Criterion-Gründer Ward: - Weder EA noch Nintendo hatten sich für NfS auf der Wii U interessiert

Der Gründer und ehemalige Studio-Boss von Criterion Games, Alex Ward, lastet es EA und Nintendo an, dass Need for Speed: Most Wanted auf der Wii U nicht die nötige Aufmerksamkeit erhalten hätte.

von Tobias Münster,
10.03.2014 17:45 Uhr

Laut dem Criterion-Gründer Alex Ward hätten sich weder EA noch Nintendo für die Wii-U-Umsetzung von Need for Speed: Most Wanted wirklich interessiert.Laut dem Criterion-Gründer Alex Ward hätten sich weder EA noch Nintendo für die Wii-U-Umsetzung von Need for Speed: Most Wanted wirklich interessiert.

Alex Ward hatte seinen Twitter-Kanal zuletzt eigentlich dafür genutzt, auf seine neu eröffnete Spielschmiede Three Fields Entertainment aufmerksam zu machen. Nun wehrt er sich dort aber gegen Vorwürfe von anderen Twitter-Usern, laut denen er und sein vorangegangenes Team bei Criterion die Wii U als Plattform während der Entwicklung von Need for Speed: Most Wanted eher stiefmütterlich behandelt hätten.

Schließlich gründete Ward auch schon das Studio Criterion Games, das 2004 von Electronic Arts aufgekauft wurde. Dann wurde Criterion von dem Publisher auch mit NfS-Teilen beauftragt.

Kritikpunkte, laut denen Need for Speed: Most Wanted letztes Jahr für die Wii U erst einige Monate nach dem Release auf den anderen Konsolen in den Handel kam und kaum vermarktet worden sei, lastet Ward vor allem EA und Nintendo an. Das Entwicklerteam hätte darauf gar keinen Einfluss gehabt.

»Unsere Aufgabe war die Programmierung. Als ob wir irgendeine Wahl dabei gehabt hätten, wann es veröffentlicht wurde? Oder über den Preis? Jeder schiebt die Schuld immer schnell den Entwicklern zu. Aber die Leute haben selbst Neujahr durchgearbeitet, um das fertigzustellen. Wir haben unser Bestes getan.«

Alex Ward findet drastische Worte dafür, dass sich letztendlich nur das Entwicklerteam für die Wii-U-Version von Need for Speed: Most Wanted ins Zeug gelegt hätte, während es von Nintendo oder EA kaum Unterstützung gab.

»Hey, wir haben uns den Arsch abgearbeitet. Und weder Nintendo noch EA haben sich einen Scheiß dafür interessiert. Das hat nur eine Gruppe von uns getan. Also mault und jammert bei den Publishern herum, nicht bei den Entwicklern.«

Ward selbst hätte sich demnach bei EA und Nintendo auch dafür beschwert, dass der Titel in Europa zunächst nicht einmal einen Retail-Release erhielt.

»Wir sind persönlich zu Nintendo geflogen, um ihnen eine Demo vorzuführen und etwas Support im Marketing zu erhalten. Aber es gab keinen. Das Spiel wurde in Europa zunächst nicht einmal als Box veröffentlicht. Entwickler in unserem Team konnten somit nicht einmal ihr eigenes Spiel kaufen. Glaubt ihr, damit waren wir glücklich?«

Dass sein neues Studio Three Fields Entertainment nach solchen Erfahrungen auch für die Wii U entwickeln könnte, will Alex Ward nicht unbedingt in Aussicht stellen:

»Vermutlich nicht, um ganz ehrlich zu sein. Aber sag niemals nie.«

Noch hat die Spieleschmiede ihren ersten Titel aber nicht angekündigt.

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