten mit ihren Beratern. Die Gespräche sind aber weder besonders zweckmäßig noch unterhaltsam. Im Endeffekt wird auf der königlichen Seite viel erklärt, warum wir noch eine Brücke bauen müssen, auf Banditenseite dagegen viel über Niederlagen gestritten.

Treibholz ist günstiger als solider Stein

Die Missionen laufen stets nach dem gleichen, typischen Brückenbau-Simulations-Muster ab: Wir blicken zunächst auf eine zweidimensionale Schlucht oder den Querschnitt eines Flusslaufes. Auf der linken und rechten Seite sehen wir einen Weg, der am Abgrund endet und mittels einer Brücke verbunden werden muss. Dazu wechseln wir ins Baumenü und sehen ein Raster und Ankerpunkte: Nur an solchen können wir Objekte wie unser Material fest verknüpfen. Diese Bauelemente setzen wir dann aneinander, bis die Überquerung möglich ist. Allerdings sollte klar sein, dass ein paar Holzplanken nicht ausreichen, um Handelskarawanen oder Truppen über Wasser zu halten: Wer keine unterstützenden Konstruktionen wie Pfeiler errichtet, sieht alsbald seine Planwagen mit merkwürdigen Animationen in den Abgrund gleiten.

Stresstest: Währung unser Tross die Brücke betritt, schlagen Geschosse auf dem Dach der Brücke ein – rechts reißen die ersten Seile unter der Belastung.Stresstest: Währung unser Tross die Brücke betritt, schlagen Geschosse auf dem Dach der Brücke ein – rechts reißen die ersten Seile unter der Belastung.

Während das Spiel uns in den ersten Missionen noch in einer Art Tutorial durch die Konstruktion führt, sind wir in den späteren Planungen auf uns allein gestellt - auch mit der Wahl des Materials. Lediglich unser Budget verhindert, dass wir anstelle billiger Planken lieber feste Steinsäulen mit vielen Ankerpunkten bauen und diese mit reichlich Tragseilen absichern. Doch das Gold ist knapp, so entscheiden oft wenige Holzträger über den Erfolg. Gut, dass wir jederzeit Elemente verändern und unsere Brücke so austesten dürfen, bis eine zufriedenstellende Statik erreicht ist. Hilfreich dabei: Während sich der Tross über unsere Konstruktion bewegt, sehen wir anhand eines Farbschemas, welche Teile besonders hoher Belastung ausgesetzt sind.


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