Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Test - Affenstark

Pogo-hüpfende Affengroßväter und ein Seelöwe in der Halfpipe: Donkey Kong Country: Tropical Freeze sorgt im Test für einige Kuriositäten. Aber reicht das für einen gelungenen ersten Wii U-Auftritt?

von Tobias Veltin,
17.02.2014 17:20 Uhr

Donkey Kong Country: Tropical Freeze - Test-Video zum Jump & Run für WiiU Donkey Kong Country: Tropical Freeze - Test-Video zum Jump & Run für WiiU

Das wurde aber auch langsam Zeit: Nintendo spendiert dem wohl berühmtesten Affen der Videospielgeschichte in Donkey Kong Country: Tropical Freeze seinen ersten eigenen Auftritt auf der Wii U. Und die Voraussetzungen sehen zumindest auf dem Papier mehr als gut aus. Um das haarige Spieleurgestein auf Nintendos HD-Konsole zu bringen, wurde nämlich erneut das Team der Retro Studios beauftragt.

Die zeichnen schon für das hervorragende Donkey Kong Country Returns auf der Wii verantwortlich, das Jump n' Run war vor etwas mehr als drei Jahren ein echter Überraschungshit. Dass Donkey nun auf der Wii U schärfer wird, steht dank der höheren Auflösung schon mal fest. Aber reicht das, um einen gelungenen Einstand zu feiern?

Tropical Freeze beginnt beschaulich - an Donkey Kongs Geburtstag in seiner Strandhütte. Auf einem bunten Kuchen brennt eine Kerze, die ganze Affensippe hat sich versammelt und freut sich auf eine wilde Party. Doch daraus wird nichts, denn am Horizont schippert Unheil in Form einer großen Schiffsflotte heran. An Bord: Jede Menge übel gelaunte Pinguine und ein bärtiger Eisbösewicht.

Dem scheint die üppig blühende Kong-Insel überhaupt nicht zu gefallen und er lässt kurzerhand zum Angriff blasen: Ein riesiger Schneedrache erhebt sich in den Himmel und rast in einem gewaltigen Sturm auf die Insel zu. Donkey und seine Crew werden von den eisigen Böen kilometerweit durch die Luft gewirbelt und die gesamte Insel mit einer dicken weißen Schneedecke gepudert. Die Tropenlandschaft wird zur schockgefrosteten Kältezone.

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Kluger Affe

Das kann Donkey Kong natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so ist es jetzt unsere Aufgabe, durch insgesamt sechs thematisch unterschiedliche Inselwelten zu hüpfen, Donkeys Heimat zurückzuerobern und dem mysteriösen Eiskönig die Leviten zu lesen. Donkey Kong Country: Tropical Freeze ist genau wie sein Wii-Vorgänger ein klassisches 2D-Jump n' Run, in dem wir im haarigen Körper von Donkey möglichst unbeschadet ans Levelende kommen müssen. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn die Spielabschnitte stellen dem Affen jede Menge Feinde, schwebende Plattformen, Todesfallen und andere Hindernisse in den Weg.

Gut, dass Donkey Kong nicht völlig hilflos ist, sondern sich ganz affentypisch als echtes Multitalent erweist. Auf Knopfdruck springen wir den Gegnern im Stile von Nintendo-Kollege Mario auf die Köpfe, außerdem kann der Gorilla Fässer greifen und auf die Gegner werfen. Oder sich zusammenkauern und so mit einem Geschwindigkeitsschub die bösen Schergen einfach über den Haufen rollen. Trommelt er auf den Boden, kann er Kisten zerstören. Außerdem hat Donkey in Tropical Freeze gelernt, Haken oder Schalter aus dem Boden zu ziehen. Auf diese Weise klappen wir zum Beispiel neue Plattformen aus der Wand, um weiterzukommen.

Dank Cranky Kongs Gehstock hüpfen wir schnell mehrmals hintereinander.Dank Cranky Kongs Gehstock hüpfen wir schnell mehrmals hintereinander.

Auf seiner Reise ist Donkey Kong allerdings nicht alleine, sondern bekommt Unterstützung von seinen Freunden. Da wäre zum einen der kleine Schimpanse Diddy Kong, der seinem großen Kumpel Donkey schon in Returns treu zur Seite stand. Tragen wir Diddy auf dem Rücken, können wir uns für kurze Zeit seinen Raketenrucksack zunutze machen und nach einem Sprung für kurze Zeit durch die Luft schweben.

Sehr praktisch ist das zum Beispiel, wenn man einen größeren Abgrund leichter überqueren will. In Tropical Freezestoßen außerdem Dixie und Cranky Kong zum Team. Komplett neue Charaktere sind das aber nicht, Serienveteranen kennen die beiden aus diversen Super Nintendo- und N64-Teilen.

Die zierliche Dixie hat einen langen blonden Zopf, den sie wie ein Helikopter in der Luft herumwirbeln kann und Donkey dadurch nach einem Sprung noch ein Stückchen in die Höhe katapultiert. Cranky Kong ist schließlich der Methusalem der Affensippe, samt langem Bart und gebückter Haltung.

Seine Spezialfähigkeit ist allerdings extrem ungewöhnlich für einen tattrigen Greis: Mit seinem Gehstock hüpft er ähnlich wie Onkel Dagobert in Duck Tales durch die Gegend - vorausgesetzt, wir haben den Sprungknopf zur richtigen Zeit gedrückt. Die Charaktere wechseln wir an den markanten Fässern innerhalb eines Levels, manchmal schreibt uns das Spiel aber auch einen bestimmten Begleitaffen vor.

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