Pro Evolution Soccer 2013 - PlayStation 3
Sport-Simulation  |  Release: 20. September 2012  |  Publisher: Konami  |  auch für: Xbox 360 Wii Nintendo 3DS PC
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Fazit

Wertung

Pro Evolution Soccer 2013 Test Das Spiel ist rund

Trippelschritte statt Quantensprung: Mit behutsamen Detailverbesserungen verteidigt Pro Evolution Soccer 2013 im Test die Realismus-Tabellenführung.

Von Thomas Wittulski |

Datum: 17.09.2012


Zum Thema PES 2013 ab 3,01 € bei Amazon.de Pro Evolution Soccer 2013, erstes Match: Christiano Ronaldo erobert den Ball, stürmt über Linksaußen in die Hälfte der Gastgeber — Konter! Seine Ex-Klubkameraden von Manchester United hecheln dem Portugiesen nur hinterher, erst am Sechzehner wirft sich ihm Rio Ferdinand in den Weg. Doch Ronaldo täuscht an: Einmal links, einmal rechts, dann ein Lupfer, der Marcel Reif mit der Zunge schnalzen ließe. Leichtfüßig vorbei am Abwehrhünen und rein mit der Kugel ins kurze Eck — ein Traumtor, das Stadion tobt!

Nun mag man von Ronaldo selbst halten, was man will, seine phänomenalen Fähigkeiten am Ball machen ihn unanfechtbar zu einem der größten Fußballer unserer Zeit. Das spüren wir auch in Pro Evolution Soccer 2013: Wenn der Ball an den Füßen des Stürmers klebt, hat (etwas Einarbeitung vorausgesetzt) kaum jemand eine Chance, daran etwas zu ändern. Genau wie die spürbaren Talente der Stars gehörten auch kuriose Torraumszenen und die Dynamik im Aufbauspiel zu den großen Pluspunkten der Serie. Und so bleibt’s auch, wie im Vorjahr hat Konami seine Fußballsimulation abermals nur punktuell optimiert — eben Evolution statt Revolution.

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Pro Evolution Soccer 2013
Galatasarays Torwart Muslera segelt an der Flanke vorbei, doch der Ex-Hamburger Thomas Ujfalusi klärt per Kopf.

Tempowechsel

Die augenfälligste Änderung: Pro Evolution Soccer 2013 ist einen Tick langsamer als sein Vorgänger. Dass verringerte Tempo bringt uns mehr Zeit für kluge Spielzüge, mehr Zeit, Räume zu erkennen und auszunutzen, und zu guter Letzt auch mehr Zeit, mit Dribblings den Ball zu behaupten. Das ist auch der Grund dafür, dass uns schon im ersten Probematch Hammerpässe in die Spitze glücken, die für Staunen und spontane Ahs und Ohs unter den umstehenden Kollegen sorgen. — ein Vorteil sowohl Solo-Partien als auch für Mehrspieler-Matches, die nach wie vor das Maß aller Dinge sind.

Ballkontrolle

Ebenso wie die tödlichen Zuspiele begeistern auch schnelle Ballwechsel und Kurzpässe, für die Konami frische Funktionen eingebaut hat. Beispielsweise gibt’s neue Möglichkeiten, Bälle anzunehmen: Per Tastendruck stoppen wir das Leder, tunneln unseren Rivalen oder lupfen den Ball über ihn hinweg. Technisch versierte Stars beherrschen sogar den »Sombrero Flick«, bei dem sie die Kugel hinter sich lupfen, um blitzschnell die Richtung zu ändern. All diese Tricks erfordert zwar gutes Timing und damit viel Übung, können aber viel bringen.

Wenn ein Heber gelingt, muss sich die gegnerische Abwehr nämlich erst mal neu sortieren — für uns die Chance, schnurstracks gen Tor zu preschen. Das trägt dazu bei, dass Pro Evolution Soccer nach wie vor mehr Fingerspitzengefühl erfordert als das meist recht geradlinige Fifa.

Pro Evolution Soccer 2013 : Knapp vorbei: Solche Szenen machen PES 2013 zum Mehrspieler-Hit. Knapp vorbei: Solche Szenen machen PES 2013 zum Mehrspieler-Hit. Auch Doppelpässe funktionieren blitzschnell und flexibel, mit dem zweiten Analogstick entscheiden wir selbst, wohin der Mitspieler läuft. Genau wie bei der individuellen Passannahme braucht es hierfür Übung, die wir entweder entweder schmerzhaft in den Partien oder ganz bequem in den vielfältigen Tutorials sammeln. Darin lernen wir auch den manuellen Pass (bei gezogenem linken Trigger erscheint ein Pfeil, der die Passrichtung anzeigt), zu dem sich dieses Jahr der manuelle Schuss gesellt: Über eine Anzeige lassen sich Stärke, Höhe und Richtung bestimmen.

Wie beim manuellen Zuspiel braucht es etwas Übung, bis man den Dreh raus hat, kann dann aber spektakuläre Tore schießen. Dass die Zuspiele in PES 2013 manchmal verspringen, wirkt sich nicht so gravierend aus wie in FIFA 13, Pässe kommen in der Regel beim Mitspieler an.

Mitspielende KI

Auch die Intelligenz der Gegen- und Mitspieler hat Konami spürbar gesteigert. Unsere Kameraden bieten sich nun besser an und stürmen beim Angriff automatisch die Flügel entlang, um Anspielstationen zu schaffen. Das klappt in den meisten Fällen gut, manchmal bleiben die Jungs aber auch plötzlich stehen, anstatt den perfekten Weg für den eben gespielten Pass weiter zu laufen.

Pro Evolution Soccer 2013 : Jormac erhält den eroberten Ball (1)

Spielzug 1
Jormac erhält den eroberten Ball (1)

Dafür arbeitet auch die Abwehr schlauer: Sie stellt Räume zu, fängt Bälle klüger ab und ahnt Spielzüge besser voraus. Das gleicht die Balance zwischen Offensive und Defensive aus und bringt das Spiel insgesamt auf ein höheres Niveau. Nur die Häufigkeit von Abseitsstellungen hätte Konami etwas reduzieren können.

Pro Evolution Soccer 2013 : Auch wenn die Torhüter immer noch gerne Bälle abprallen lassen: Den hat er sicher! Auch wenn die Torhüter immer noch gerne Bälle abprallen lassen: Den hat er sicher! Auch an der zuletzt immer wieder kritisierten Torhüter-KI hat Konami für PES 2013 geschraubt — behaupten die Entwickler zumindest. So sollen die Keeper Bälle nicht mehr so häufig abprallen lassen, sondern stattdessen raus aufs Feld fausten.

Doch uns ist die Abprallerquote immer noch zu hoch: Viele Tore sind Abstauber, die der Fliegenfänger mit seiner ungeschickten Abwehr selbst verschuldet. Kuriose Torszenen sind allerdings auch ein Verdienst der exzellenten Ballphysik, die meist nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringt.

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Dragon29
#1 | 17. Sep 2012, 14:43
Finde gerade die farbarme Grafik trägt dazu bei, dass das Spiel realistischer rüberkommt als das comicfrohe FIFA, und wem's stört kann einige Einstellungen am Fernseher sowie direkt im Pro Evo Menü vornehmen.

Also kein wirklicher Kritikpunkt, meiner Meinung nach!

Wie sieht's mit der Meisterliga und dem Werde zur Legende Modus aus?
Irgendwelche interessante Neuerungen?
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Sebastian733
#2 | 17. Sep 2012, 17:04
Verbesserungen hin oder her - folgende Frage an die, die die Xbox 360 Version haben:
Kann man in PES 2013 mit einem 2. Spieler an einer Konsole gegen ein anderes Team online antreten?

Jahr für Jahr bauen sie das 2 gg 2 Ranglistenspiel in PES ein und dann sind sie so dreißt es plötzlich nicht mehr in 2012 einzubauen, speziell in der 360-Version. Ich habe 55€ an ein Spiel verschwendet, dass ich kaum spiele! Jahr für Jahr spiele ich das Spiel stundenlang mit einem Kumpel online und dann soll es plötzlich nicht mehr gehen? Warum denn?!
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SOlD73
#3 | 21. Sep 2012, 05:41
Ich frage mich nur, warum die "verbesserte KI" noch immer nicht in der Lage ist, 100%ige Torchancen zu verwerten. Da kann der Spielaufbau noch so realistisch sein, die ganzen Offline-Modi langweilen dann nur noch nach einer Zeit. Schade.
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Details zu Pro Evolution Soccer 2013 - PlayStation 3

Cover zu Pro Evolution Soccer 2013 - PlayStation 3
Plattformen: PS3 Xbox 360 Wii Nintendo 3DS PC
Genre Sport
Untergenre: Sport-Simulation
Release D: 20. September 2012
Publisher: Konami
Entwickler: Konami Computer Entertainment Tokyo
Webseite: http://www.konami-pes2013.com
USK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Spiele-Logo: Download
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