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Auf geht's

Dante's Inferno im Test - Test für Xbox 360 und PlayStation 3

Im Höllenschlund geht’s rund - ein Dichter packt den Teufel bei den Hörnern. Dante's Inferno im Test für Xbox 360 und PlayStation 3.

von Henry Ernst,
03.02.2010 18:00 Uhr

Dante's Inferno: Die aus einer Wirbelsäule bestehende Sichel scheint enorm dehnbare Bandscheiben zu haben.Dante's Inferno: Die aus einer Wirbelsäule bestehende Sichel scheint enorm dehnbare Bandscheiben zu haben.

Laut dem irischen Dramatiker George Bernard Shaw ist der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert. Einer, der diese Aussage sicher unterschreiben würde, ist Dante Alighieri, seines Zeichens einer der bedeutendsten Dichter des Mittelalters und Hauptdarsteller des Spiels Dante’s Inferno. Am Vorabend eines Kreuzzugs macht der Gute seine Angebetete Beatrice zur Frau und schwört im postkoitalen Endorphinrausch, bis zu seiner Rückkehr allen fleischlichen Genüssen zu entsagen. Leider lauert auch im Heiligen Land die Sünde an jeder Straßenecke, und Dantes schwaches Fleisch fordert seinen Tribut.

» Test-Video zu Dante's Inferno ansehen

Dante's Inferno: Blocken ist die erste Dichterpflicht. Dante's Inferno: Blocken ist die erste Dichterpflicht.

Nachdem er so ziemlich jede Todsünde begangen hat, wird der Kreuzfahrer ermordet und bekommt vom Schnitter persönlich die Rechnung präsentiert. Seine Taten haben nicht nur ihm einen Platz im Höllenpfuhl eingebracht, sondern obendrein dafür gesorgt, dass auch die Seele von Beatrice in Satans Schoß gelandet ist. Doch anstatt sein Schicksal anzunehmen, mopst Dante die Sense von Gevatter Tod und macht sich auf den Weg, seine Angebetete der ewigen Verdammnis zu entreißen.

Tu, der du eintrittst, alle Hoffnung ab

Dante's Inferno: Habt ihr euch dafür entschieden, einen Gegner zu bestrafen, zerreißt Dante den armen Tropf. Dante's Inferno: Habt ihr euch dafür entschieden, einen Gegner zu bestrafen, zerreißt Dante den armen Tropf.

Dante's Inferno beginnt in der Vorhölle, in der sich laut der Göttlichen Komödie die »armen Seelen, die ihr Leben lang sich weder Ruhm noch Schmach verdienen konnten« aufhalten. Hier trefft ihr nicht nur den Dichter Vergil, der als Wegweiser durch die Kreise der Hölle fungiert, sondern habt auch Gelegenheit, Dantes Waffe an den ersten Gegnern auszuprobieren. Also beharkt ihr die bizarren Höllenbewohner mit den zwei Angriffstasten, huscht mit dem rechten Analogstick blitzschnell aus dem Gefahrenbereich oder schnappt euch einen der Schergen und entscheidet, ob ihr das Opfer erlösen oder bestrafen möchtet (siehe Kasten). Die Sichel ist nicht nur ein probates Mittel, um eure Ernte einzufahren, sondern wird auch als Fortbewegungsmittel eingesetzt. Ähnlich wie in Darksiders und Co. befinden sich in einigen Spielabschnitten leuchtende Markierungen, an denen ihr das Schnitterwerkzeug wie einen Greifhaken befestigt und an dem enorm dehnbaren Griff herumschwingt. Neben der Sense hat Dante noch eine weitere Waffe in petto, mit der sich auch weiter entfernte Gegner entsorgen lassen. Auf Knopfdruck verschießt Dantes Kreuz göttliche Strahlen, die sich hervorragend dazu eignen, fliegenden Gegnern den Teufel auszutreiben. Wer Kreuz und Sense geschickt einsetzt, schraubt den Kombo-Zähler locker in dreistellige Höhen.

Höllen-Parade

Dante's Inferno: Künstlerische Freiheit: Der Fährmann über den Höllenfluss ist ganz offensichtlich kein alter Knacker mit langen, grauen Haaren. Dante's Inferno: Künstlerische Freiheit: Der Fährmann über den Höllenfluss ist ganz offensichtlich kein alter Knacker mit langen, grauen Haaren.

Die Gegner sind phantasievoll gestaltet und überraschen mit durchaus kreativen Angriffsmustern, auf die ihr euch einstellen müsst. So begegnet ihr zum Beispiel im Höllenabschnitt »Lust« barbusigen Schönheiten, aus deren Intimbereich Tentakel nach euch Schnappen. Im »Limbus« werdet ihr standesgemäß von ungetauften Babys angegriffen, denen anstatt Händen lange Messer aus den Armen wachsen. »Maßlosigkeit« wirft euch eklige Würmer und aufgedunsene Schwabbelwesen entgegen, für die das Wort Obesitas erfunden wurde. Jeder Gegner hat eine individuelle Schwachstelle, die es zu finden gilt. So stellen sich euch flinke Feuerdämonen in den Weg, die auf euch zu rennen und explodieren.

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Dante's Inferno: Doktor Dante macht mit vereiterten Mandeln kurzen Prozess. Dante's Inferno: Doktor Dante macht mit vereiterten Mandeln kurzen Prozess.

Da sich die Biester mit der Sichel nicht erwischen lassen, blast ihr ihnen zuerst mit dem Kreuz für kurze Zeit die Zündflamme aus und setzt dann euer Mähwerkzeug ein. Neben diesen Standard-Gegnern stellen sich euch in regelmäßigen Abständen auch noch dickere Brocken wie etwa Dämonen in prunkvollen Rüstungen oder Rancor-ähnliche Riesenbiester in den Weg. Habt ihr eines dieser Monster in die Knie gezwungen, gebt ihr dem Bösewicht anhand einer kurzen Knöpfchendrück-Sequenz den Rest. Im Verlauf der etwas wirr erzählten Geschichte erhaltet ihr von besiegten Endgegnern außerdem Zaubersprüche wie den Lust-Sturm oder einen Eisangriff mit denen ihr eure Angriffskraft erhöht.

Bestrafen oder erlösen?

Für jeden niedergemähten Höllenbewohner erhaltet ihr Seelen, mit denen ihr zu jeder Zeit neue Moves und Angriffe für den wehrhaften Dichter erstehen könnt. So rüstet ihr euch mit besonders kräftigen Spezialmanövern aus, vergrößert die Reichweite der Sichel oder verlängert Dantes Lebensenergiebalken. Die Auswahl an verfügbaren Verbesserungen hängt übrigens von eurer Spielweise ab: Wer seine Gegner bestraft, sammelt »Unholy«-Punkte mit denen neue »Unholy«-Moves freigeschaltet werden, wer lieber den Erlöser gibt, schaltet »Holy«-Spezialitäten frei. Ebenfalls wichtig für die Entwicklung von Dante sind Reliquien, die ihr in den Kreisen der Hölle findet. Insgesamt gibt es 33 davon -- eins für jeden der 33 Gesänge der literarischen Vorlage. Aktiviert ihr eines dieser Stücke, erhält Dante zum Beispiel mehr Seelen, wenn er einen Gegner tötet, oder lernt, Angriffe automatisch zu kontern.

Höllische Hirnbrecher?

Dante's Inferno: Perspektivenwechsel. Bei diesem Rätsel gilt es, ein wenig quer und um die Ecke zu denken. Dante's Inferno: Perspektivenwechsel. Bei diesem Rätsel gilt es, ein wenig quer und um die Ecke zu denken.

Obwohl der Fokus des Spiels deutlich auf den Auseinandersetzungen mit den Höllenbewohnern liegt, habt ihr auch Abseits der Kämpfe einiges zu tun. So kraxelt ihr wie Kollege Kratos an Wänden und Decken entlang, schwingt euch mit Hilfe der Sense über klaffende Abgründe oder reitet auf riesigen Dämonen durch die Unterwelt. Rätsel gibt es natürlich auch. Neben klassischen »Schieb die Kiste auf den Schalter damit sich irgendwo eine Tür öffnet«-Aufgaben erwarten euch auch einige anspruchsvollere Rätsel. So verändern sich in einem Abschnitt plötzlich die physikalischen Gegebenheiten und die Perspektive, was euch dazu zwingt, sozusagen um die Ecke zu denken, damit Dante eine rettende Plattform erreicht. Für weitere Abwechslung sorgen Herausforderungen, bei denen in bester Darksiders- oder Bayonetta-Manier eure Controller-Beherrschung abgeklopft wird. So müsst ihr eine 100-Treffer-Kombo ausführen, Verbündete vor den anstürmenden Gegnerhorden beschützen, eine bestimmte Anzahl Feinde in der Luft töten oder Angriffe überstehen, ohne die Block-Taste zu benutzen.

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