Seite 2: Dishonored: The Knife of Dunwall im DLC-Test - Daud fischt im Trüben

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Schwarzmarkt-Spekulanten

In Sachen Ausrüstung werden die Unterschiede zwischen beiden Männern schon deutlicher: Im Gegensatz zu Corvo verlässt sich Daud eher auf seine verbesserte Armbrust, die nun auch Explosivbolzen verschießen kann, legt unachtsamen Feinden neue Blitz-, oder Narkominen in den Weg, oder betäubt ganze Gruppen von Gegnern mit Reizgasgranaten.

Dishonored - Screenshots aus dem DLC »The Knife of Dunwall« ansehen

Einkäufe und Verbesserungen erledigen wir jedoch nicht mehr im Hauptquartier, sondern im schlichten Schwarzmarktbildschirm. Hier kaufen wir auch sogenannte » Gefallen«, die in den Levels zusätzliche Runen, Schätze oder Lösungswege freischalten. Obwohl wir letztlich auch im Hauptschirm auf einen ähnlichen Bildschirm zurückgreifen mussten, kostet der Verzicht auf das Hauptquartier trotzdem einiges an Atmosphäre - zumal Daud ja einen eigenen Unterschlupf hat!

Ein abgespeckter Corvo

Wo The Knife of Dunwall die Stärken des Hauptspiels übernimmt oder weiter ausbaut, gibt es keinen Grund zur Klage. Die neuen Zauber passen gut zur Figur des Assassinenanführers, die alten sind clever zusammengelegt.

Diesmal erleben wir den Mord an Kaiserin Kaldwin nicht nur mit, sondern führen selbst das Messer. Diesmal erleben wir den Mord an Kaiserin Kaldwin nicht nur mit, sondern führen selbst das Messer.

Auf der anderen Seite fehlt den drei neuen Kapiteln neben dem Erkunden und Herumexperimentieren die Spannung von Corvos Geschichte - viel und vor allem wichtige Details findet Daud nicht heraus, bevor das Schicksal ihn nach ungefähr 4 Stunden wieder in Richtung Corvo schubst. Für 10 Euro ist the Knife of Dunwall also keine Abzocke, ein wirklich guter Story-DLC sieht aber anders aus.

Fazit

Jochen Redinger: Daud hat Schuldgefühle, das erklärt uns The Knife of Dunwall lang und breit. Sein schlechtes Gewissen wegen des Mordes an der Kaiserin konnten wir allerdings auch in Dishonored schon miterleben, also sollte zumindest der weitere Verlauf der Geschichte anziehen und Neuigkeiten bieten. Die gibt es dann zwar auch, allerdings werden sie dermaßen kryptisch präsentiert, dass wir am Ende der recht kurzen Kapitel genauso klug dastehen wie zuvor.

Die düstere Stimmung von Dishonored fängt zwar auch der DLC gut ein - der Umgang der Stadtbewohner mit der Umwelt und einander ist teilweise wirklich beklemmend - bis auf einige spielerische Neuerungen (Minen, Unterstützung durch Auftragsmörder) bietet er aber nichts, was wir im Hauptspiel vermisst hätten.

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