FIFA 12 - EA Fußballgott?

Letztes Jahr der Titel, dieses Jahr die Titelverteidigung? Mit welchen Mitteln Electronic Arts mit FIFA 12 erneut die Schale holen will haben wir beim Anspielen in der Allianz Arena herausgefunden.

von Thomas Wittulski,
11.07.2011 11:00 Uhr

Für jeden Zweikampf gibt es unterschiedliche Varianten.Für jeden Zweikampf gibt es unterschiedliche Varianten.

Oh, wie ist das schön! Mit dem Ende der Bundesliga-Saison beginnt für Fans des Sports die spannende Transferperiode. Hunderttausende Fußballverrückte hängen in der Mittagspause auf entsprechenden Seiten im Internet herum, um das Neueste über ihren Verein und das internationale Geschäft zu erfahren: Welche Spieler verlassen den Club, welche Neuzugänge gibt es? Und wie ist das Kräfteverhältnis in der kommenden Spielzeit? Kurz vor Schließung des Transferfensters der Höhepunkt: Die Bosse schließen die letzten großen Deals ab - wer bringt noch mal einen richtig großen Hammer und wer geht leer aus? Wichtige Angelegenheiten, die die Fußballwelt beschäftigen - und künftig auch Spieler der FIFA-Reihe. Im überarbeiteten Karrieremodus von FIFA 12 steckt euch Electronic Arts nämlich in die Rolle des Managers, der bei ablaufendem Countdown genau diese großen Fische noch an Land ziehen soll. Dramatisch! Und spannend. Aber auch sonst bleibt die Serie nicht stehen, entwickelt sich stattdessen stetig weiter. In der Allianz Arena in München hatten wir Gelegenheit, die Simulation in durchaus passender Atmosphäre schon mal ausführlich anzuspielen. Und wir sind begeistert.

FIFA 12
Genre: Sport
Release: 29.09.2011

Stolpereinlagen

Ob ein Spieler über die Grätsche springt oder auf den Rasen fällt, hängt von vielen Faktoren ab.Ob ein Spieler über die Grätsche springt oder auf den Rasen fällt, hängt von vielen Faktoren ab.

Wenn der wendige und blitzschnelle Robben auf den quirligen Marcel Schmelzer trifft, dann ist ein spannender Zweikampf garantiert. Zumindest wenn die Räume durch die Kollegen eng gehalten werden und der Holländer den Ball nicht an einen Mitspieler abgeben kann. Electronic Arts legt den Fokus von FIFA 12 vor allem auf die Zweikämpfe. Logo, hier gibt es auch die größten Neuerungen. Vor allem was die Kollisionsabfrage angeht, haben die Macher einen guten Job gemacht: Verhakten sich die Modelle der Kontrahenten im Vorjahr noch unschön ineinander, sorgt die »Player Impact Engine« nun dafür, dass die Spieler sich physikalisch korrekt zanken, voneinander abstoßen und auch zu Boden gehen. Voll zur Geltung kommt das in den Zeitlupen-Replays, die wie Superzeitlupen in Fernsehübertragungen wirken: Geht ein Spieler nach einer Grätsche zu Boden, streift er über die Beine des Gegners, patscht dann auf dem Boden auf und dreht theatralisch ein paar Runden auf dem Rasen, bevor er dann mit schmerzverzerrtem Gesicht das linke Knie hält und liegen bleibt.

Das war knapp: Lionel Messi wird beinahe umgemäht, reagiert aber blitzschnell.Das war knapp: Lionel Messi wird beinahe umgemäht, reagiert aber blitzschnell.

Durch das situationsabhängige Dribbling kommt noch mehr Abwechslung ins Spiel. Ob der ballführende Spieler die Kugel bei einem Tackling verliert oder nicht hängt von mehreren Faktoren ab: So haben einige Starspieler wie Lionel Messi die Fertigkeit, den Ball und sich selbst über eine Grätsche zu retten und dann weiter zu spielen. Bei anderen Spielern stellt sich auch noch die Frage, wie der Angreifer getroffen wird: Wird er vom Abwehrspieler beispielsweise nur touchiert, kommt er zwar kurz ins Straucheln, kann dann aber (bei entsprechend freier Bahn) seinen Lauf fortsetzen. Wird er hingegen am Knie getroffen, geht er zu Boden und verliert den Ball. In der Defensive kommt es dabei stark aufs richtige Timing an: Verhaut man seine Grätsche, droht nämlich nicht nur der Freistoß für den Gegner, sondern auch der Schiri mit seinem Karton.


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