Vigil Games - Kein Kaufinteressent für die Darksiders-Macher

Die Darksiders-Entwickler Vigil Games standen bei der Zwangsversteigerung einiger THQ-Studios unter dem Hammer. Haben wollte das Studio aber niemand. Nur ein Unternehmen zeigte Interesse.

von Tony Strobach,
24.01.2013 11:51 Uhr

Darksiders 2 - Keiner will die EntwicklerDarksiders 2 - Keiner will die Entwickler

Bei der Zwangsversteigerung des Publishers THQ nach dessen Insolvenz kamen einige zugehörigen Entwicklerstudios und Spielemarken des Unternehmens unter den Hammer. Für die Darksiders -Macher Vigil Games fand sich allerdings kein Interessent.

Laut vg247.com ist Vigil damit weiterhin Teil des Insolvenzprozesses von THQ, zusammen mit einigen Aktiva, darunter auch die Verlagsabteilung des Unternehmens. Die Zukunft des Studios bleibt damit weiter unklar. Findet sich kein Interessent, muss es wahrscheinlich aufgelöst werden.

In einem Brief an die Belegschaft erklärte THQ: »Es tut uns wirklich leid für die Mitarbeiter und Fans von Vigil Games. Es ist ein Hohn, dass das Team und ihr Potential nicht anerkannt wurden.«

Sehr zuversichtlich waren Vigil Games bezüglich ihres aktuellen Projekts mit dem Codenamen »Crawler«: »Ich weiß ohne auch nur den geringsten Zweifel, dass das Projekt an dem wir gearbeitet haben die Leute weggeblasen hätte. Tatsächlich HAT es die Leute weggeblasen«, so Ben Cureton, Lead-Combat-Designer von Vigil Games.

Haydn Dalton, der Lead Designer von Darksiders 2 äußerte sich via Twitter ebenfalls betroffen über den Ausgang der Auktion. Das Studio habe trotz der schlechten Verkaufszahlen von Darksiders 2 schon Pläne für Darksiders 3 gehabt: »Es gab einen Hoffnungsschimmer, dass es irgendwann ein Darksiders 3 mit 4 Spieler-Koopgeben würde; heute ist dieser aber in den Sonnenuntergang geritten.«

Vieleicht ist aber noch nicht aller Tage Abend, denn Platinum Games ( Bayonetta , Vanquish ) hat mittlerweile Interesse an Vigil Games' Marke Darksiders bekundet. Auf der offiziellen Auktion wollte das Studio aber anscheinend auf Grund der für sein Budget zu hoch veranschlagten Startgebote nicht mitbieten:

»Beim großen Ausverkauf von THQ sieht es so aus, als hätte niemand Darksiders erworben. Wenn es billig zu haben ist, würde ich es gerne kaufen«, so der Platinum-Games-Mitbegründer Atsushi Inaba via Twitter.

Wie ernst das Interesse von Inaba ist, ist aber fraglich.

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