Tomb Raider: Underworld im Test - Review für PlayStation 3 und Xbox 360

Crystal Dynamics führt die Spielphilosophie von Tomb Raider: Legend fort und schickt euch in die Unterwelt.

von Kai Schmidt,
21.11.2008 00:00 Uhr

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Als wir das letzte Mal mit Lara Croft unterwegs waren, hüpften und rätselten wir in Tomb Raider: Anniversary durch ein Remake ihres allerersten Abenteuers aus der PSone-Ära. Davor war die schießwütige Britin in Tomb Raider: Legend auf der Suche nach dem legendären Schwert Excalibur. Mit Tomb Raider: Underworld kommt nun die Fortsetzung zu Legend. Bei solchen Verwirrspielen erinnert man sich nur zu gerne an die guten, alten Zeiten zurück, als Fortsetzungen noch handfeste Nummern statt austauschbarer Untertitel hatten! Aber lassen wir das Titel-Tohuwabohu beiseite. Underworld schließt direkt an Legend an: Lara hat mit dem Schwert Excalibur ein Fenster nach Avalon geöffnet und glaubt, dort ihre tot geglaubte Mutter zu sehen. Das Tor wird jedoch verschlossen, bevor sie sich vergewissern kann. Nun setzt die Abenteurerin alles daran, den wahren Eingang zum mystischen Avalon zu finden. Um die Pforte anschließend auch öffnen zu können, braucht sie allerdings die Rüstung des nordischen Donnergottes Thor, die auf mehreren Kontinenten versteckt sind.

TR: Underworld
Genre: Action
Release: 21.11.2008

Trip in die Unterwelt

Lady Croft macht sich also auf die Suche nach den Einzelteilen der Rüstung, die aus zwei Handschuhen und einem Gürtel besteht -- später könnt ihr damit besondere, markierte Objekte bewegen. Versteckt sind die göttlichen Accessoires in unterirdischen Labyrinthen, die natürlich mit einer Menge fieser Fallen vollgestopft sind. Vor der Erkundung der Labyrinthe steht allerdings noch die Suche nach dem Eingang. Um die Pforten zu öffnen, müssen uralte Mechanismen in Gang gesetzt werden, was mit einigem Denksport verbunden ist: Lara soll Artefakte korrekt einsetzen, Hebel in der richtigen Reihenfolge ziehen, Schalter mit Steinen beschweren und Kisten verschieben. Dazu kommen gefährliche Passagen wie Balanceakte über brüchige Stege, ein Tauchgang im Eismeer und sogar das Erklimmen eines Turms vor dem Tor zum mystischen Helheim. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger setzt Underworld wieder verstärkt auf halsbrecherische Klettereien -- ein Spielelement, das besonders in Laras Videospiel-Anfangstagen sehr zum Erfolg der Reihe beitrug, aber in Legend zugunsten flott inszenierter Action vernachlässigt wurde. Ab der Mitte des Spiels werdet ihr allerdings dazu gezwungen, einige Level-Abschnitte auf einem Motorrad zu bewältigen. Die Steuerung des Bikes ist ziemlich schwammig und macht die Fahrsequenzen zu einer der großen Schwächen des Spiels. Sie führen gerade dann, wenn ihr unter Zeitdruck steht, wegen der bockigen Lenkung zu Frustmomenten.


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