This War of Mine: The Little Ones im Test - Erfolgreich deprimierend

This War of Mine: The Little Ones zieht runter. Und das ist gut so, denn es ist genau das, was wir von einem Antikriegsspiel erwarten.

von Dennis Kogel, Ann-Kathrin Kuhls,
20.01.2016 17:05 Uhr

This War of Mine: The Little Ones - Test zur Konsolen-Version This War of Mine: The Little Ones - Test zur Konsolen-Version

Unseren Schlüsselmoment in This War of Mine: The Little Ones erfahren wir nicht, als unsere Überlebenden ausgelaugt vor einem Ratteneintopf stehen, auch nicht, als wir merken, dass Juwelen auf dem Schwarzmarkt keine Dose Hundefutter wert sind. Es macht Klick, als eine unserer Spielfiguren aus reiner Not einen Mord begehen muss. Die Angehörigen sacken um die Leiche des Opfers zusammen, weinen und flehen um Gnade. Während unser Mörder in sein Versteck flieht und dort verzweifelt. Diese Tat wird uns den Rest des Durchlaufs begleiten, und spätestens jetzt ist klar: This War of Mine: The Little Ones ist kein normales Spiel.

Gewohnte Spielmechanik

Dabei bedient sich This War of Mine: The Little Ones eigentlich bei einem Genre, das aktuell konventioneller nicht sein könnte: bei der Überlebenssimulation. Wie in Don't Starve, Ark: Survival Evolved oder The Forest gilt es, das Überleben einer kleinen Gruppe von Figuren zu sichern. Im Gegensatz zu den eher fantastischen Szenarien anderer Survival-Spiele geht es hier aber um einen brutalen Bürgerkrieg in der fiktiven Stadt Pogoren. Die Protagonisten sind keine Superhelden, sondern Mathelehrer, Fernsehköche und Fußballer.

Die Herausforderungen bleiben dennoch ähnlich: Jeder Überlebende braucht täglich Nahrung, Wärme, Schlaf und Komfort. Um diese Bedürfnisse zu erfüllen, müssen wir Essen finden, den Unterschlupf mit knappen Ressourcen verbessern und Angreifer abwehren. In der konsolenexklusiven Version The Little Ones wird die Riege der Überlebenden durch Kinder erweitert. Die Kleinen sind zwar mit weniger Nahrung zufrieden, brauchen aber auch mehr Zuwendung in Form von Gesprächen oder Spielen.

Der Spielablauf ist dabei in zwei Teile geteilt: Tag und Nacht. Tagsüber sieht man das Lager der Gruppe in einer Art Querschnittansicht und hat begrenzt Zeit, um das verwüstete Wohnhaus auszubauen. In Echtzeit schickt man den Fernsehkoch per Mausklick an den Herd, um mit Fleisch aus der Rattenfalle Eintopf für die Gruppe zu kochen, lässt den Feuerwehrmann die Werkbank aufwerten oder die Kindergärtnerin Kräuterzigaretten drehen. Die Kinder können Fähigkeiten wie beispielsweise Kochen lernen, wenn ein Erwachsener es ihnen beibringt. So erschaffen wir uns unsere eigenen Spezialisten.

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