GTA: Liberty City Stories im Test

Der Hosentaschen-Gangster Toni Cipriani randaliert jetzt auch im großen Stil.

29.08.2006 14:19 Uhr

Das gab es bisher noch nicht: Mit GTA: Liberty City Stories schafft das erste PSP-Spiel den Sprung aus der Hosentasche auf Sonys Heimkonsole. Nach dem Erfolg des portablen Gangster-Abenteuers sicher eine löbliche Idee, vor allem, da euch der Titel für lediglich 30 Euro zum Kauf angeboten wird. Wir laden die Waffen durch, lassen den Gangster raushängen und machen mit euch eine »Stadtrundfahrt« durch Liberty City. Genau, das ist die Stadt, die bereits in GTA 3 als Schauplatz für allerlei Verbrechen herhalten musste. Bei Straßenkämpfen, Bombenanschlägen und Botengängen testen wir für euch, ob die PS2-Umsetzung mit grandiosen Vorgängern wie GTA: San Andreas und GTA: Vice City mithalten kann.


Genre: Action
Release: 21.06.2006

Keine Augenweide

Grafisch sieht es da schon mal ziemlich finster aus. Zwar könnt ihr auf der PlayStation 2 die Wolkenkratzer der Innenstadt bereits von weitem erkennen, zudem scheinen sich mehr Passanten und Fahrzeuge auf den Straßen zu tummeln als im PSP-Vorbild. Das fällt allerdings erst auf den zweiten Blick auf. Was euch sofort ins Auge sticht, ist die Tatsache, dass das aufgemotzte Hosentaschen-GTA um Klassen schlechter aussieht als Vice City und San Andreas. Verwaschene Texturen, fieses Kantenflimmern und eine zähe Bildwiederholungsrate drücken auf den Spielspaß. Das merkt ihr besonders bei rasanten Verfolgungsjagden durch die Stadt und heftigen Schießereien mit mehreren Ordnungshütern. Auch Nebelschwaden und Regeneffekte können mit früheren GTA-Titeln nicht mithalten. So wirken die Dunstschwaden nicht realistisch, sondern vielmehr wie ein homogener, undurchsichtiger Einheitsbrei.

Auch die Größe der Karte lässt zu wünschen übrig, es gibt nur minimale Erweiterungen zu den originalen Stadtgrenzen von Liberty City. Der Gesamtumfang der virtuellen Welt entspricht nicht einmal einem Fünftel von GTA: San Andreas. Klar, ihr könnt wieder jedes vorbeifahrende Auto klauen, die Gegend nach geheimen Passagen erkunden und euch so richtig austoben. Darum werden sich Grand Theft Auto-Einsteiger, die nichts anderes gewohnt sind, an der kleinen Karte nicht stören. Seid ihr aber langjährige Fans der Serie, empfindet ihr die drei kleinen Inselchen als echten Rückschritt in puncto Bewegungsfreiheit. Da wirkt der geringe Preis von 30 Euro wie eine Entschuldigung und nicht wie ein faires Angebot. Doch trotz optischer Macken und der kleinen Karte macht der Titel vieles richtig, denn immerhin handelt es sich nach wie vor um einen GTA-Teil.


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