Aliens: Colonial Marines - PlayStation 3
Taktik-Shooter  |  Release: 12. Februar 2013  |  Publisher: Sega  |  auch für: Xbox 360 Wii U PC
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Fazit

Wertung

Aliens: Colonial Marines Test B-Movie zum Selberspielen

Bruchlandung für Gearbox: Im Test erweist sich Aliens: Colonial Marines für PlayStation 3 und Xbox 360 als einfallsloser Fließband-Shooter mit vorsintflutlicher Grafik und entsetzlicher Vertonung.

Von Kai Schmidt, Jochen Gebauer |

Datum: 12.02.2013


Zum Thema » Boxenstopp-Video Collector's Edition ausgepackt » Geschichte der Alien-Spiele Im Weltraum hört dich niemand schreien Aliens: Colonial Marines ab 4,99 € bei Amazon.de Reden wir nicht lange um den heißen Brei: Aliens: Colonial Marines ist eine Blamage. Es ist eine Blamage für Entwickler Gearbox, die einen uninspirierten und technisch desolaten Ego-Shooter abgeliefert haben. Es ist eine Blamage für Publisher Sega, der dem Ganzen mit einer sagenhaft schlechten Vertonung sozusagen noch die B-Movie-Krone aufsetzt.

Und es ist eine Blamage für die Alien-Franchise, denn Colonial Marines fährt mit dem Kanon der Vorlage so munter und freizügig Schlitten, dass wir uns unwillkürlich gefragt haben, warum 20th Century Fox den Unsinn überhaupt genehmigt hat - bis uns »Prometheus« eingefallen ist.

Der Koop-Modus
Im Koop-Modus von Colonial Marines können bis zu vier Spieler die ganz normale Einzelspielerkampagne bestreiten. Die macht im Verbund mit Freunden naturgemäß mehr Spaß als alleine, allerdings wirkt der Koop-Modus aufgesetzt. An einigen Eckpunkten der Handlung (die wir an dieser Stelle natürlich nicht »spoilern« wollen) ergibt die Anwesenheit von mehr als einem Spieler schlicht keinen erzählerischen Sinn - zumal die einzelnen Mitstreiter keine individuelle Figur übernehmen, sondern alle die gleiche Geschichte aus den Augen von Colonel Winter nachspielen. Ärgerlich: In unserem Test wurde die Gegnerzahl nicht spürbar angehoben; die tendenziell recht einfache Kampagne wurde im Koop also noch einfacher.

Aliens: Colonial Marines
Im Kampagnenverlauf finden wie legendäre Waffen wie Vasquez' Smartgun.

Fängt da an, wo Aliens nie aufgehört hat

Colonial Marines fängt genau dort an, wo »Aliens: Die Rückkehr« nie aufgehört hat: Mit einem Funkspruch von Corporal Hicks. Der meldet sich von der USS Sulaco und berichtet, dass die Mission auf LV-426 gescheitert sei und seine Kameraden gefallen sind. Also schicken die Marines Verstärkung zur Sulaco - und wir sind als Colonel Winter mittendrin.

Aliens: Colonial Marines : Die Story wird in kurzen Zwischensequenzen erzählt, die technisch nicht unbedingt taufrisch aussehen. Die Story wird in kurzen Zwischensequenzen erzählt, die technisch nicht unbedingt taufrisch aussehen. Vor Ort stellt sich raus: Inzwischen haben es sich gefühlte dreihundert Xenomorphs auf der Sulaco gemütlich gemacht. Das sei doch Quatsch, sagen Sie? Hicks habe überhaupt kein Notsignal abgesetzt, sagt ihr? Und selbst wenn er das getan hätte - wo sollen denn die dreihundert Xenomorphs hergekommen sein, so ganz ohne dreihundert Wirtskörper, fragt ihr? Da drüben: ein dreiköpfiger Affe!Okay, im Ernst: Wir können uns auf die Story von Colonial Marines auch keinen Reim machen.

Wer die Filme nicht kennt, der wird ohnehin kein Wort verstehen - schließlich gibt sich das Spiel keine Mühe, die komplexe Vorgeschichte auch nur ansatzweise zu erklären. Wer die Filme hingegen sehr genau kennt, der wird sich am Kopf kratzen und wundern, warum Gearbox diese komplexe Vorgeschichte kurzerhand ignoriert, wenn sie den Autoren gerade nicht in den hanebüchenen Kram passt.

Wenigstens gruselt die Grafik

Diese Ignoranz zieht sich übrigens wie ein roter Faden durch die rund achtstündige Handlung; immer wieder passieren Dinge, die mit den Ereignissen der Filme offenbar nicht kompatibel sind - erklären tut sie das Spiel trotzdem nicht. Wenn uns Colonial Marines nach einem spektakulär miesen »Endkampf« schließlich mit einem ebenso offenen wie unbefriedigenden Ende entlässt, dann ist das bloß konsequent. Konsequent schlecht erzählt nämlich.

Aliens: Colonial Marines : Matschtexturen, Kantenflimmern, miese Effekte: Die Grafik von Colonial Marines ist ein Graus. Matschtexturen, Kantenflimmern, miese Effekte: Die Grafik von Colonial Marines ist ein Graus.

»Aber ist es denn wenigstens gruselig?«, fragt an dieser Stelle ein Alien-Fan hoffnungsvoll. Und wie! Die Grafik ist sogar furchteinflößend: unscharfe Texturen, statische Beleuchtung, steife Animationen, teilweise werfen die Figuren überhaupt keine Schatten - da sah Doom 3 im Jahr 2005 nicht nennenswert schlechter aus.

Klar: Das Artdesign der Film-Vorlage ist nach wie vor fantastisch. Wenn Gearbox die USS Sulaco oder Hadley’s Hope (die von Aliens überrannte Kolonie auf LV-426) rekonstruiert, dann geht uns das Herz auf; bloß liegt das eben nicht an einer tollen spielevisuellen Umsetzung, sondern am schlicht großartigen Setdesign von »Aliens: Die Rückkehr«.

Zwar fallen einige Abschnitte - zum Beispiel eine kurze (aber spielerisch leider völlig anspruchslose) Schleich-Passage in der Kanalisation - optisch und atmosphärisch positiv aus dem ansonsten tristen Rahmen, aber insgesamt hinken die Colonial Marines dem aktuellen Stand der Technik um Jahre hinterher. Viele Effekte wie Wasser und Feuer sind schlicht ein schlechter Scherz und hätten in dieser katastrophalen Form schon vor vier Jahren mies ausgesehen. Dazu gesellen sich auf beiden Konsolen an vielen Stellen undefinierbare matschige Texturen, außerdem gibt es starkes Kantenflimmern und hässliches Tearing. Kurz: Jedem Shooter-Fan werden nach spätestens einer halben Stunde die Augen bluten.

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Master Chief 1978
#1 | 12. Feb 2013, 12:40
Ah das ist ja endlich der Gamestar Test! Immerhin noch ein Kommentar von Kai darunter.

Warum aber bekommt es hier 60 und für den PC 59? Sollte es nicht andersherum sein? Immerhin hat der PC bessere Grafik!
Ärgerlich das ich mich am Samstag nicht zurückhalten konnte und den Mist für 360 gekauft habe. Durch hatte ich es auch am selben Tag noch, ein schlag in das Gesicht eines Jeden Xenomorphen!
Nicht mal Alien Fans sollten die 360 Fassung spielen!
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Powermann1973
#2 | 12. Feb 2013, 12:41
5 jahre Entwicklung,und so einen absolut miesen Dreck rausbringen,Gearbox sollte sich echt in grund und boden schämen.
Gearbox können auch ruhig dicht machen,die sind als entwickler total unfähig.
Zum Kotzen
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Schueliii
#3 | 12. Feb 2013, 13:05
Test-Video?
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Battlemonk 1306
#4 | 12. Feb 2013, 13:06
Genau das hab ich erwartet.
Seitdem gearbox das ding angekündigt hat, hatte ich ein mieses gefühl.
Und das lange entwicklungszeit nicht unbedingt gute spiele ausmacht, haben sie ja mit duke nukem schon mehr als bewiesen...
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Master Chief 1978
#5 | 12. Feb 2013, 13:09
Zitat von Schueliii:
Test-Video?


http://www.youtube.com/watch?v=8dPF8jpItCs &feature=share

Nimm das hier, das hast du wenigstens noch was zum Lachen und du siehst was wichtig ist!
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X3ll
#6 | 12. Feb 2013, 14:06
Mein herzliches Beileid an alle, die dafür den Vollpreis bezahlt haben.
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Nohohon
#7 | 12. Feb 2013, 14:45
Zitat von Master Chief 1978:


http://www.youtube.com/watch?v=8dPF8jpItCs &feature=share

Nimm das hier, das hast du wenigstens noch was zum Lachen und du siehst was wichtig ist!


Oh GOTT! Ist das wirklich Wii U-Material? WOW, das ist übel und da kann das Gerät nichtmal was für. Das sah fast so aus wie N64 (okay, etwas besser, aber nicht so arg).

HAMMER! Wo kommen dann die doch relativ guten Screenshots im Vorfeld überhaupt her? Vorgerendert? PC?

Und diese Synchro. Wir haben in Deutschland sehr gute Synchronsprecher. Das kostet zwar Geld, aber bei 60 - 70 Euro für ein NEUES Spiel sollte man den Spielern auch was gönnen! Nicht so komische Fatzkes, die komisch betonen um ganz cool nach Soldat zu klingen!

BAH! Orales Ejakulieren im Quadrat, echt!
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Schueliii
#8 | 12. Feb 2013, 15:05
Zitat von Master Chief 1978:


http://www.youtube.com/watch?v=8dPF8jpItCs &feature=share

Nimm das hier, das hast du wenigstens noch was zum Lachen und du siehst was wichtig ist!


Ich danke dir ;)
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#9 | 12. Feb 2013, 15:15
Und wieso muss der werte herr der diesen bericht geschrieben hat wieder mal auf prometheus rumhacken! Ich fand den eigentlich ganz cool, du wirst einfach die falschen erwartungen gehabt haben (höhrt sich komisch an,gehabt haben)
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gigsen
#10 | 12. Feb 2013, 15:22
oh gott neiiinnn!!! D:
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Details zu Aliens: Colonial Marines - PlayStation 3

Cover zu Aliens: Colonial Marines - PlayStation 3
Plattformen: PS3 Xbox 360 Wii U PC
Genre Action
Untergenre: Taktik-Shooter
Release D: 12. Februar 2013
Publisher: Sega
Entwickler: Gearbox Software LLC
Webseite: http://www.sega.de/alienscolon...
USK: Keine Jugendfreigabe
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