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Final Fantasy 12: The Zodiac Age im Test - Willkommen in der Moderne

Final Fantasy 12: The Zodiac Age glänzt im Test sowohl mit grafischen als auch spielerischen Verbesserungen. Ein Musthave für JRPG-Liebhaber?

von Mirco Kämpfer,
10.07.2017 14:00 Uhr

Final Fantasy 12: The Zodiac Age für PS4 im Test.Final Fantasy 12: The Zodiac Age für PS4 im Test.

Final Fantasy 12 ist ein scharfes zweischneidiges Schwert, an dem sich Fans bei hitzigen Diskussionen heute noch schneiden. Denn der zwölfte Teil markierte 2006 einen starken Umbruch für die Serie: Plötzlich waren die Monster auf der Karte sichtbar, die Kämpfe liefen nicht mehr rundenbasiert, sondern in Echtzeit ab - allerdings mit starken Einschränkungen.

Zwar konnte man sowohl die Helden als auch die Kamera in den Gefechten frei bewegen, trotzdem musste man warten, bis sich der Angriffsbalken mühsam gefüllt hatte und der Kämpfer endlich einen Dolchhieb vom Stapel lassen konnte. Es war ein Mix aus Tradition und Moderne, der nicht jedem schmeckte.

Auch die eher schwache und ziemlich abrupt endende Politik-Story rund um zwei kriegführende Königreiche gehört nicht gerade zu den Glanzlichtern der Reihe. An diesen Kritikpunkten ändert natürlich auch das HD-Remaster The Zodiac Age nichts. Allerdings gibt es trotzdem zahlreiche Gründe, das kontroverse Final Fantasy 12 jetzt auf der PS4 nachzuholen.

Eine HD-Generation weiter

Die auffälligste Verbesserung ist selbstverständlich die stark aufgehübschte Grafik. Zwar wirkt das Spiel auf dem ersten Blick immer noch etwas altbacken, aber spätestens im direkten Vergleich fallen die überarbeiteten Texturen sowie die höhere Auflösung auf. Alles wirkt schärfer und etwas detaillierter.

Final Fantasy 12 - PS2 Original gegen The Zodiac Age Remaster auf PS4 Pro 3:50 Final Fantasy 12 - PS2 Original gegen The Zodiac Age Remaster auf PS4 Pro

Ein paar verwaschene Pixeltapeten gibt es aber nach wie vor, vor allem die Wüstengebiete gähnen uns immer noch mit trostloser Leere entgegen. Zudem kommt es vor allem in den belebten Städten zu Popup-Effekten, wenn Figuren plötzlich in der Nähe erscheinen.

Da es sich zudem um ein Remaster und nicht um ein vollständiges Remake handelt, haben die Entwickler die originalen 3D-Modelle verwendet und lediglich leicht aufgebohrt, die Helden wirken also dezent kantig. Dafür werfen die Figuren nun hübschere Schatten und die schon damals ansehnlichen Rendervideos wurden nachträglich auf Full-HD-Auflösung skaliert und geschärft. Dadurch kann sich FF12 nach über elf Jahren auf der PS4 wirklich sehen lassen, ein Grafikwunder dürft ihr aber natürlich nicht erwarten.

Remaster basiert auf der Neuauflage
Eigentlich ist Final Fantasy 12: The Zodiac Age gar kein Remaster des Originals von 2006, sondern von der überarbeiteten japanischen Fassung. Die erschien 2007 unter dem Titel Final Fantasy 12: International Zodiac Job System und enthielt bereits viele Verbesserungen wie das neue Jobsystem, den Turbo- sowie den Prüfungsmodus. Zu den größten Neuerungen der aktuellen Neuauflage zählt daher das Grafik-Upgrade.

Ein Sound-Wunder dagegen schon, der ohnehin schon beeindruckende Klangteppich von Hitoshi Sakimoto wurde nämlich noch einmal komplett neu von einem Orchester eingespielt - und dröhnt sogar mit 7.1 Surround aus den Boxen. Das kommt natürlich der Atmosphäre zugute. Im Menü könnt ihr übrigens zwischen dem alten und dem neuen Soundtrack wechseln. Hier aktiviert ihr bei Bedarf auch die englische respektive japanische Sprachausgabe, eine deutsche Vertonung fehlt indes.

Final Fantasy 12: The Zodiac Age - Screenshots ansehen

Zeit für einen neuen Job

Eine Gameplay-Bereicherung ist das neue Zodiac-Jobsystem. In der Ursprungsversion teilten sich alle Helden ein Lizenzbrett, auf dem ihr mit im Kampf gesammelten Leistungspunkten (LP) neue Fähigkeiten, Zauber und Ausrüstung freischalten konntet. Das führte unweigerlich zu hochgezüchteten Superhelden, denn theoretisch konnten alle Figuren alle Skills lernen. Die Kämpfe wurden dadurch sehr eintönig.

In Zodiac Age dürft ihr einem Charakter jedoch nur noch zwei Berufe beibringen. Ihr müsst euch also gezielt mit den individuellen Lizenzbrettern auseinandersetzen und bei jedem Partymitglied einen Schwerpunkt setzen.

Auf den Lizenzbrettern schalten wir neue Skills und Ausrüstungs-Items frei.Auf den Lizenzbrettern schalten wir neue Skills und Ausrüstungs-Items frei.

Manche Spieler mögen das als Einschränkung empfinden, doch die Kämpfe profitieren vom neuen Jobsystem ungemein, da ihr nun die spezifischen Fähigkeiten je nach Situation abwägen müsst. Wurde man früher zum Beispiel von fliegenden Gegnern angegriffen, konnte die der Lieblingskämpfer einfach platt machen.

Jetzt müsst ihr womöglich euren bevorzugten Krieger gegen einen Jäger eintauschen, den ihr sonst selten verwendet. Dieses Reagieren und Variieren macht die Gefechte abwechslungsreicher und spannender, zumal ihr weiterhin mit dem bekannten Gambit-System (siehe Kasten) wahnsinnig viele Möglichkeiten habt.

Das Gambit-System
Mithilfe des Gambit-Systems könnt ihre eure Helden nach eigenen Wünschen programmieren und bestimmte Aktionen im Kampf selbstständig ausführen lassen. So legt ihr zum Beispiel fest, dass eine Figur den Heilzauber "Vita" anwendet, sobald die TP eines Mitstreiters auf weniger als 50 Prozent fallen. Oder ihr stellt ein, dass ein Charakter zu Beginn jedes Kampfes "Hast" auf eure Party zaubert, damit ihr schneller angreift.

Pro Charakter dürft ihr zwei Berufe wählen. Das hat Auswirkungen auf das Lizenzbrett.Pro Charakter dürft ihr zwei Berufe wählen. Das hat Auswirkungen auf das Lizenzbrett.

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