Killzone: Shadow Fall - PlayStation 4
Ego-Shooter  |  Release: 29. November 2013  |  Publisher: Sony Computer Entertainment
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Fazit

Wertung

Killzone: Shadow Fall Test Die Mauern der Zukunft

Der erste PS4-exklusive Ego-Shooter ist da. Doch im Test von Killzone: Shadow Fall muss sich das neue Spiel von Guerrilla Games seinem genialen Vorgänger Killzone 3 in fast allen Bereichen geschlagen geben.

Von Christian Fritz Schneider |

Datum: 02.12.2013


Zum Thema » Shadow Fall - Sprachvergleich Video zu deutschen & englischen Synchro » Die ersten 10 Spielminuten So beginnt Killzone: Shadow Fall » Killzone 3 im Test Mehr zum besseren PS3-Vorgänger Killzone: Shadow Fall ab 434,90 € bei Amazon.de Fallen wir gleich mit der Tür ins Haus: Der zweite Level von Killzone: Shadow Fall ist großartig. Nach ein paar Minuten in dunklen Korridoren haben wir bereits gelernt, dass wir neuerdings Gegner per eingebautem Sonar auch durch Wände orten und ihnen mit dem Messer in der Hand ins Genick springen können, damit sie keinen Alarm auslösen. Und dass es in der Welt von Killzone jetzt mehr Lensflares gibt, als in einem J. J. Abrams-Film.

Doch dann treten wir hinaus und sind von der Grafikpracht und den satten Farben fast geblendet. So muss Next-Gen aussehen! Vor uns liegt eine felsige Lichtung, die in einer Klippe endet. Dahinter erwartet uns einer dieser umwerfenden Panoramablicke, mit denen Killzone: Shadow Fall noch öfter punkten wird: Unser Blick fällt auf einen weiten, von schroffen Felswänden umschlossenen See, in dessen Wasser sich die Sonnenstrahlen wie kleinen Diamantpartikel blitzend spiegeln. Helghast-Transporter fliegen durch den tiefblauen Himmel, und das Licht der Sonne schneidet gleißend in unsere Augen, wenn wir den Kopf in ihre Richtung drehen.

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Killzone: Shadow Fall - Eigene Screenshots
Der zweite Level ist grafisch wie spielerisch das Highlight des Spiels. Wären alle Kapitel auf diesem Niveau, hätten wir einen echten Hit.

Rund 10 Meter unter uns stehen zwei ahnungslose Helghast-Soldaten (die bösen Buben der Killzone-Serie), denen wir unsere OWL genannte Begleiterdrohne auf den Hals hetzen. Sekunden später sind die dick gepanzerten Schergen Geschichte, und wir seilen uns mithilfe einer Spannleine - einer der vier auswählbaren Funktionen der OWL - ins Tal ab. Weiter vorne liegt ein kleines Waldstück, in der Ferne sehen wir Rauchschwaden, einen Bunker, eine Funkeinrichtung und weit über uns in der Felswand eine befestigte Luftabwehrstellung.

Die Reihenfolge, in der wir diese Ziele ausschalten, ist egal: Der Level ist komplett frei begehbar. Ein Novum innerhalb der Killzone-Reihe. Naja, solange wir nicht ins Wasser fallen, oder unsere Seilwinde irgendwo anders einsetzen wollen, als es die Designer vorgesehen haben - und das schließt fast alle Wände im Level ein. Schade. Dieses Gefühl der Enttäuschung werden wir im Lauf des Spiels noch öfter haben.

Killzone: Shadow Fall : Die OWL-Drohne steht uns in fast allen Missionen zur Verfügung. Wir können ihr vier Befehle geben. Im direkten Angriff eröffnet sie das Feuer auf markierte Gegner.

Die OWL-Drohne - Angriff
Die OWL-Drohne steht uns in fast allen Missionen zur Verfügung. Wir können ihr vier Befehle geben. Im direkten Angriff eröffnet sie das Feuer auf markierte Gegner.

Neue Freiheit, neues Spielgefühl

Aber erst mal testen wir unsere neue Freiheit. Shadow Fall spielt sich jetzt deutlich langsamer als seine Vorgänger, in jedem Level gibt es Tonbänder und andere Aufzeichnungen zu entdecken, manchmal sogar alternative Routen, beispielsweise durch Lüftungsschächte.

Statt Gegnermassen bekämpfen wir oft überschaubare Gruppen, können uns auch mal am Schleichen versuchen. Werden wir doch entdeckt, rennt die KI zu Alarmposten. Sekunden später düst ein Landungsschiff heran und setzt Verstärkung ab. Übrigens auch eine Szene aus dem zweiten Level, in anderen Abschnitten müssen die Gegner auf Landungsschiffe verzichten. Später in diesem Abschnitt kämpfen wir uns noch Seite an Seite mit ein paar vektanischen Soldaten zu einem Landungsschiff und fliehen, während hinter uns die Shuttleplattform inklusive Bunker und gigantischer Statue von Ex-Helghast-Anführer Visari explodiert.

Jetzt geht's bergab

Und dann ist der zweite Level vorbei. Was nun folgt, ist Ernüchterung, denn von der soeben erlebten Dynamik ist in den neun anderen Kapiteln des Ego-Shooters nicht mehr viel übrig. Da werden die Level entweder deutlich linearer (allerdings ohne die Inszenierungsgewalt eines Killzone 3) oder optisch und spielerisch so langweilig, dass die neue Freiheit eher in ständigem Verlaufen endet. Beispielsweise im unnötig in die Länge gezogenen Slum-Level, gefolgt vom ebenso spannungsfreien Containerhafen-Abschnitt.

Killzone: Shadow Fall : Die offenere Levelstruktur von Shadow Fall ist nicht immer ein Vorteil. Im Slum-Level verlaufen wir uns häufig, weil es an markanten Punkten in der Umgebung mangelt. Die offenere Levelstruktur von Shadow Fall ist nicht immer ein Vorteil. Im Slum-Level verlaufen wir uns häufig, weil es an markanten Punkten in der Umgebung mangelt. Für Abwechslung sollen nicht nur häufige Settingwechsel, sondern auch ein paar Schießbuden-Passagen sorgen. Wer sich an ähnliche Szenen aus Killzone 3 erinnert, beispielsweise die Hovercraft-Landung an der stürmischen Eisküste oder den Raumjäger-Kampf im Orbit von Helghan, fasst sich bei den vergleichbaren Szenen von Shadow Fall wahrscheinlich an den Kopf. Da schweben wir beispielsweise eine gefühlte Ewigkeit zwischen zwei Raumstationen geradeaus, schießen immer gleiche Drohnenformationen und Transportcontainer ab und können mal ganz in Ruhe über den Unsinn nachdenken, der uns hier als Handlung verkauft wird.

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gigsen
#1 | 02. Dez 2013, 14:48
das liest sich wie das gegenstück zu ryse ..optisch erste sahne spielerisch eher mittelmäsig bis lahm ^^

immerhin gibt es nen multiplayer dazu..
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kurt angle **
#2 | 02. Dez 2013, 14:51
Ich weiß echt nicht was ihr alles für negativpunkte findet !!!!
Meiner Meinung handelt es sich hier um einen klassischen Shooter der sich vom Setting her von cod und bf absetzt und das sehr gut !
Ich find das Spiel ist klasse geworden . Neue Sachen sind auch drin wie der owl !
Das Spiel ist nicht perfekt aber ich finde wenn man jedes Jahr dem Cod Schrott so hohe Wertungen gibt dann hat das hier mehr als 80 % verdient ! Von der Grafik brauchen wir gar nicht zu reden !
Das klingt immer so als wenn man das Rad immer neu erfinden müsste ?! Cod fährt auf seinem Rad schon fast ein Jahrzehnt ;)

Ich mag einfach das Future Setting ! Sogar mehr als das Setting der ersten 3 ....
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gigsen
#3 | 02. Dez 2013, 15:06
die allermeisten jungen gamer kennen shooter halt nur in "cod-like"
schlauchig und dauerscript.. was anderes gibts ja kaum noch..

früher war das auch mal anders.. alte shooter spielen sich auch komplett anders ..da hatte man immer was zu entdecken und hat sich auch hin und wieder mal verlaufen(können)
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hosty
#4 | 02. Dez 2013, 15:08
Der Killzone- Test, endlich!

Sehr kritisch und ziemlich unverblümt wird hier gesagt, daß dieses Spiel bis auf den tollen zweiten Level und die umwerfende Grafik nichts hat, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen oder gar abzuheben. Wirklich ärgerlich ist in meinen Augen so verschenktes Potential wie die Seilwinde, die man so gut wie nirgends einsetzen kann.
Außerdem bin ich verwirrt: Hier spricht man davon, das Game würde sich noch langsamer als seine Vorgänger spielen (hab nur mal kurz Killzone 2 gespielt, was meiner Meinung nach schon ziemlich zäh und recht langsam spielbar war). In vielen Previews hieß es doch, das gestiegene Spieltempo wird als angenehm empfunden - ja, was denn nun?!
Oder spielt sich der MP schneller? Lasst es uns hoffen.

Ansonsten guter Test, der sich nicht von Äusserlichkeiten blenden lässt und offen viele Kritikpunkte anspricht.
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Der Prediger
#5 | 02. Dez 2013, 15:11
UUnnnddd.... storniert.
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kurt angle **
#6 | 02. Dez 2013, 15:13
Ich finde hier wird mit zweierlei Maß bewertet bei dem zB ein Cod immer zu gut wegkommt ... Denn ich finde Killzone ist hier das bessere Spiel , Shooter sind in der modernen in der Regel schlauchig ! Kann diesen Kritikpukt nicht mehr hôren !
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zukosan
#7 | 02. Dez 2013, 15:19
"Auch wenn dieser verflixt tolle, zweite Level wieder Hoffnung für die nächsten Serienteile macht."

Spätestens daran sehe ich, dass auch die Gamepro ins gleiche Horn bläst und mit SICHERHEIT das Game nicht durchgespielt hat, nur damit der Test schnell fertig wurde... Denn in der Community auf mehreren Seiten wird KLAR gesagt (ich sehe es auch so), dass die Levels je länger das Spiel dauert, immer "toller" werden...

Auch das Leveldesign zu kritisieren hat mich total zum lachen gebracht. Welcher Shooter hat denn ein besseres? Lassen wir mal Half Life 2 aussen vor.

Ich habe alle Bf-Teile, CoD-Teile, Medal of Honor und Killzone-Teile durch. Und Sf is von der Abwechslung mindestens gleichauf mit den besten CoD´s. Von Bf brauchen wir gar nicht reden. Diese Games sind reine MP-Games. Singleplayer n Witz!

Also liebe Gamepro, bitte macht doch mal EIGENE Fotos der höheren Kapitel. Sind komischerweise keine vorhanden...

Das is echt das erste mal das ich mich über nen Artikel bei Euch ärgere, weil es einfach nur Schwachsinn ist. Verschiedene Meinungen hin oder her... Aber wenn man halt nur auf stumpfes ballern steht, ist Killzone naklar nix für einen... denn mit stumpfen durchlaufen gegen die ja so "dumme" KI wird das nie was...

Achja, das gaben ja sogar auch andere Testseiten als "Kritik" an. Is schon blöd, wenn man nicht nur dum durchlaufen kann wie bei Bf3+4.
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Odin82
#8 | 02. Dez 2013, 15:29
ich kann das nicht nachvollziehen, wie schlecht killzone shadow fall teilweise wegkommt. mir gefällt es bisher sehr gut; auf jeden fall ist es ein viel besseres spiel als bspw. call of duty oder auch battlefield; zumindest was die kampagne angeht...

vieles, was die gamepro hier kritisiert, kann ich nun so gar nicht unterstreichen. den soundtrack mit seinen elektrobeats find ich bisher ziemlich passend. über die grafik brauchen wir eh nicht zu diskutieren und was die ki angeht...so schlecht erscheint sie mir nicht; bin allerdings auch kein hardcoregamer, der jeden tag 5 stunden multiplayer zockt.
davon abgesehen kann ich das argument open-world nicht mehr hören; heut zu tage ist alles gleich schlecht, was sich diesem thema nicht total verschreibt. meines erachtens bietet shadow fall mehr abwechslung als alle bisherigen killzone-titel; man merkt dass sich die entwickler wirklich bemüht.

ich bleib dabei; wer ne playstation 4 gekauft hat, muss sich dieses game unbedingt zulegen...gott sei dank gibt es mittlerweile youtube; so kann man sich selbst immer ein recht gutes bild machen, denn den testberichten kann man eigentlich keine bedeutung mehr beimessen. wie willkürlich da teilweise bewertet wird, erschließt sich mir schon lange nicht mehr. ein spiel wie assassins creed 4 mit 94 % zu bewerten und killzone mit lahmen 80 % abzuspeisen...sowas kann man nicht mehr ernst nehmen. guerilla wird momentan opfer einer kampagne...warum auch immer aber alle springen auf den zug auf, um dieses geile spiel zu kritisieren.
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kurt angle **
#9 | 02. Dez 2013, 15:34
@odin 82 zu 100% Daumen hoch , bin ganz deiner Meinung :)

Achja wer mich für dieses tolle Spiel adden will um bissl Mp zu zocken :

Psn : Mr-qeep-
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Die Legende
#10 | 02. Dez 2013, 15:39
So sehr ich damals kz3 geliebt hatte war es hier über bewertet ich mein 94 wahr zu viel.hingegen 80 bei Shadow Fall ist zu wenig.ansich könnte die Wertung noch gehen aber nicht das wertungssystem.Ghost hat unter anderem auch mehr bekommen.
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Details zu Killzone: Shadow Fall - PlayStation 4

Cover zu Killzone: Shadow Fall - PlayStation 4
Plattformen: PS4
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 29. November 2013
Publisher: Sony Computer Entertainment
Entwickler: Guerrilla Games
Webseite: http://www.killzone.com/kz3/ag...
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
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