Inversion - PlayStation 3

Action  |  Release: 13. Juli 2012  |  Publisher: Namco Bandai  |  auch für: Xbox 360 PC
Seite 1 2   Fazit Wertung

Inversion im Test

Kopfüber ins Verderben

Schwerkraft, Schurken, Schießereien. Inversion von Namco Bandai hat klare Schwerpunkte. Ob das Spielprinzip mit den drei "S" aufgeht und funktioniert, verraten wir in unserem Test.

Von Tobias Veltin |

Datum: 06.07.2012


Zum Thema » Gears of War 3 - Test Das große Vorbild im Check Davis Russell hat schon bessere Tage erlebt. Der Polizist und Hauptcharakter von Inversion für Xbox 360 und PlayStation 3 wollte nach einem harten Arbeitstag eigentlich nur die Beine hochlegen und einen schönen Abend mit Frau und Tochter verbringen. Doch er hat die Rechnung ohne die Ludatore gemacht. Das ist keine Fußball-Hooligan-Organisation, sondern eine durchgeknallte Horde Außerirdischer, die mit riesigen Bohrern, mysteriösen Schwerkraft-Waffen und brutaler Gewalt Russells Heimatstadt verwüsten, seine Frau töten und seine kleine Tochter verschleppen.

Das lässt der kernige Russell natürlich nicht auf sich sitzen und macht sich mit seinem Kollegen Leo Delgado kurzerhand auf die Suche nach Antworten. Wo ist seine Tochter? Wer sind die Ludatore? Und wo kommen sie eigentlich her?

Nicht in Deutschland
Inversion erscheint nicht in Deutschland. Angesichts brennender Gegner und blutiger Kopfschüsse, bei denen die Häupter von Gegnern reihenweise effektvoll platzen, hätten einen ungeschnittenen Release hierzulande auch ziemlich unwahrscheinlich gemacht. Wer Inversion spielen will, muss zu einer der Versionen aus dem europäischen Umland greifen.

Das kenn ich doch!

Wir stellen uns nach den ersten Spielminuten ebenfalls eine Frage: Ist das überhaupt Davis Russell oder doch Marcus Fenix aus Gears of War ? Denn alles, aber auch wirklich alles, erinnert an den Xbox-exklusiven 3rd-Person-Shooter. Zum Beispiel eben jene 3rd-Person Perspektive. Außerdem rennt Davis auf Knopfdruck geduckt über das Schlachtfeld – samt ruckeliger »Mittendrin-Kamera«.

Inversion : Während Davis im Vordergrund hinter der Deckung hockt, zerbröselt im Hintergrund die Inneneinrichtung. Während Davis im Vordergrund hinter der Deckung hockt, zerbröselt im Hintergrund die Inneneinrichtung. Und das Deckungssystem, mit dem sich Russell hinter Gegenständen und Objekten in Sicherheit bringt und dann blind oder gezielt aus der Deckung feuert ist auch drin. Die Lutadore sind bullige und übel gelaunte Gegner – wie die Locust aus Gears of War. Das Spielprinzip ist also klar und identisch zum großen Vorbild: Möglichst unbeschadet durch die linearen Level kommen und dabei viele Ludatore ins Jenseits ballern.

Das klingt ja prinzipiell nicht übel, oder? Doch Inversion verpasst es, den Shooterfan mit irgendetwas zu überraschen. Die Ballereien mit den Ludatore spielen sich zwar anfangs noch ganz nett, trotzdem kommt beim Zocken einfach kein intensives Spielgefühl auf.

Inversion : Die barbarischen Ludatore sind die Feinde im Spiel. Die barbarischen Ludatore sind die Feinde im Spiel.

Das mag daran liegen, dass die Gegner nicht sonderlich helle sind und gerne mal dämlich auf eine Granate glotzen, die neben ihnen liegenbleibt. Oder aber daran, dass das Deckungssystem an manchen Stellen nur hakelig funktioniert und man ungewollt mehr Treffer einsteckt als man müsste. Oder sich der Spielablauf immer wiederholt und nur an ein paar Stellen von öden MG-Abschnitten unterbrochen wird, an denen man alles wegpusten muss, was einem vor die Schnellfeuerknarre läuft. Alles wirkt irgendwie verbraucht und wie schon einmal gespielt. Überraschung? Fehlanzeige.

Schwerkraft-Spiel

Die große Besonderheit von Inversion ist der Einsatz von Schwerkraft. Schon recht früh im Spiel bekommen Davis und Leo den sogenannten Gravlink angeschnallt. Der hat verschiedene Fähigkeiten, die man im Spielverlauf nach und nach freischaltet. Mit der verringerten Schwerkraft lässt man zum Beispiel in einem bestimmten Bereich alles nach oben schweben, die gesteigerte Schwerkraft kehrt dieses Prinzip um und drückt Gegner und Gegenstände auf den Boden, wo sie dann ein leichtes Ziel abgeben. Außerdem gibt es immer wieder Bereiche in der Schwerelosigkeit, wo man sich von Objekt zu Objekt hangeln muss, an manchen Stellen kann man mithilfe blauer Gravitationsfelder sogar an Häuserwänden empor laufen oder rennt kopfüber auf den Boden zu.

Inversion : Gegner fliegen in die Lust und sind dort wehrlos.

Niedrige Schwerkraft
Gegner fliegen in die Lust und sind dort wehrlos.

Das macht anfangs auch noch Laune, wenn man zum Beispiel Gegner hinter ihrer Deckung hervorheben und ihnen dann in der Luft den Rest geben kann. Doch auch da ist die Luft ziemlich schnell raus, denn eigentlich reicht es, die Ludatore mit reiner Waffengewalt niederzustrecken. Mit den Rätseln verhält es sich ähnlich. Mal müsst ihr einen Kran von Gerümpel befreien, damit der sich drehen kann und euren Kollegen eine Brücke bietet. Mal ein paar Kisten von ihren Aufhängungen reißen, damit ihr einen Platz unbeschadet vor MG-Feuer passieren könnt. Das wirkt aber eher aufgesetzt als originell, gerade weil es keine cleveren Physikrätsel gibt – schade, denn der Einsatz des Gravlinks hatte ordentlich Potenzial.

Inversion : Die Zwischenbosse wie dieser Mech wiederholen sich ständig. Das nervt. Die Zwischenbosse wie dieser Mech wiederholen sich ständig. Das nervt. Für Auflockerung sorgen die Zwischengegnerkämpfe. Zumindest anfangs. Denn spätestens beim dritten Bossfight merkt man, dass sich die immer gleichen Bosse ständig wiederholen und auch keine großartige Taktik erfordern – trotz guter Inszenierung. Gegen den fülligen Sklaventreiber, der zombieartige Ludatore auf Davis und Leo hetzt, tritt man im Spielverlauf satte dreimal an! Gegen den Mech mit dem schönen Namen »Der Metzger« immerhin zweimal. Warum nicht mehr Abwechslung, Saber Interactive? Das Szenario hätte das doch locker hergegeben!

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Jehuty1979
#1 | 07. Jul 2012, 20:00
Ein Preis von 10 Euro wird dann wohl nicht lange auf sich warten lassen. :-)
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Sephirot 3000
#2 | 09. Jul 2012, 15:39
Damals hätte die GamePro zu solch "grottigen" Spielen nicht mal ein Testvideo gemacht!
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the_paddy
#3 | 11. Jul 2012, 10:38
Sehr ungerechtfertigte Endwertung im Test. Also im 60er-Bereich finden sich meist nur Abfallprodukte wie der xte Simulator oder Hugo's neues Hüpfabenteuer, aber Inversion? Ich kann zwar nicht nachvollziehen, warum das vermutlich wesentlich schlechtere, aber vom Genre vergleichbare "Quantum Theory" nicht bewertet wurde, aber jenem Game hätte ich 60% verpasst und Inversion ca. 70.
Allein, wenn potenzielle Käufer, die sich auf irgendeine bescheuerte Zahlenwertung verlassen, eure Bewertung sehen, kriegen gleich einen Schreck.

Dabei sagt das Video etwas GANZ anderes aus: repetitives Gameplay, aber trotzdem spaßig - vor allem im COOP. Gerade letzteres Feature ist für mich klar ein Argument. Aber als ich dann noch die sehr hübschen Umgebungen sah (vom Design her, grafisch geht's aber auch in Ordnung) und dazu noch die netten Gravitations-Elemente: klar, das werd' ich mir holen, für ca. 10 €... aber "grottig"? Auf gar keinen Fall.

PS: Auf meinem Games-Blog habe ich bei meinen Reviews ganz bewusst auf eine lächerliche Zahl in der Endwertung verzichtet. Da kommt ein Urteil hin, weil 1000 Gameplayelemente jedes Spiel so dermaßen individualisieren, dass es kaum möglich ist es überhaupt im Vergleich zu anderen korrekt einzuordnen. Man wird die Redakteure früher oder später immer dafür festnageln, warum das eine besser bewertet wurde als das andere.
Aber man muss ja mit dem Strom mitschwimmen... -.- Als führendes Magazin (ich schätze mal das ist mittlerweile so in Deutschland) kann man sich ruhig mal etwas trauen.
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Master Chief 1978
#4 | 12. Jul 2012, 18:02
Also ich hab es mir vorhin gekauft für 39€. Bisher ist es ganz spaßig, klar alles erinnert irgendwie an Gears of War aber warum sollte mich das als Gears Fan stören? Ich würde 75% geben. Multiplayer habe ich noch nicht testen können da ich keine Mitspieler gefunden habe.

Bisher bekam ich das was ich erwartet habe und die Story gefällt mir bisher auch ganz gut.
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ZAPPO Z
#5 | 31. Jul 2012, 00:56
Also mir gefällt der Titel bislang sehr gut - auch der Multiplayer - Leider hat der "Horde" Modus einen Bug... Ich kann die 60 Punkte ebenfalls nicht nachvollziehen - für mich ist der Titel auf Augenhöhe mit Binary Domain...Hoffe, es finden sich bald mehr Spieler für MP Matches...
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Master Chief 1978
#6 | 03. Aug 2012, 14:44
Zitat von ZAPPO Z:
Also mir gefällt der Titel bislang sehr gut - auch der Multiplayer - Leider hat der "Horde" Modus einen Bug... Ich kann die 60 Punkte ebenfalls nicht nachvollziehen - für mich ist der Titel auf Augenhöhe mit Binary Domain...Hoffe, es finden sich bald mehr Spieler für MP Matches...


Binary Domain sehe ich noch ein Stück weiter vorne, Story ist einfach besser. Aber Inversion macht Spaß, bietet frische elemante ja guter Shooter halt.
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the_paddy
#7 | 11. Aug 2012, 13:07
Mittlerweile habe ich den Titel auch durchgespielt. Mein Fazit:

Ein sehr unterhaltsamer Titel, der zwar das GravLink-Feature nicht richtig ausschöpft und die Shooterpassagen klar in den Vordergrund rückt, aber am meisten Spaß haben mir die tollen Umgebungen, das Schweben in Zero-Gravity-Bereichen und die guten Cutscenes gemacht. Leider werden die Storyhintergründe nicht richtig zuende erklärt und auch die Zwischenbosse wiederholen sich nach einiger Zeit, aber SECHZIG PROZENT? Das ist und bleibt einfach ein absolutes Armutszeugnis für euch.

Jetzt ziehen wir doch einfach mal Max Payne 3 heran.
Ich liebe dieses Spiel - aber auch die beiden Vorgänger von Remedy. Was mir hier als Fan fehlte, sind z.B. die genialen Traumsequenzen. Auch gibt's optisch keine außerordentlichen Schauplätze. Sie sind zwar gut, wiederholen sich vom Schmutzcharakter her im späten Spielverlauf ziemlich (Favelas von Sao Paulo).

ABER: Max Payne 3 bietet die GANZE ZEIT NUR EIN UND DASSELBE GAMEPLAY - IMMER UND IMMER WIEDER! Das war schon immer so in den Max Payne's und wird sich auch nie ändern.
Das ist so als würde man Duke Nukem Forever oder Serious Sam dafür bestrafen - also kann man's auch nicht bei diesen Deckungsshootern wie Gears of War oder Inversion machen. Da ich keine X360 habe, kenne ich nur Gears of War EINS - und das bestand auch NUR aus Deckungsballereien - nichts anderem. Zumindest war es ja scheinbar nicht so grandios, dass ich mich erinnern kann.
Wow, eine Zugfahrt mit Deckungsballereien... oder hier mal eine Passage als Gunner auf 'nem Fahrzeug. Was mir jetzt gerade positiv einfällt ist die Sache mit dem Licht, das man anfangs ausweichen musste. Im Großen und Ganzen sind diese Titel sich aber unglaublich ähnlich - und Inversion bietet hier kein Nullnummerndasein.

Da hat euch vermutlich Saber Interactive keine Provision für einen guten Testbericht angeboten, oder was?

Und genau aus diesem Grund, der mich so FURCHTBAR sauer macht, habe ich Gott sei Dank meinen Blog entworfen, der wenigstens ein paar Lesern zeigt, welche Spiele gut und welche scheiße sind.
Ihr seid doch auch nur austauschbare Crysisfanboys. -.-
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Details zu Inversion - PlayStation 3

Plattformen: PS3 Xbox 360 PC
Genre Action
Untergenre: -
Release D: 13. Juli 2012
Publisher: Namco Bandai
Entwickler: Saber Interactive
Webseite: http://www.inversion.com/game
USK: Keine Kennzeichnung
Spiele-Logo: Download
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