Skate 2 im Test - Review für Xbox 360 und PlayStation 3

Electronic Arts neues Skate-Spiel will auf den gelungenen Vorgänger noch eins draufsetzen. Ob das gelungen ist, erfahrt ihr im Test.

von Jan Walenda,
28.01.2009 17:34 Uhr

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Die Tony Hawk-Reihe zählte in der Konsolenwelt jahrelang als unangefochtener König des Rollbrett-Trendsports. Kein Wunder: Was Activision 1998 mit Tony Hawk’s Pro Skater auf PSone, N64 und Dreamcast begründete, wurde in regelmäßigen Fortsetzungen konsequent verbessert und ausgebaut. Von Spiel zu Spiel kamen waghalsigere Sprünge und spektakulärere Tricks dazu, aber das Prinzip blieb immer gleich: Funsport fernab der Realität, Arcade statt Simulation. Die Ankündigung der waschechten Skateboard-Simulation Skate Mitte 2007 sorgte deshalb für einigen Wirbel. Waren wir anfangs noch etwas skeptisch, so überzeugte uns das Spiel mit dem simplen Titel schnell und verdrängte letztendlich das altehrwürdige Tony Hawk von der Spitze des Trendsportgenres. Die Fortsetzung Skate 2 soll an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen und durch sinnvolle Neuerungen sogar ein noch echteres Skateboard-Gefühl bescheren.

Skate 2
Genre: Sport
Release: 05.02.2009

San Vanelona im Wandel

Beginnen wir ganz am Anfang: Ihr habt die letzten fünf Jahre im Knast verbracht und kommt jetzt wieder in die fiktive Stadt San Vanelona aus dem ersten Skate zurück. Dort hat sich während eurer Abwesenheit einiges getan: Nach einer nicht näher benannten Katastrophe wurde die Metropole komplett neu hergerichtet und trägt nun den Namen New San Vanelona. Mit haufenweise Neuerungen ist die Stadt eigentlich der ideale Ort zum Skaten, hätten da nicht die Gesetzeshüter ein Wörtchen mitzureden: Die Spaßverderber vertreiben die Skater nämlich von den besten Spots. Sobald ihr euer Aussehen im Charaktereditor (siehe Kasten) festgelegt habt, widersetzt ihr euch der Autorität und holt »New San Van« wieder zurück auf die Skating-Landkarte.

Real statt abnormal

Kenner des Vorgängers fühlen sich bei der Steuerung sofort wieder gut aufgehoben, Tony Hawk-Jünger müssen allerdings mächtig umdenken: Auf Knopfdruck führt ihr nämlich nicht wie von selbst haushohe Sprünge oder halsbrecherische Grinds aus, sondern stoßt lediglich euer Board an. Tricks funktionieren alle nach einem Grundprinzip: Mit den Analogsticks steuert ihr sowohl das Board, als auch den Körper eures Skaters. Drückt ihr beispielsweise den rechten Analogstick nach unten, geht die Figur in die Hocke und holt Schwung. Drückt ihr dann schnell nach oben, führt euer Skater einen gewöhnlichen Ollie aus. Die Schultertasten sind dabei für Grabs (Griffe) am Board zuständig, mit dem linken Stick verlagert ihr das Gewicht des Sportlers und dreht euch in der Luft. Das Prinzip der Steuerung ist schnell erlernt, wer aber ordentliche Kombos vom Stapel lassen will, für den gilt: üben, üben üben!

Wie schon beim Vorgänger ist der Lerneffekt von Skate 2 enorm motivierend. Habt ihr nach unzähligen Stürzen endlich euren ersten Grind gestanden, wollt ihr gleich noch einen Flip hintendran einbauen, um noch mehr Punkte zu erzielen. Im Trickrepertoire hat die Trendsport-Simulation im Vergleich zum ersten Teil noch mal zugelegt: Neben einer Reihe neuer Grinds und Fingerflips sind jetzt auch Handplants möglich. Witzig: Beim ebenfalls neuen Hippy Jump springt ihr aus voller Fahrt vom Board aus über eine Bank, während euer Brett darunter durchrollt. Dabei ist aber -- wie bei allen Tricks in Skate 2 -- exaktes Timing gefragt. Stürze kratzen im zweiten Teil aber nicht nur an eurem Skater-Ego, sondern hinterlassen auch ihre Spuren an eurem Skater: Dreckige Klamotten sind dabei sehr realistisch, die Schürwunden an Armne und Beinen sehen extrem schmerzhaft aus.


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