Guitar Hero im Test

Mehr Rock ’n’ Roll geht nicht: Wie ein kleines Plastikzubehör euer Wohnzimmer in die Bühne eures Lebens verwandelt und ein Musikspiel zum Kracher des Jahres werden lässt ...

von Bernd Fischer,
18.05.2006 08:00 Uhr

Auch wenn es unglaublich schwer fällt: Lassen wir mal kurz jegliche Begeisterung für dieses Ausnahmespiel außen vor. Auf die grundlegende Spielmechanik reduziert handelt es sich bei Guitar Hero um einen Reaktionstest, bei dem ihr die passenden Tasten zur richtigen Zeit drücken müsst. Wie in Amplitude hört ihr dabei nur die Grundzüge eines Songs, durch eure Eingaben wird die Gitarrenspur hinzugefügt – ihr seid also der fehlende Klampfer der jeweiligen Band. Das mag sich zunächst nicht sonderlich spektakulär anhören, wäre da nicht das geniale mitgelieferte Zubehör, das selbst Rock-Verachter zu Mattenkaisern werden lässt. In Form einer kleinen E-Gitarre schnallt ihr euch den coolsten Controller-Ersatz über die Schultern, den es seit langer Zeit gegeben hat.


Genre: Action
Release: 31.12.2006

Lampenfieber? Nur für Weicheier!

Am Hals der Klampfe befinden sich fünf farbige Tasten. Die Farben werden auf dem Bildschirm auch als Symbole dargestellt, die je nach Schwierigkeitsgrad mehr oder weniger häufig vorkommen. So müsst ihr manche Töne einzeln erklingen lassen oder Akkorde anstimmen. Das lustige Knöpfchendrücken allein erzeugt aber noch keinen Klang – wie beim realen Instrument müsst ihr die Töne anstimmen. Dazu betätigt ihr einen kleinen Wipphebel, der am Corpus der Gitarre angebracht ist. Jetzt kommt es vor allem auf euer Timing und das richtige Fingergefühl an. Trefft ihr die falsche Farbe oder verpasst ihr euren Einsatz, hört ihr nur ein erniedrigendes »Pling«.

In erster Linie geht es bei Guitar Hero darum, dass ihr euch als echter Gitarrenrocker fühlen sollt. Damit das Ganze aber nicht zur langweiligen Jam-Session verkommt, geht es zusätzlich noch auf Punktejagd: Diese sammelt ihr, wenn ihr die Töne richtig spielt. Trefft ihr in Folge mehrere Farben richtig, schaltet sich ein Multiplikator ein. Zusätzlich gibt es noch die Zuschauerleiste – diese zeigt euch an, wie gut eure Performance bei den zahlenden Gästen ankommt. Ist sie im grünen Bereich, grölt und klatscht die Menge bei jedem Solo mit. Wandert sie in den roten Bereich, werdet ihr ganz flugs von der Bühne gebuht. Dann bleibt euch aber immer noch die Möglichkeit, das Lied zu wiederholen.


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