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Crash Bandicoot N. Sane Trilogy im Test - Dreifacher Nostalgie-Trip

Crash Bandicoot N. Sane Trilogy bringt gleich drei großartige PS1-Klassiker als optisch eindrucksvolle Remakes auf die PS4. Spielerisch bleibt jedoch alles beim Alten – im Guten wie im Schlechten.

von Mirco Kämpfer,
29.06.2017 16:00 Uhr

Crash Bandicoot N. Sane Trilogy für PS4 im Test.Crash Bandicoot N. Sane Trilogy für PS4 im Test.

Crash Bandicoot war nicht umsonst das PlayStation-Maskottchen der 90er Jahre: Die drei ersten Spiele mit dem quirligen Beuteldachs gehörten zu den besten Jump&Runs der PS1-Ära, sodass sie später für die PS3 portiert wurden. Nachdem der Klassiker zuletzt als Retro-Minispiel in Uncharted 4: A Thief's End gewürdigt wurde, hüpft Crash Bandicoot nun auch topmodern in der N. Sane Trilogy zurück auf die PS4. Endlich wieder Kisten zerdreschen und Wumpa-Früchte sammeln!

Eines vorweg: Vicarious Visions hat die Hüpfspiele optisch modernisiert, spielerisch jedoch kaum angepasst. Kenner der Originaltitel brauchen daher gar nicht erst weiterzulesen. Wenn euch die grafische Frischzellenkur gefällt, könnt ihr euch das Fazit samt Wertung sparen und direkt den (Online-)Shop eures Vertrauens aufsuchen.

Die Remake-Collection bietet das gewohnte Oldschool-Feeling und fängt den Nostalgie-Charme gekonnt ein, ohne altbacken zu wirken. Spannender ist daher die Frage, ob sich die HD-Trilogie auch für Neulinge lohnt. Wie gut ist Crash gealtert?

Anspruchsvolle Hüpfabenteuer

Immerhin haben die ersten drei Crash-Abenteuer bereits knapp oder gar über 20 Jahre auf dem Buckel, viele von euch dürften daher das erste Mal mit dem drolligen Nasenbeutler in Berührung kommen. Eines muss euch bewusst sein: Damals waren Spiele noch anspruchsvoller als heute, was euch vor allem das erste Crash Bandicoot des Öfteren spüren lässt.

Crash Bandicoot N. Sane Trilogy - Screenshots ansehen

Obwohl die Gegner lediglich herumlaufen oder -hüpfen und die Levels bis auf wenige Ausnahmen stringent linear aufgebaut sind, liegt die Herausforderung darin, das Levelende zu erreichen, also den Feinden geschickt auszuweichen oder sie mit einer Wirbelattacke auszuschalten und nebenbei diverse Sprung- und Geschicklichkeitseinlagen zu meistern. Und die haben es in sich.

Ob ihr am Strand von "N. Sanity Beach" vor einer rollenden Steinkugel flieht und über Abgründe springt, oder in der Fabrik "Heavy Machinery" auf mit heißen Rohren gespickten Fließbändern balanciert - ihr solltet Ausdauer, Geduld und gutes Timing beweisen. Denn beißt Crash ins Gras, verliert er sofort ein Leben und beginnt am letzten Rücksetzpunkt, wenn ihr nicht gerade eine "Aku Aku"-Schutzmaske eingesammelt habt.

Weil die Checkpoints jedoch teils weit auseinanderliegen und die Kamera immer mal wieder Probleme macht, kann eine gewisse Frustresistenz nicht schaden - zumal sich einige Trial&Error-Abschnitte nur durch Auswendiglernen meistern lassen. Damals war das normal, heute kann das alte Spieldesign aber auch manchmal nerven.

Crash Bandicoot - Original gegen N. Sane Neuauflage im Grafikvergleich 3:20 Crash Bandicoot - Original gegen N. Sane Neuauflage im Grafikvergleich

Vielfältiger Beuteldachs

Tatsächlich haben die Entwickler spielerisch wenige bis gar keine Anpassungen vorgenommen, was aber auch nicht schlimm ist, da die Steuerung sowohl mit dem Digikreuz als auch mit dem linken Analogstick sehr präzise funktioniert. Nur Crashs Schatten hätte etwas markanter ausfallen können, da es teilweise immer noch schwer fällt, zu erkennen, wo das Fellknäuel nach einem Sprung landet.

Wer sein Essen gern scharf und seine Spiele möglichst knackig genießt, kann nebenbei versuchen, alle (versteckten) Kisten in einem Level zu zerdeppern, um ein Abzeichen zu erhalten. Zudem entdeckt ihr zahlreiche Bonuspassagen mit extra vielen Äpfelchen, wenn ihr die Augen offenhaltet.

Zugegeben: Crash Bandicoot wirkt im Vergleich zu moderneren 3D-Jump&Runs wie Ratchet & Clank oder auch Yooka-Laylee regelrecht entschlackt, beinahe schon rudimentär, denn es gibt weder Waffen noch Spezialangriffe und auch die Story um den bösen Doktor Neo Cortex ist völlig nebensächlich.

Die Reitpassagen lockern die Hüpfereien auf, sind aber nicht weniger knifflig.Die Reitpassagen lockern die Hüpfereien auf, sind aber nicht weniger knifflig.

Tatsächlich war es schon zum damaligen Release 1996 spielerisch veraltet, während Super Mario 64 neue Genremaßstäbe setzte. Doch der kecke Humor sowie die charmanten Charaktere trösteten darüber hinweg und das gilt auch heute noch. Zusätzlich lockern die bereits erwähnten Fluchtpassagen sowie allerhand Klettereinlagen, aber auch Szenen, in denen ihr auf einem Tier durch die Stages reitet, die Hüpferei immer wieder wunderbar auf.

Dabei setzen Crash Bandicoot: Cortex Strikes Back und Crash Bandicoot: Warped jeweils spielerisch noch einen drauf. So feuert ihr in den (Unter-)Wasser-Levels des dritten Teils Raketen mit eurem Tauch-Scooter ab oder heizt mit einem Jetski im Zickzack durch Bomben und Piratenboote. Zwar dauern die insgesamt über 75 Levels jeweils nur rund fünf Minuten, doch der Zeitrennen-Modus sowie etliche Geheimnisse erhöhen den Wiederspielwert.

Make-up für Crash und Coco

Zwei große Neuerungen bringt die HD-Trilogie dann aber doch mit: Zum einen wird mit Coco ein neuer weiblicher Charakter eingeführt. Zwischen den Levels dürft ihr jederzeit zwischen Crash und seiner Schwester wechseln, einen Koopmodus sucht ihr jedoch vergeblich. Zum anderen genießt ihr natürlich eine im Vergleich zu den alten PS1-Kamellen viel hübschere Grafik. Die Kulissen sind detaillierter und wirken plastischer, zudem sind sie deutlich hübscher ausgeleuchtet.

Remake Remake
Original Original

Der erste Level N. Sanity Beach im Vergleich zwischen Original und Remake.

Am schönsten präsentiert sich natürlich der dritte Teil Crash Bandicoot: Warped. Die thematisch unterschiedlichen Welten wie das Alte China oder Ägypten sehen fantastisch aus. Einige Puristen werden zwar über die HD-Schminke von Crash meckern, denn der latent durchgeknallte Blick des putzigen Kerls geht durch das Redesign etwas verloren - in den pixeligen PS1-Spielen schaute er noch etwas drolliger aus der Wäsche.

Dafür sind die ulkigen Animationen wieder mit von der Partie und geschmeidiger denn je, die Abenteuer laufen jederzeit in flüssigen 30 Bildern pro Sekunde. Trotzdem ist es etwas schade, dass ihr nicht zwischen alter und neuer Optik wechseln könnt, wie das bei anderen Neuauflagen wie Wonder Boy: The Dragon's Trap der Fall ist.

Generell müsst ihr auf Extras wie Entwicklerkommentare oder Original-Artworks verzichten. Das sollte euch aber nicht abschrecken: Crash Bandicoot N. Sane Trilogy fängt durch das Oldschool-Gameplay und den ebenso sympathischen wie abgedrehten (Neben-)Figuren den Charme der Ur-Serie ein und sollte daher nicht nur auf der Festplatte von knallharten Fans landen.

Crash Bandicoot N. Sane Trilogy - Coco-Trailer zeigt neuen spielbaren Charakter 0:41 Crash Bandicoot N. Sane Trilogy - Coco-Trailer zeigt neuen spielbaren Charakter


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