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GaymerCon - Spielemesse von Schwulen, für Schwule - Interview

Am 3. und 4. August 2013 wird in San Francisco die erste homosexuelle Spielemesse der Welt stattfinden. Unser Kollege André Peschke von Krawall.de sprach mit Benjamin Wallace, dem Mit-Gründer und Director of Strategy der GaymerCon.

Von Christian Fritz Schneider |

Datum: 09.08.2012; 10:28 Uhr


GaymerCon : Krawall.de fragt im Interview zur Gaymercom, ob sich die Spiele-Hersteller über die Jahre eine Spielerschaft voller »homophober Spasten« herangezüchtet hat. Krawall.de fragt im Interview zur Gaymercom, ob sich die Spiele-Hersteller über die Jahre eine Spielerschaft voller »homophober Spasten« herangezüchtet hat. Die GaymerCon ist eine Spielemesse von Schwulen, für Schwule sozusagen. Wie man sich das vorstellen muss, warum so was überhaupt nötig ist, wieso sich homosexuelle Spieler mit dem heutigen Software-Angebot oft nicht wohl fühlen und ob sich die Hersteller über die Jahre eine Spielerschaft voller »homophober Spasten« herangezüchtet haben – über all das und mehr diskutiert André Peschke von unserer Schwester-Webseite Krawall.de mit Benjamin Wallace, dem Mit-Gründer und Director of Strategy der GaymerCon.

» "Finger weg, Schwuchtel!" - Interview zur GaymerCon auf Krawall.de.

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SPRIGGAN
#1 | 09. Aug 2012, 10:47
Was für ein Unsinn :/
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Master Chief 1978
#2 | 09. Aug 2012, 10:58
Wirklich, so langsam geht es mir zu weit! Nix gegen Homosexuelle Männer oder Frauen. Aber irgendwo wird es lächerlich.
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madjonfan
#3 | 09. Aug 2012, 11:32
Mit der Wortwahl allein ist das ein klares Eigentor... "Gesellschaft homophober Spasten". So was... Ich kenne genug Schwule, die habens auch nicht nötig so zu reden.

Ich denke nicht, dass eine Messe mit der Thematik tatsächlich nötig ist. Aber das kann das Zielpublikum besser entscheiden.
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Musou Tensei
#4 | 09. Aug 2012, 12:23
Wers braucht.

Mein Motto lautet: "Ich bin nicht homophob oder rassistisch, ich hasse alle Menschen gleichwertig"

:ugly:
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PaDDoXian
#5 | 09. Aug 2012, 13:11
Ich schlage vor, erstmal den vollen Artikel von Krawall.de zu lesen, bevor ein unreflektierter Kommentar abgegeben wird. Man merkt dabei schnell, dass sich die Sache nicht so einfach einseitig erfassen lässt, wie es vielleicht anfangs scheint.
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Nohohon
#6 | 09. Aug 2012, 14:03
Jau... Krawall kann da prima drüber sprechen... *lol*

Es geht mir auf den Sack. Homosexuelle wollen gleich behandelt werden, aber tun dann irgendwie alles um sich auszugrenzen. Dies braucht man extra, das braucht man extra OH und da ist auch noch eine Sparte wo wir das können. Mir persönlich drängt sich da auf, dass das nur ein weiterer Sexkatalog ist um die nächsten Kontakte zu Quickies zu knöpfen. Bevor jetzt wieder die große Welle kommt: Nur ein Schwuler darf abwertend über andere Schwule reden. That being said:

Sollen sie es machen, aber wenn ich normal behandelt werden will, dann kann ich auf normale Gameconventions gehen, etc.

Natürlich ist es nicht schön, es reizt sogar, wenn man sieht wie gerade die jüngeren Leute mit dem Wort "Schwul" oder "Gay" umgehen. Es ist ein Synonym für schlechte Sachen, wird mit Scheiße und Co gleichgestellt, aber gerade deshalb sollte man nicht immer einen auf "wird sind normal - WIR GRENZEN UNS AUS" machen.
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Floh
#7 | 09. Aug 2012, 16:22
@ Nohon:

Ich finde, dass Du teilweise Recht hast, dass man mit extra Homo-Conventions sich eigentlich weiter ausgrenzt, als dass man versucht, einfach Homo und Hetero zusammen zu bekommen.
Trotzdem sind solche Kommentare nur unnötige Vorurteile:
Zitat von Nohohon:

dass das nur ein weiterer Sexkatalog ist um die nächsten Kontakte zu Quickies zu knöpfen.


Das Thema ist generell etwas schwierig, aber ich finde es wirklich übertrieben, da eine extra Convention für homosexuelle Spielebegeisterte zu organisieren, vorallen weil es eine ganz normale Veranstaltung zu sein scheint, bei der alle Aussteller die üblichen Spiele zeigen können, die auch auf nicht spezifizierten Spielemessen gezeigt werden sollen.

Da kann man doch auch auf eine allgemeine Gamesconvention gehen.
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Nohohon
#8 | 09. Aug 2012, 16:40
Ich sehe da nicht so viele Vorurteile drinnen. Ich hab's versucht diesen ganzen "Events" was abzugewinnen, egal ob CSD oder im Ansatz Versuche von solchen "Gaymer"-Events. Mein Fazit: Ich finde es bei solchen Sachen regelrecht peinlich zu sagen "ja, ich bin schwul", weil da so ziemlich permanent nur der Sex zelebriert wird. Klar, es gibt Ausnahmen, aber an jedem Klischee steckt ein Funken Wahrheit.

Der Sinn dieser Con scheint mir irgendwie auch nur wieder in die Richtung zu gehen. Klar, das geht jetzt vielleicht etwas weit, aber was zum Teufel soll denn da groß gezeigt werden, was dieses Con rechtfertigen soll? Spiele für Homosexuelle? Was sollen die denn groß anders machen als Spiele für Heterosexuelle? Wenn ich mir Seiten wie z.B. Gaygamer anschaue, dann geht's auch auch immer nur um eines: "OOOOOOH die sollen den neuen Datne schwul machen, den würde ich mitnehmen", etc. Spiele mit Homosexuellem Inhalt können sich doch nur durch Sex differenzieren. Das ist ja der einzige wirkliche Unterschied, weil sonst will man doch "normal" behandelt werden. Dann kann ich auch den normalen Bauern spielen, der nunmal loszieht und die Prinzessin rettet, oder den normalen US-Soldaten der "was auch immer abknallt".

Wie gesagt: Sollen sie es machen, aber ich sehe drin nur ein - ich formuliere es freundlich - Treffen zu Kontaktaufnahme mit Leuten gleicher Hobbies.
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Floh
#9 | 09. Aug 2012, 16:53
Zitat von Nohohon:
Ich sehe da nicht so viele Vorurteile drinnen. Ich habs versucht diesen ganzen "Events" was abzugewinnen, egal ob CSD oder im Ansatz Versuche von solchen "Gaymer"-Events. Mein Fazit: Ich finde es bei solchen Sachen regelrecht peinlich zu sagen "ja, ich bin schwul", weil da so ziemlich permanent nur der Sex zelebriert wird. Klar, es gibt Ausnahmen, aber an jedem Klischee steckt ein Funken Wahrheit.


Okay, den CSD mag ich auch nicht und mache selbst als Schwuler da immer einen riesen Bogen drum, da ich das ganze Sexgehabe nicht ausstehen kann

Zitat von Nohohon:
Der Sinn dieser Con scheint mir irgendwie auch nur wieder in die Richtung zu gehen. Klar, das geht jetzt vielleicht etwas weit, aber was zum Teufel soll denn da groß gezeigt werden, was dieses Con rechtfertigen soll? Spiele für Homosexuelle? Was sollen die denn groß anders machen als Spiele für Heterosexuelle? Wenn ich mir Seiten wie z.B. Gaygamer anschaue, dann gehts auch auch immer nur um eines: "OOOOOOH die sollen den neuen Datne schwul machen, den würde ich mitnehmen", etc. Spiele mit Homosexuellem Inhalt können sich doch nur durch Sex differenzieren. Das ist ja der einzige wirkliche Unterschied, weil sonst will man doch "normal" behandelt werden. Dann kann ich auch den normalen Bauern spielen, der nunmal loszieht und die Prinzessin rettet, oder den normalen US-Soldaten der "was auch immer abknallt".


Ohja, das stimmt, es gibt ja genügend Spiele, wo man seinen Charakter nicht ändern kann, wie zB Mario, das gefällt doch auch allen Orientierungen und da wird nicht gemeckert, dass Peach immer entführt wird und somit das typische Klischee der schwachen Frau immer wieder auflebt.

Im Artikel wird ja auch beschrieben, dass alle Aussteller kommen können, die wollen, dh es ist wirklich nur die Beschränkung anders, dass hier Homos willkommener sind, obwohl Heteros natürlich auch willkommen sein sollen, auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass sich der typische Heteromann da blicken lässt. ("Wenn ein Entwickler kommt und dort ein Spiel voller nackter Frauen mit dicken Titten zeigen will, nur zu.")
Von daher macht die Con wirklich keinen Sinn, denn es gibt inhaltlich keine Unterschiede zur "normalen" Gamesmesse.
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Nohohon
#10 | 09. Aug 2012, 17:05
Zitat von Floh:

Von daher macht die Con wirklich keinen Sinn, denn es gibt inhaltlich keine Unterschiede zur "normalen" Gamesmesse.


Eben das. Man hört immer dieses "Wir leben nicht mehr im Mittelalter", wir leben aber auch nicht mehr im 19. Jahrhundert. Beide Fronten sollten sich irgendwie ändern. Ich kann ja irgendwie verstehen dass sich der eine oder andere Homosexuelle (Geschlecht egal) sich bei so einer Con sicherer fühlt als auf der gamescom, aber das hat auch was von verstecken und da wundert es mich echt nicht dass so viele überhaupt keinen Plan haben wie normal die Leute eigentlich sind, wenn die sich nicht zeigen und deshalb immer nur diese Paradiesvögel vor Augen haben.
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