Ravensword: Shadowlands im Test
Auf den Schwingen eines Flugsauriers
Fazit der Redaktion
»Ravensword: Shadowlands tut zu Beginn vieles, um den Spieler abzuschrecken: Das grausige Tutorial, das die meisten Dinge erst gar nicht erklärt, der unspektakuläre Einstieg in die Geschichte und die anfänglich hohe Schwierigkeit sind Designfehler, die dem Spiel höhere Wertungen verbauen. Dabei bietet es so vieles, was sonst nur von Spielen auf dem RPG-Olymp geboten wird: Eine wirklich riesige Landschaft, die zudem frei erkundbar ist, genug Auswahl an Waffen, Magie und Rüstungen, um den eigenen Charakter den Wünschen nach zu modifizieren und wirklich als strahlenden Helden dastehen zu lassen, selbst die Zügel von Reit- und sogar Flugtieren kann der Spieler selbst in die Hand nehmen.
Ob man Ravensword: Shadowlands mag, ist schnell mit folgender Frage beantwortet: „Mag ich Spiele wie Skyrim oder Oblivion und kann ich damit leben, das Ganze der Größe des iOS-Geräts entsprechend in weniger epischem Ausmaß zu spielen?“. Die Ähnlichkeit zum Genreprimus auf PC und Konsolen ist unverkennbar; und es wäre verwunderlich, wenn dieses Spiel PCler und Konsoleros aus Himmelsrand fortlocken könnte. Mit diesem Vorbild macht Ravensword aber vieles besser als alle Spiele, die bei iTunes in der Rubrik „Rollenspiel“ um die Gunst der Spieler buhlen.
Ravensword ist wie ein Rabe, dem man zunächst auf dem Feld einer bereits beendeten Schlacht begegnet: Wer sich bereits beim Anblick des Aasfressers angewidert abwendet, verpasst, mit welcher Anmut dieser sich anschließend in die Lüfte erhebt.«
Jan Knoop
Freier Autor
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