Sledgehammer Games - Advanced-Warfare-Entwickler arbeitete zuvor an einem CoD-Teil im Vietnamkrieg

Laut einem Interview mit Glen Schoflied von Sledgammer Games arbeitete das Studio vor Advanced Warfare schon mal an einem Call of Duty. Der Ableger sollte allerdings aus der Third-Person-Perspektive gespielt werden und den Vietnamkrieg behandeln.

von Tobias Münster,
05.05.2014 18:50 Uhr

Vor Advanced Warfare (im Bild) befand sich bei Sledgehammer Games schon mal ein Call-of-Duty-Ableger in Arbeit, der im Vietnamkrieg spielen sollte.Vor Advanced Warfare (im Bild) befand sich bei Sledgehammer Games schon mal ein Call-of-Duty-Ableger in Arbeit, der im Vietnamkrieg spielen sollte.

Erst letzte Woche hatte Activision Call of Duty: Advanced Warfare offiziell angekündigt. Dabei handelt es sich um den ersten Teil der Shooter-Reihe allein von Sledgehammer Games. Das kalifornische Studio befindet sich jetzt in einer Rotation mit Infinity Ward und Treyarch, in der jeder Entwickler drei Jahre Zeit für einen neuen CoD-Titel hat.

Bevor Sledgehammer Games aber mit der Entwicklung von Advanced Warfare begann, befand sich bei dem Studio noch ein ganz anderes Spiel in Arbeit, das Bestandteil der Call-of-Duty-Marke werden sollte. Das hat einer der Gründer von Sledgehammer Games, Glen Schofield, jetzt im Interview mit Game Informer bestätigt.

Laut Schofield arbeitete Sledgehammer Games zunächst an einem Call-of-Duty-Ableger, der aus der Third-Person-Perspektive gespielt wird. Das nie fertig gestellte Spiel sollte sich demnach in der Ära des Vietnamkriegs ansiedeln, vor allem aber Gefechte auf Laos und in Kambodscha behandeln. Auf das Projekt gab es 2010 schon einige Hinweise, es kamen jedoch nie Details darüber ans Tageslicht.

»Wir hatten schon sechs oder acht Monate daran gearbeitet, und die Story nahm richtig Fahrt an. Wir hatten auch ein paar coole Spielmechaniken. Zum Beispiel gab es da eine Szene, die ich eines Tages unbedingt noch in einem Spiel haben will, aber die ist nichts für die First-Person-Perspektive.«

Das Vietnam-CoD hätte zudem »einige Momente wie in Dead Space enthalten«, so Schofield, der bei Visceral Games selbst schon an dem Grusel-Actionspiel mitgewirkt hatte. Viele Abschnitte hätten nämlich in beengten Tunneln stattgefunden. Laut Schofield hatte das Studio schon eine etwa 15 Minuten lange komplett spielbare Version seines CoD-Ableger erstellt.

Dass die Entwicklung des Titels letztendlich abgebrochen wurde, lag laut Schofield daran, dass sich das Studio die Gelegenheit nicht entgehen lassen wollte, Infinity Ward bei der Entstehung von Call of Duty: Modern Warfare 3 unter die Arme zu greifen:

»Bei uns gehörte es dazu, dass wir die Entscheidung alle gemeinsam getroffen haben. Natürlich hätten wir das Spiel sehr gern noch fertig gestellt. Wir haben uns in der Nische sehr wohl gefühlt, aber es war doch nichts im Vergleich dazu, an dem First-Person-Blockbuster für 2011 mitzuarbeiten.«

Die Beteiligung an Modern Warfare 3 dürfte für Sledgehammer Games schließlich das Sprungbrett gewesen sein, kurz darauf von Activision auch mit seinem eigenen »First-Person-Blockbuster« beauftragt zu werden.

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