Okami im Test

Ein besonderes Abschiedsgeschenk einer besonderen Spieleschmiede: Mit Okami beglücken die Viewtiful-Joe-Macher Clover die PS2 mit einem wunderschönen Action-Adventure.

von Bernd Fischer,
07.02.2007 23:53 Uhr

Action-Adventures laufen oft nach einem gewohnten Schema: Ihr startet als unbedarfter Held in einem kleinen Dorf, gewinnt nach und nach Fähigkeiten und am Schluss steht die Rettung der Welt auf dem Programm. Okami wirft dieses Schema zwar nicht unbedingt über den Haufen, dafür sind die Grundvoraussetzungen für die Geschichte komplett andere und das ultimative Ziel bereits kurz nach Spielbeginn bekannt: Im Mittelalter macht ein achtköpfiges Monster Japan unsicher. Die einzige Kreatur, die diesem Untier die Suppe versalzen kann, ist ein mit göttlichen Kräften gesegneter Wolf. Dieser Vierbeiner besitzt ein Instrument, mit dem man Leben erschaffen und zerstören kann: einen Pinsel. Dieses Werkzeug ist es dann auch, um das sich alle Aufgaben, alle Rätsel drehen - neben eurem Denkvermögen und eurer Geschicklichkeit natürlich!

Okami
Genre: Action
Release: 09.02.2007

Reinemachen in Japan

Okami konzentriert sich auf drei grundlegende Spielelemente: Stadtbesuche mit typischen Nebenaufgaben, Kämpfe und das »Säubern« der Landschaft: Denn durch den bösen Einfluss des Monsters wurden ganze Landstriche verseucht und Leben zerstört. Es ist also eure Aufgabe, Dungeons abzuklappern und die göttlichen Bäume wiederzubeleben – diese sorgen wieder für klare Luft.

Ihr steuert Amaterasu (so heißt der Wolf) aus der »Von hinten«-Perspektive durch die Areale. Die Kamera lässt sich meist frei drehen. Auf Knopfdruck schaltet ihr in den Zeichenmodus. Hier wird das Bild dann eingefroren, und ihr dürft den Zauberpinsel mit dem Analog-Stick bedienen. Ihr malt direkt in die Landschaft, allerdings kommt es hier darauf an, dass ihr das Zeichengerät an den richtigen Stellen schwingt. Nach und nach lernt ihr unterschiedliche »Göttersprüche«, die an der richtigen Stelle sofort Wirkung zeigen: So sprengt ihr mit dem entsprechenden Symbolen Felsblöcke weg, baut Brücken über Wasser, zieht euch an speziellen Blumen hoch oder lasst euch über kleine Fontänen auf höhere gelegene Areale befördern. Theoretisch dürft ihr an jeder Stelle den Pinsel auspacken. Ihr müsst allerdings euren Tintenvorrat im Auge behalten, der sich nur langsam wieder füllt. Um an mehr Farbe zu gelangen, habt ihr mehrere Möglichkeiten: Entweder ihr freundet euch durch Futtergabe mit anderen Tieren an, oder ihr sorgt für einen unerwarteten Frühling. Denn überall in der Welt von Okami verteilt findet ihr absterbende Bäume, die ihr durch einen flinken Pinselstrich wiederbelebt. Durch beide Aktionen sammelt ihr göttliche Punkte, die ihr wiederum in mehr Lebensenergie oder einen größeren Tintenvorrat eintauscht.


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