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The First Templar im Test - Schwertschwinger-Action mit Koop-Modus

Warum den bulgarischen Entwicklern Haemimont Games ihre Premiere auf der Xbox 360 nur mäßig gelingt, erfahrt ihr in unserem Test zu The First Templar.

von Christian Ströhl, Sebastian Klix,
18.05.2011 12:41 Uhr

Der Publisher Kalypso schickt uns in der Koop-Schnetzelei The First Templar in die Zeit der Tempelritter und auf die Suche nach dem Heiligen Gral. Auch in technischer Hinsicht ist das Actionspiel eine Reise in die Vergangenheit. Das bulgarische Studio Haemimont Games entwickelte bisher vorrangig solide Strategietitel für den PC, etwa Tropico 3. Nun betritt er mit The First Templar Neuland und liefern ein Schwertschwinger-Actionspiel für den Vollpreis-Markt ab, das vor allem mit seinem Koop-Modus gegen ähnliche, vor der Tür stehende Titel wie Hunted: Die Schmiede der Finsternis und The Cursed Crusade bestehen will.

» The First Templar - Test-Video ansehen

Indy würde müde lächeln

Die zwei Templer Celian und Roland sind auf der Suche nach dem Heiligen Gral.Die zwei Templer Celian und Roland sind auf der Suche nach dem Heiligen Gral.

Der französische Tempelritter Celian von Arestide hat fast sein ganzes Leben der Suche nach dem Heiligen Gral verschrieben. Endlich findet er bei seinen Nachforschungen eine heiße Spur, die nach Ascalon weist. Vorher macht er sich mit seinem Templerkollegen und bestem Freund Roland jedoch noch schnell nach Zypern auf, um sich beim Großmeister des Ordens den Segen für die Expedition abzuholen. Hier erfahren die beiden außerdem, dass eine Sarazenen-Armee die Festung des bedeutenden Templers von Ibelin gestürmt und diesen getötet hat. Seine Tochter Marie, die mehr über den Gral wissen soll, wurde von der dominikanischen Inquisition der Ketzerei beschuldigt und in der Abtei St. Jacques festgesetzt. So brechen unsere beiden Kreuzfahrer dorthin auf, um die Gute rauszuhauen. Wer hätte es gedacht: Natürlich wird es später noch »komplizierter«, und unsere Abenteurer bekommen es nicht nur mit Sarazenen und der Inquisition zu tun, sondern auch mit dem Gefolge des französischen Königs Philipp IV. Das Ganze natürlich inklusive einer groß angelegten Verschwörung gegen den Templerorden. Wenn ihr dabei irgendwann den Faden verliert, brauch ihr euch nicht schämen: Das liegt nicht an den Schlaufen der Handlung, sondern vor allem an deren Präsentation durch blasse Charaktere, Bildschirmtexte, Gespräche, die mitten in Kampfhandlungen geführt werden, und diverse Unglaubwürdigkeiten. Beispiel: Wieso steht in Maries Zelle eine teilnahmslose Wache, die sich von der Edeldame einfach niederstechen lässt? Wo hat die Dame den Dolch her? Und warum zum Henker braucht sie überhaupt unsere Hilfe, wenn der Hebel, der die Zellentür öffnet, problemlos durch das Gitter erreichbar ist? Somit plätschert die Geschichte trotz erkennbarer Mühe, die sich die Entwickler gegeben haben, an einem vorbei, ohne wirklich mitzureißen. Nicht zuletzt deshalb, weil praktisch alle Wendungen vorhersehbar sind. Als beispielsweise Roland bei der Befreiung von Marie den vermeintlichen Heldentod stirbt, wissen wir genau: »Ach, der kommt schon wieder.« Schließlich konnten wir im Charaktermenü bereits Rolands zukünftige, noch gesperrte Rüstung und fortgeschrittene Fertigkeiten in seinem Skillbaum bewundern.

Neues von der Augsburger Puppenkiste

Das Kampfsystem von The First Templar ist sehr simpel.Das Kampfsystem von The First Templar ist sehr simpel.

Unser Hauptcharakter Celian ist somit nie alleine unterwegs, sondern in Begleitung von Roland oder Marie, die im Solospiel von der KI übernommen werden. Auf Tastendruck können wir in ihre Haut schlüpfen. Wirklich nötig ist das fast nie, außer Celian fällt mal im Kampf und muss wiederbelebt werden. Oder eines der relativ simplen Rätsel erfordert es, etwa wenn sich ein Tor nur durch die Betätigung von zwei Hebeln. Die Intelligenz der Kollegen schwankt dabei recht stark. Besiegt er im einen Moment noch im Alleingang einen Boss-Gegner, sieht er im nächsten Moment seelenruhig zu, wie uns ein Kriegshund auf den Boden befördert und an uns herumnagt. Im Mittelpunkt des Spielgeschehens steht der Nahkampf gegen zahlreiche Sarazenen, Ritter und diverses Viehzeug. Für deren Beseitigung erhalten wir Erfahrungspunkte, die in einem relativ unübersichtlichen Fertigkeitenbaum gegen neue bzw. verbesserte Attacken, mehr Lebensenergie oder Inbrunst ausgegeben werden können, die wir für starke Spezialangriffe benötigen. Besonders zahlreich oder vielseitig sind die Angriffskombinationen dabei nicht, zumal stures Button-Bashing gegen die meisten Gegner völlig ausreicht. Gegen etwas stärkere Kontrahenten oder gar die spärlich gesäten Bosse müssen wir hingegen mal unseren Schild einsetzen, ausweichen oder deren Verteidigung mit einem aufgeladenen Schlag durchbrechen. Das war’s dann aber auch schon mit der taktischen Komponente. Finishing-Moves werden meist automatisch ausgelöst, nur gelegentlich müssen wir im Zuge eines Quicktime-Events auf eine bestimmte Taste hämmern. Größter Knackpunkt an der Sache sind jedoch die hölzernen und unzeitgemäßen Animationen. Sind diese bei den Kämpfen noch gerade so erträglich, bleiben Gestik und Laufanimationen weit hinter aktuellen Standards zurück.

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