Star Wars: Battlefront 2 - EA glaubt, dass Mikrotransaktionen den Spielern nichts ausmachen

Das Fortschritts-System in Star Wars: Battlefront 2 sorgt für erhitzte Gemüter. Electronic Arts hat zwar bereits die Preise für Helden gesenkt, glaubt aber anscheinend trotzdem, dass die Konsumenten der Monetarisierungs-Ansatz nicht stört.

von David Molke,
15.11.2017 11:45 Uhr

Star Wars: Battlefront 2 steht wegen des Fortschritts-Systems und der Monetarisierung in der Kritik.Star Wars: Battlefront 2 steht wegen des Fortschritts-Systems und der Monetarisierung in der Kritik.

Star Wars: Battlefront 2 erscheint erst übermorgen. Im Vorfeld gibt es allerdings bereits viel Aufregung um einige Aspekte des Spiels wie zum Beispiel die Kosten der Helden. Um Darth Vader oder Luke Skywalker freizuspielen, wären ursprünglich rund 40 Stunden Spielzeit vonnöten gewesen – es sei denn, die Spieler geben Echtgeld aus, um das zu beschleunigen.

EA hat auf die Kritik bereits reagiert und die Kosten gesenkt. Ein Rechtfertigungs-Statement des Publishers bekam so viele Reddit-Downvotes wie kein anderer Beitrag zuvor. Trotzdem scheint der Chief Financial Officer von EA immer noch zu glauben, dass die Fans eigentlich kein Problem mit der speziellen Form der Monetarisierung in Star Wars: Battlefront 2 haben.

"Was wir wirklich tun, ist, zu versuchen, einen Live-Service aufzubauen, indem wir stetig neue Inhalte zum Spiel hinzufügen und den Leuten neue Möglichkeiten geben, das Spiel zu spielen. Sie können spielen und Dinge verdienen oder sie können für die Dinge tatsächlich auch bezahlen."

Blake Jorgensen spricht dann auch über die Kritik an den Helden-Kosten sowie den Widerstand, den es gegen Lootbox-basierte Mikrotransaktionen gibt, die nicht nur kosmetische Items beinhalten.

"Sachen, die wir heute gehört haben, werden wir im Spiel anpassen und morgen ist es anders. Wir können die Spiele jetzt die ganze Zeit über verändern und darauf reagieren und Events designen, damit die Leute die Spiele mit der Zeit auf unterschiedliche Art und Weise genießen können."

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Obwohl es sogar Todesdrohungen gegen EA-Mitarbeiter gab, erklärt Blake Jorgensen, dass den Konsumenten das alles nichts ausmacht.

"Wir stellen fest, dass dem Konsumenten das nichts ausmacht. Sie kriegen tatsächlich sogar die Chance, tiefer zu gehen und mehr Zeit in einem Spiel zu verbringen als sie es jemals zuvor getan haben."

"Leute reden nicht mehr darüber, ein Spiel zu spielen, sie sprechen darüber, den Live-Service zu spielen. Und wir sind nicht allein, die Industrie hat sich in diese Richtung bewegt. Das ist es, wohin die Leute gehen."

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Zumindest hat er wahrscheinlich dahingehend recht, dass die meisten Fans das Ganze wohl nicht schlimm genug finden, um darauf zu verzichten, sich das Spiel zu kaufen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die herbe Kritik letztlich auch in den Verkaufszahlen niederschlägt.

Seht ihr das auch so? Macht euch das Monetarisierungs-System etwas aus?

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