Halo 5: Guardians - Vier Spartaner sollt ihr sein

Halo 5: Guardians setzt in der Kampagne mehr denn je auf Kooperation. Auf der Gamescom konnten wir schon einen kompletten Level des One-Shooters begutachten – vom Hocker haute der uns allerdings nicht.

von Heiko Klinge,
06.08.2015 17:30 Uhr

Halo 5: Guardians - Video-Fazit: Nicht ganz geflasht vom Story-Modus Halo 5: Guardians - Video-Fazit: Nicht ganz geflasht vom Story-Modus

Während der Xbox-Pressekonferenz fokussierte sich Entwickler 343 Industries vor allem auf den Multiplayer-Modus mit den beiden großen Säulen Warzone und Arena von Halo 5: Guardians. Aber so spaßig die Mehrspieler-Eskapaden auch sein mögen, braucht ein Halo zusätzlich natürlich auch eine gescheite Kampagne. Und was die Entwickler dort planen, haben sie uns hinter verschlossenen Demo anhand einer Beispielmission erzählt. Hier die Fakten und unsere persönlichen Eindrücke:

  • 343 verspricht die bislang größte Story-Kampagne der Halo-Geschichte, die Dutzende Planeten, Locations umfassen soll.
  • Zentrales Thema ist die Jagd des Fireteams Osiris um Agent Locke auf das Blue Team des Master Chiefs, der seinerseits - wie könnte es anders sein - einer gewaltigen galaktischen Bedrohung auf der Spur ist.
  • Zum Blue Team gehören neben dem Master Chief noch die Spartaner Linda, Frederic und Kelly, die bereits in den Büchern zur Serie auftauchten.
  • Das Fireteam Osiris besteht aus Jameson Locke, Vale, Buck und Tanaka.

Der erste Halo-Shooter von 343: Halo 4 im Test

Der Master Chief schart mit Linda, Fred und Kelly ein eingespieltes Team um sich. Der Master Chief schart mit Linda, Fred und Kelly ein eingespieltes Team um sich.

  • Die komplette Kampagne lässt sich im Koop spielen, Mitspieler können jederzeit ein- und ausstiegen. Sobald jemand die Partie verlässt, übernimmt automatisch die KI.
  • Hauptmotivation, um auch die anderen Charaktere zu spielen: Viele Dialoge sollen sich ändern, wenn man andere Teammitglieder übernimmt. So sollen wir neue Story-Aspekte entdecken.
  • Die Charaktere unterscheiden sich auch spielerisch leicht voneinander. Als Beispiele nannten die Entwickler ein unterschiedliche Laufgeschwindigkeiten und das Tempo beim Nachladen. Auch die HUDs sollen je nach Charakter anders aussehen.
  • KI-gesteuerte Kameraden sollen auch ohne unsere Hilfe gut klarkommen, dennoch dürfen wir dedizierte Kommandos geben.
  • Kommandos sind kontextsensitiv und benötigen nur einen Knopfdruck: Gesehen haben wir »Kameraden wiederbeleben«, »dort lang gehen«, »diesen Gegner angreifen« und »diese Waffe aufnehmen«. Auch »dieses Fahrzeug benutzen« soll es geben.
  • Die Demomission war die zweite der Kampagne und damit der erste Einsatz des Masterchiefs.

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Die Hunter wirken in den Kampagnen-Spielszenen bedrohlicher denn je.Die Hunter wirken in den Kampagnen-Spielszenen bedrohlicher denn je.

  • Unserer Meinung nach eine eher unglückliche Wahl, denn es ging darum, eine Raumstation von Covenant-Plünderern zu befreien und die lebenserhaltenden Systeme zu reaktivieren. In der Demo lief das aber auf »töte alles, was sich bewegt« hinaus. Das wirkte stellenweise mehr wie ein Koop-Horde-Modus als eine cool inszenierte Story-Mission.
  • Innenräume waren noch nie die große Stärke der Halo-Serie und die grauen Hallen und Hangars wirkten dann auch eher unspektakulär.
  • Vorteil des neuen Koop-Prinzips: Die Areale wirken deutlich größer als in den Vorgängern, sind vertikaler und erlauben zahlreiche Angriffsrouten und Vorgehensweisen.
  • In der Demo schnappte sich der Masterchief ein Scharfschützengewehr, schickte sein Team in die untere Etage und erklomm seinerseits die oberen Stockwerke des Hangars, um von dort die abgelenkten Feinde aus sicherer Entfernung unter Beschuss zu nehmen.
  • In den Gefechten müssen wir uns offensichtlich von Anfang an mit wahren Massen von Feinden auseinandersetzen. In der Demomission segneten innerhalb weniger Minuten etliche Covenant das Zeitliche.
  • Durch den Dauerbeschuss - möglicherweise aber auch mangels Skill des Vorspielers - war die Schildanzeige des Masterchiefs während der Demo selten über 50%, was der Anzug serientypisch mit einem nervigen Alarmpiepsen quittierte. Das sollte 343 dringend noch entschärfen.

Die Levels sind nun deutlich ausladender - perfekt für das Koop-Gameplay.Die Levels sind nun deutlich ausladender - perfekt für das Koop-Gameplay.

  • Etwas störend für die Immersion: Für das Team markierte Feinde bekommen einen roten, stark leuchtenden Umriss.
  • Cool für die Immersion: Unsere Kameraden kommentieren lebhaft das Geschehen, so dass wir uns tatsächlich als Teil eines Teams fühlen.

Zum Schluss der Demo gab's dann doch noch eine wirklich neugierig machende Story-Sequenz:

Warnung: der folgende Absatz enthält Spoiler

Als wir mit dem Masterchief die finale Hangarbrücke zum Missionsziel erreichen, werden wir von einem drei Meter großen Covenant-Alien attackiert. Im (nicht spielbaren) Gefecht geht die Brücke kaputt, der Masterchief stürzt in die Tiefe, alles wird schwarz. Geweckt werden wir von der totgeglaubten Cortana, die uns warnt, dass wir nur drei Tage Zeit haben, um eine gewaltige Katastrophe zu verhindern.

Ein Traum? Eine Vision? Realität? Wir wissen es nicht. Und sind nun trotz der eher enttäuschenden Demo neugierig, wie die Kampagne weitergeht.

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