Re-Volt Classic im Test
Drifts durchs Kühlhaus
Boxenstopp im Planetarium: In Re-Volt Classic von Big Bit jagen Spielzeugautos durch Spielzeugläden und Museen, bewaffnet mit Feuerwerkskörpern und Energiewaffen. Ob die kleinen Flitzer auch auf langer Strecke motivieren können, klären wir im Test.
Von
Jan Knoop
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Datum:
19.10.2012
Zum Thema
» Smartphone-Spieletests
Der Testkanal von GamePro
Die Faszination, die von ferngesteuerten Miniaturautos ausgeht, ergriff wie eine Seuche von Generationen von Kindern Besitz – und ließ manche, so Gerüchte, selbst im Erwachsenenalter nicht los. Über das Spaßpotential von Spielzeugen soll dieser Test nicht urteilen, wohl aber über deren digitale Pendants in
Re-Volt Classic
: Diese flitzen nicht über öde Kinderzimmerböden und Küchenkacheln, sondern durch Westernstädte oder über die Planken der Titanic, um in der Realität bei RC-Autos eher selten vorzufindenden Waffensysteme erweitert.
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Sagen aus dem letzten Millennium
Ein erster Blick ins Hauptmenü offenbart uns: Re-Volt Classic wartet mit eben jenen Spielmodi auf, die der Titel auch in der Originalfassung (PC, Dreamcast, PS, N64) enthielt: Wer in regulären Rennen gegen Computergegner sein Glück versuchen will, steigt direkt in Einzelrennen oder in die Meisterschaft ein, welche bei Absolvierung neue Strecken und Vehikel freischaltet. Solisten bietet Re-Volt Rennen gegen die Zeit, einen Übungsmodus, um die Strecken zu erkunden, und eine (einzelne) Stunt-Arena, die den Spieler über Rampen auf die Jagd nach Sternen schickt.
Der Umfang ist jedoch gering: Die Rennen gegen die Zeit sind in einem Spiel, das von der Freude über mit Raketen in den Straßengraben gejagte Gegner lebt, nicht motivierend, zumal die Rankings nur lokal gespeichert werden und keine Onlinebestenliste existiert. Die Meisterschaft ist lediglich eine Aneinanderreihung von bekannten Rennstrecken, die den mageren Umfang des Spieles verschleiern soll. Vielleicht ist es bereits aufgefallen, dass kein Wort über einen Mehrspielermodus gefallen ist: Dies liegt daran, dass er schlicht und ergreifend nicht existiert; ein Armutszeugnis, nicht nur hinsichtlich des Originals.
Bedrohte Tierarten auf Rädern
Absprung zwischen Spielzeughelikopter und Krokodil, leider grafisch bieder.
Wie aber schlägt sich das Spiel in den dominanten Einzelrennen? Nach der Wahl eines Gefährts aus den insgesamt 42 (freischaltbaren) Wagen, welche sich durch Geschwindigkeit, Beschleunigung und ihr Gewicht sowie der Art der Umsetzung (Front-, Heck oder Allradantrieb) unterscheiden.
Rein äußerlich unterscheiden sich die anfänglichen Vehikel vor allem durch ihre schrille Optik: Egal ob im pinken Candy Pebbles oder hinter der Fernbedienung des mit einem roten Kreuz versehenen, weiß grundierten Mr Grudge, alle Fahrzeuge sind im Eifer des Gefechts gut sichtbar. Später gesellen sich sogar skurrilere Zeitgenossen wie ein Panda auf Rädern zum Fuhrpark hinzu.