Destiny - PlayStation 4
Ego-Shooter  |  Release: 09. September 2014  |  Publisher: Activision Blizzard  |  auch für: PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 PC
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Fazit

Wertung

Destiny Test Das dünne Fundament der Zukunft

Destiny muss im Test zeigen, ob Bungie und Activision hier das richtige Fundament für ihr 10-Jahres-Projekt gelegt haben und der Sci-Fi-Shooter den geschickt aufgeputschten Hype-Erwartungen gerecht wird.

Von Tobias Veltin |

Datum: 13.09.2014


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Im Jahre 2700 steht die Menschheit am Abgrund. Nach einem goldenen Zeitalter voller Aufbruchstimmung, Expansion auf entfernte Kolonien, Zufriedenheit und Frieden tauchen finstere Aliens, die Gefallenen, aus der Dunkelheit des Weltalls auf und haben nichts anderes im Sinn als die Menschheit von der Bildfläche zu tilgen. Die Kämpfe sind unerbittlich, am Ende bleibt nur noch eine Stadt auf der Erde übrig, bewacht von einem mysteriösen Raumschiff, dem sogenannten Reisenden.

Wir sind einer derjenigen, die das Ruder wieder herumreißen sollen, ein Hüter. Zusammen mit unserem kleinen Roboterbegleiter (der schlicht Geist heißt) machen wir uns auf, die verlorenen Kolonien zu erkunden, und einem Ausweg aus dem Schlamassel suchen.

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Destiny
Mit einem Drei-Mann-Feuerteam machen besonders die heroischen Strikes jede Menge Laune.

So verlockend und interessant diese Kulisse und die Geschichte auf den ersten Blick scheinen, so wenig lebendig und äußerst vage werden sie während den insgesamt knapp zehn Stunden dauernden Storymissionen mit Leben gefüllt und erzählt. Zwischensequenzen gibt es nur sporadisch, wirklich interessante Charaktere fehlen komplett, und wenn es dann endlich mal ernst wird und wir auf eine dramatische Enthüllung hoffen, flüchtet sich Destiny in halbgares Geblubber. Selbst wenn wir ein legendäres Schwert finden oder ein gigantisches Weltengrab erforschen, bekommen wir lediglich ein paar kryptische Informationen von unserem Geist.

Dabei würden wir allzu gern mehr über die untergegangene Zivilisation erfahren! Als vermeintlichen Story-Ersatz beschenkt uns Bungie bei bestimmten Erfolgen und Ereignissen mit sogenannten Grimoire-Karten, die wir aber erst umständlich und nach vorheriger Registrierung über die Webseite oder die Companion App ansehen können. Sowas muss ins Spiel, Bungie! Im Klartext: Beim Storytelling liefert Destiny angesichts des Budgets eine erbärmliche Leistung ab, seine Stärken liegen eindeutig woanders.

Companion App
Wie viele aktuelle Spiele gibt es auch zu Destiny eine begleitende App, die ihr euch auf euer Smartphone herunterladen könnt. Die Compaion App bietet dabei eine Reihe von Funktionen, hauptsächlich ist sie dafür gedacht, den Fortschritt eures Charakters zu verfolgen, was dank zahlreicher Leisten und Anzeigen auch gut funktioniert. Außerdem könnt ihr die Grimoire-Inhalte, die ihr während der Story-Missionen findet, über die App sowie den aktuellen Quest-Status ansehen. Daher lohnt sich der Download Destiny Companion App auf jeden Fall. Das Programm steht kostenlos sowohl im App Store (iOS) als auch für Goolge Play Store (Android) bereit.

Kein Innovationspreis

Nachdem wir uns für eine Klasse (Titan, Hunter oder Warlock) entschieden und unseren Hüter im sporadischen Charaktereditor zusammengeschraubt und eine Tutorial-Mission absolviert haben, steht jeder, der nicht zufällig die Beta gespielt hat, ein wenig wie der Ochs vor dem Berg. Im Turm, dem sozialen Knotenpunkt in Destiny, gibt's jede Menge Händler, Ansprechpartner und wichtige Personen, die allerdings nur unzureichend vorgestellt und erklärt werden - was ein generelles Problem von Destiny ist.

Destiny : Schwer gepanzerter Sturmsoldat, der vor allem auf dicke Knarren und als Spezialattacke einen mächtigen Bodensprung setzt. Ab Level 15 wird der Verteidiger-Baum freigeschaltet, der dem Titan die Fähigkeit gibt, einen Schild zu erzeugen, der Teammitglieder schützt.

Titan
Schwer gepanzerter Sturmsoldat, der vor allem auf dicke Knarren und als Spezialattacke einen mächtigen Bodensprung setzt. Ab Level 15 wird der Verteidiger-Baum freigeschaltet, der dem Titan die Fähigkeit gibt, einen Schild zu erzeugen, der Teammitglieder schützt.

Viel lässt sich anfangs im Turm aber ohnehin nicht erledigen, also ab in die Schlacht! In Altrussland auf der Erde verdienen wir uns unsere ersten Sporen in einer Reihe Story-Missionen. Von denen gibt es insgesamt 20 (verteilt auf die vier Himmelskörper Erde, Mond, Venus und Mars) und alle laufen nach einem ähnlichen Schema ab.

Meistens geht es darum, irgendein Artefakt zu untersuchen, etwas zu hacken oder unseren Geist bei eben dieser Tätigkeit zu beschützen. Einen Innovationspreis gewinnt Destiny damit nicht, zumal andere Shooter wie Halo immer wieder abwechslungsreiche Einlagen wie Sniper-Missionen oder Fahrzeugschlachten einstreuen.

Destiny bietet lediglich den Sparrow-Gleiter für längere Distanzen sowie ein nicht steuerbares Raumschiff, mit dem wir zwischen den Einsatzorten per Zwischensequenz hin- und herreisen. Die beiden Vehikel lassen sich zwar aufmöbeln, allerdings nur optisch - schade.

Liebevoll aber leer

Wo Bungies sogenannter Shared-World-Shooter bei der Abwechslung in den Story-Missionen schludert, langt es bei den vier unterschiedlichen erkundbaren Himmelskörpern richtig hin. Erde, Mond, Venus und Mars sind liebevoll gestaltet und bauen jeweils eine eigene Atmosphäre auf, was auch mit den unterschiedlichen Gegnertypen zu tun hat.

Auf der Erde ballern wir uns durch einen verlassenen Raumhafen und schlagen uns auf einem Schiffsfriedhof mit den Gefallenen herum, während wir auf dem Mond viel unter der Erde unterwegs sind und die Höhlen der zombieähnlichen Schar erkunden.

Die Venus ähnelt der Erde, hier dominieren bunte Pflanzen und Wasser. Da ist das metallische Grau der beängstigenden Roboterwesen Vex ein starker Kontrast, mehr als einmal haben wir uns beim Ansturm der stumpf auf uns zumarschierenden Metallburschen in die Hose gemacht. Und auf dem Mars schließlich dominiert roter Sand. Auf dem roten Planeten haben sich die massigen Cabale breit gemacht, fett gepanzert und schwer bewaffnet - ähnlich wie die Brutes in der Halo-Serie.

Destiny : Auf der Erde erkunden wir in Alt-Russland das riesige Kosmodrom, einen verlassenen Weltraumhafen. Hauptsächlich treten wir hier gegen die Gefallenen an.

Die Schauplätze: Erde
Auf der Erde erkunden wir in Alt-Russland das riesige Kosmodrom, einen verlassenen Weltraumhafen. Hauptsächlich treten wir hier gegen die Gefallenen an.

Viele Ruinen, zig Artefakte, jede Menge Erkundungsmöglichkeiten - aber Destiny macht daraus zu wenig! Die Areale wirken nicht dynamisch, sondern statisch, haben Esprit aber kein Leben. Nur vereinzelt fliegt hier und da auf der Venus mal ein rotes Fass in die Luft, viel mehr Dynamik gibt es schlicht nicht. Selbst entlegenste Höhlen und Ruinen sind zudem meist vollkommen leer, nur äußerst selten finden wir mal eine Kiste mit Beute, die uns fürs Erkunden belohnt.

Dadurch werden die optisch so einladenden und offenen Areale zu öden Durchgangsstationen, die man auf dem Weg zum nächsten Missionsziel möglichst schnell durchquert. Dafür passionierte Schatzjäger hat das spielerisch ähnliche Borderlands 2 deutlich mehr zu bieten.

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Centrax
#1 | 13. Sep 2014, 14:48
Gut, kann den Test nachvillziehen. Hätte allerdings mit deutlich weniger Punkten gerechnet. So in Richtung Metacritic mit 75. Kritisieren kann ich nur den Punkt, dass das Loot-System wohl für ein Suchtgefühl sorgt. Dies kann ich nicht wirklich unterstützen. Loots gibt es so selten gegenüber anderer MMOs und aufgrund des schlechten Missionsdesigns hatte ich wenig Lust, die Missionen für neues Loot zu spielen... Hinzuzufügen habe ich nur, dass ich die Spielwelten extrem langweilig gestaltet sind. Vorallem die Erde! Ich hoffe das Spiel legt einen Grundstein für weitaus mehr, welches nicht alles in kostenpflichtigen DLCs erscheint!
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ColdFever
#2 | 13. Sep 2014, 14:56
"Ein episches Action-Abenteuer mit filmreifer Handlung" (Activision)
... bei dem die "filmreife Handlung" auf eine Postkarte passt?

"Eine Revolution des Shootergenres" (Bungie)
... mit den immer gleichen Grind-Missionen gegen eine Steinzeit-KI?

6.0 Escapist
6.0 Gamespot
6.0 GiantBomb
6.0 Polygon

Gäbe es auf der PS4 doch nur auch Titanfall... Mir haben sich bei der miesen KI und den immer gleichen Missionen von Destiny irgendwann die Fußnägel aufgerollt. Immerhin ist der Multiplayer nicht übel, aber gegen ein Titanfall kommt auch der nicht ran. Vielleicht hätte Bungie das viele Geld besser konzentriert in nur einen Spielmode stecken sollen (Multiplayer oder MMO), um damit etwas wirklich "Revolutionäres" zu liefern, wie es angekündigt wurde.
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G1SZMO
#3 | 13. Sep 2014, 15:06
Absolut faire Bewertung. Meiner Meinung nach ist Destiny seinem Hype nicht gerecht geworden.
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wanderimpuls
#4 | 13. Sep 2014, 15:12
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Companion Cube
#5 | 13. Sep 2014, 15:29
Und das Spiel soll 10 Jahre laufen? Ich hatte schon nach 20 Stunden keine Lust mehr.

Schöne Schauplätze, toller Soundtrack, aber das eigentliche Spiel ist bloß ein lahm inszenierter Shooter gegen immergleiche Gegner. Sowohl Solo, aber besonders im Coop Lichtjahre von der Qualität eines Halo entfernt.
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Kazuya117
#6 | 13. Sep 2014, 15:31
Gut es gibt noch andere die das so sehen wie ich. Danke.
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Dude1984
#7 | 13. Sep 2014, 15:33
Hab selber Destiny noch nicht gespielt, sondern mich nur über die Youtube Videos informiert.
Was mir persönlich aufgefallen ist, ist der relativ ähnliche Anfang wie bei Boderlands 2.

Man wird von einem Droiden aufgegabelt,
danach folgt ein kurzer Kampf gegen ein paar Gegner.
Nun muss man sich einen Weg zur Hauptarea (eine Stadt) schlagen.

Das ist weder innovativ noch neu.
Schade aber ich glaube ich spiele lieber Boderlands 2 nochmal durch.
Da ist der schwarze Humor einfach klasse.
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LastCoreGamer
#8 | 13. Sep 2014, 15:34
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13XD
#9 | 13. Sep 2014, 15:37
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Pfirsichkrieger
#10 | 13. Sep 2014, 15:41
Ich hab Destiny zwar nicht gezockt bisher aber so nach einigen durchgelesenen Tests und angesehenen Tagebüchern kommt es mir so vor als ob Destiny das gleiche teilt wie damals Homefront. Super Werbekampange gemacht ums Spiel und im nachhinein ist es nur ein Durchschnitts Shooter.
Es ist jetzt nur so gemient von den Dingen die ich gelesen und gehört habe selbst einen Eindruck werd ich mir noch machen.
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Details zu Destiny - PlayStation 4

Cover zu Destiny - PlayStation 4
Plattformen: PS4 PlayStation 3 Xbox One Xbox 360 PC
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 09. September 2014
Publisher: Activision Blizzard
Entwickler: Bungie Studios
Webseite: www.destinythegame.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Spiel empfehlen:
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